Was meint ihr zu Artikel 13?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Über den Artikel 13 wurde bereits abgestimmt und der Verschlag ist inzwischen angenommen, nachdem er im Juni zur Überarbeitung abgelehnt wurde.

Ich möchte Dich einfach nur mal folgendes Fragen:

1.) nehmen wir an, Du wärst ein Sänger oder Komponist. Wäre es dann für Dich in Ordnung, dass einfach jemand ein Lied von Dir nehmen kann und es z.B. im Hintergrund eines YouTube-Videos verwendet, in dem er zu Straftaten aufruft oder andere Dinge macht, mit denen Du Dich nicht identifizieren kannst?

2.) nehmen wir an, Du bist ein Autor und hast viel Zeit und Geld investiert um einen Artikel schreiben zu können. Nun kommt Google und nimmt einfach ohne zu Fragen Deinen Artikel und postet ihn in seinen News - ohne dass Du einen Cent dafür bekommst.

Wenn Du das alles in Ordnung findest, dann solltest Du wirklich gegen den Artikel 13 sein, andernfalls beschäftigst Du Dich vielleicht erstmal mit dessen Inhalt!

Die Plattformen, die hier zur Kasse gebeten werden, haben in der Vergangenheit sehr viel Geld damit verdient, Inhalte bereitzustellen, denen der Urheber nicht unbedingt zugestimmt hat.

Die Plattformen werden nicht per se bestraft, sondern nur, wenn sie es zulassen, das urheberrechtverletzendes Material bei ihnen veröffentlicht wird. Sie dürfen und sollen Technik einsetzen, die das verhindert. Damit das nicht (wie bei Facebook z.B.) unendlich lange dauert, bis nach einer Beschwerde mal etwas passiert, gibt es auch kein Abmahnverfahren dafür.

Um andere, nichtkommerzielle kleinere zu schützen, gibt es viele Ausnahmen: Start-Ups und explizit Wikipedia sind davon ausgenommen. Öffentliche- und Bildungseinrichtungen ebenfalls.

Das Ziel des Artikels ist es, dass die großen Plattformen weiter Geld verdienen dürfen, aber den Rechteinhaber ebenfalls entlohnen sollen.

Das ist nur rechtens!

Es wird keine Plattform abgestraft. Youtube macht derzeit Milliardenumsätze auch mit Inhalten, an denen sie keine Rechte haben. Was sollte dagegensprechen, wenn youtube in Zukunft beim Upload prüft, ob das verwendete Material auch rechtmäßig hochgeladen wird.

Ich kann die youtube-Chefin schon verstehen, das kostet schließlich Geld. Nur wenn das ihr Geschäftsmodel ist, müssen sie auch die gesetzlichen Regeln einhalten.

Im Grunde wird hier wieder eine Sache hochgekocht, die sich später als unproblematisch herausstellen wird.

Es ist aber schon sinnlos, das die Plattform für die User haftet.

@SchdowNVIDIA

Nicht unbedingt, es ist youtube, die die Werbegelder einstreichen und das mit Content, der ihnen nicht gehört.

Was sollte dagegensprechen, wenn youtube in Zukunft beim Upload prüft, ob das verwendete Material auch rechtmäßig hochgeladen wird.

Und wie? Algorithmus fällt im Endeffekt raus, es sei denn man will keine Rücksicht mehr auf Zitatrecht, Parodien und Co nehmen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Freie_Benutzung

Sollen dafür jetzt n paar Hundert Anwälte angestellt werden? Warum nicht eine Frist setzen in der ein gemeldeter Urheberrechtsverstoß behoben sein muss?

@Etter

Das ist eigentlich ganz einfach, die einzelnen Uploader müssen nachweisen, daß es ihr Content ist, den sie hochladen. Und youtube muß eben ein System etablieren, durch das dieser Nachweis möglich wird. Notfalls muß youtube dann eben ein paar hundert Sachbearbeiter einstellen. - Aber darüber sollen die sich mal selber den Kopf zerbrechen.

@tryanswer

Und wie willst du das nachweisen? Wie willst DU nachweisen, dass das Bild das du hochlädst deine Schöpfung ist?

Und inwiefern wäre dann YT in der Pflicht? Die Frage ist ja, dass YT das Hochladen von geschützten Inhalten unterbinden kann. Sollte etwas durchkommen würden sie verklagt (einfach erstmal als theoretische Prämisse, n Gesetz ist ja noch nicht beschlossen). Soll der Nutzer einfach nur anhaken, dass er keine geschützten Inhalte hochlädt? Das wäre schon aktuell mWn der Fall.

Aber darüber sollen die sich mal selber den Kopf zerbrechen.

Nö. Wenn jemand etwas verlangt, dann soll sich die Person ebenso Gedanken um die Realisierung machen, sonst kommen unmögliche Ansprüche raus die keiner erfüllen kann.

@Etter

Youtube will doch mit diesem Geschäftsmodell Kasse machen, also liegt es an denen, nicht am Gesetzgeber. Also müssen die sich auch eine Lösung überlegen. Wenn youtube das nicht tut, ein Konkurrent findet sich sicher.

Aber um mal eine Idee zu geben: Das Ganze könnte funktionieren, wie eine klassische Tageszeitung mit freien Mitarbeitern. Die Redaktion wäre in diesem Fall youtube und die freien Mitarbeiter die youtuber. Letztere würden dann vernünftige Verträge bekommen und youtube würde den Content übernehmen, prüfen und veröffentlichen.

@Etter
Und wie? Algorithmus fällt im Endeffekt raus, es sei denn man will keine Rücksicht mehr auf Zitatrecht, Parodien und Co nehmen.

nein, genau das Gegenteil wird der Fall sein. Die Plattformen werden Filter verschärfen (eingesetzt werden sie bereits) und somit lieber Inhalte vorsorglich Sperren als Strafen zu riskieren

@Esskah

Das Funktioniert aber nur bis zu einem gewissen Grade. Filtert youtube zuviel Content, verliert es Zuschauer und in Folge dessen auch Werbeeinnahmen. Ein zu starker Filter liegt also nicht im Interesse von youtube.

@tryanswer

und damit ist es seine Aufgabe sicherzustellen, dass es richtig filtert - der Artikel 13 erreicht damit also das, was er will.

Alternativ kann die Plattform natürlich mit dem Rechteinhaber eine entsprechende Vereinbarung treffen. Dann kann er jeden Content zulassen, muss aber den Rechteinhaber entlohnen - auch ein Ziel des Artikel 13 ;-)

@tryanswer
Youtube will doch mit diesem Geschäftsmodell Kasse machen, also liegt es an denen, nicht am Gesetzgeber.

Und wenn ich von jedem der ein Geschäft gründen will verlange, dass er zum Mittelpunkt der Milchstraße fliegen soll, dann ist das aus deiner Sicht sinnvoll?

Wenn etwas nicht realisierbar ist, dann ist es das auch nicht, wenn der Gesetzgeber es 10 mal verlangt. Für Außenstehende sieht es dann dafür so aus, dass der Gesetzgeber keinen Schimmer hat was er tut, was möglich und was sinnvoll ist.

Oder aber dass man ein Unternehmen nur in den Ruin treiben will, was für eine staatliche Einrichtung schon echt bitter wäre.

Letztere würden dann vernünftige Verträge bekommen und youtube würde den Content übernehmen, prüfen und veröffentlichen.

Also quasi mit einem Vertrag in dem man zustimmt keine Urheberrechte zu verletzen, wie es bereits der Fall ist, wenn man sich bei YT anmeldet?

Auch dabei würde wieder YT verknackt werden, dann sogar, weil es ein Mitarbeiter verbockt hat.

Dazu würde dann noch die Freiheit abhanden kommen, dass jeder Videos produzieren kann. Es gäbe im Endeffekt nur noch ein festes Repertoire an Youtubern auf die man sich verlassen kann. Neueinsteiger gibts nicht.

Also genau das worauf vmtl. viele Leute keinen Bock haben.

Aber abstrahieren wir das ganze Mal, YT ist ja nicht die einzige Plattform im Internet. Was soll Gutefrage machen? Was ist mit Kommentarspalten von Onlinezeitungen oder Foren? Sollen die alle Mitarbeiterverträge mit ihren Usern aufsetzen oder für ein paar Millionen (vmtl. sogar eher Milliarden, wenn er besser funktionieren muss als der aktuelle Algorithmus auf YT) ausgeben oder hunderte weiterer Mitarbeiter einsetzen?

Alternativ kann die Plattform natürlich mit dem Rechteinhaber eine entsprechende Vereinbarung treffen.

In der Theorie nett, in der Praxis nicht. Sobald ich ein Bild male bin ich der Rechteinhaber davon und könnte, wenn es auf YT auftaucht, abmahnen (zumindest soweit es mir als Rechtslaien verständlich ist). Damit müsste YT einen Vertrag mit mir aushandeln und mich entlohnen, egal ob es zu Verstößen kommt oder nicht.

@Etter

Gewerblicher Einbruch ist ebenfalls verboten - willst das jetzt noch als Einschränkung der Gewerbefreiheit deklarieren. - Und mal ganz ehrlich, selbst wenn im aller schlimmsten Fall youtube seine Aktivitäten in der EU komplett einstellen würde, wären die noch nicht pleite.

Was nun die Plattformen machen müssen: den Content vor der Veröffentlichung prüfen.Dafür gibt es nun diverse Möglichkeiten.

Und worin siehst du das Problem, wenn youtube mit dir einen Nutzungsvertrag über dein Bild schließen müßte? - Im Gegensatz zur Situation heute wären deine Rechte dann gestärkt.

@tryanswer
Und worin siehst du das Problem, wenn youtube mit dir einen Nutzungsvertrag über dein Bild schließen müßte?

Dass ich nicht der einzige bin. Es gibt tausende Creator die nirgends vertreten sind und mit jedem müsste ein Vertrag geschlossen werden. Wenn ich 5 Bilder in Paint erstelle, dann müssten sie theoretisch gesehen einen Vertrag mit mir schließen und ich kassiere Geld, obwohl realistisch gesehen die Chance gegen 0 geht, dass meine Rechte verletzt werden. Was ggf. zu beachten ist, ist dass ggf. n paar Eigenschaften (z.B. Schöpfungshöhe) einbezogen werden müssen, aber das sollte auch irgendwie machbar sein.

Ebenso müsste das jede andere Plattform machen, die nicht gerade von einer Ausnahme betroffen ist. Zugegebenermaßen wäre das n nettes Einkommensmodell für das ich quasi keinen Finger krumm machen müsste.

Um das ganze mal komplett ad absurdum zu führen: Die aktuelle Bevölkerung in der EU liegt bei wie viel? 512 Millionen? So viele potentielle Rechteinhaber gibt es, da jeder dieser Menschen mal ein Bild gemalt, einen Text geschrieben, n paar Noten aneinandergereiht o.Ä. haben könnte. Viel Spaß dafür die Verträge aufzusetzen und jeden einzelnen zu bezahlen.

Gewerblicher Einbruch ist ebenfalls verboten - willst das jetzt noch als Einschränkung der Gewerbefreiheit deklarieren.

Hab ich das irgendwo verlangt? Nein. Ich möchte lediglich faire Vorgaben die erfüllbar sind und nicht irgendeinen Mist, den keiner erfüllen kann. Davon mal ganz ab, dass der Vergleich nicht funktioniert. Wenn dann müsste man den Autovermieter dafür belangen, dass jemand die bei einem Einbruch erbeuteten Gegenstände mit einem Auto der Firma abtransportiert hat.

Und mal ganz ehrlich, selbst wenn im aller schlimmsten Fall youtube seine Aktivitäten in der EU komplett einstellen würde, wären die noch nicht pleite.

Juhu.....gefällt mir als Benutzer natürlich absolut. Ebenso dass diverse andere Plattformen dann vmtl. auch schließen müssten (wenns fair wäre so ziemlich jede wo ein Nutzer etwas sofort posten kann). Mal ganz ehrlich: Ich nutze YT und das gerne (z.B. alleine schon wegen Videos von Daniel Jung).

Das ganze hätte aber zugegebenermaßen den witzigen Effekt, dass sich europäische Nutzer dann mit einem VPN über die Sperre hinwegsetzen könnten. Der "Erfolg" wäre, dass europäisches Recht für YT egal wäre, aber weiterhin europäische Nutzer vorhanden wären.

Aber mal ne spannende Frage: Wir haben ein geltendes Urheberrecht. Was spricht dagegen den Übeltäter (Uploader) abzumahnen?

Oder täusche ich als Laie in Jura da und wir haben kein funktionierendes Urheberrecht?

Und dann mal eine weitere Frage: Wie viele Rechte werden verletzt? Wie häufig kommt es vor, dass langfristig Videos die Urheberrechte verletzen online sind? GEMA geschützte Titel fallen ebenso raus, wie Lieder von Kanälen die dem Interpreten selbst angehören.

@Etter

Dein Autobeispiel gefällt mir richtig gut. Youtube behauptet zwar immer, sie würden nur eine Plattform bereitstellen, in Wirklichkeit führen sie ein redaktionell betreutes Publikationsorgan. Und natürlich wäre es toll, könnte man die Uploader direkt belangen - das scheitert aber schon daran, daß es bei youtube kein rechts-konformes Impressum gibt - und das auch nicht erst seit Kurzem.

Das nächste tolle Beispiel von die Gema. Erinnerst du dich noch an die Zeiten, zu denen sich youtube weigerte entsprechende Gebühren abzuführen und laufend verkündete es sei die Gema, die Schuld daran hätte, das Musikvideos gesperrt seinen? - Genau dieses Spiel, den Schwarzen Peter weiterzuschieben, versucht youtube jetzt wieder.

Und es geht hier auch nicht um irgendeinen Kleinunternehmer, der ums Überleben kämpft. Es geht hier um ein Unternehmen, welches sich ein paar Investitionen in die Rechtskonformität seiner Geschäfte durchaus leisten kann.

@tryanswer
Das nächste tolle Beispiel von die Gema. Erinnerst du dich noch an die Zeiten, zu denen sich youtube weigerte entsprechende Gebühren abzuführen und laufend verkündete es sei die Gema, die Schuld daran hätte, das Musikvideos gesperrt seinen?

Um genau zu werden wurden sich die GEMA und YT nicht einig. Das wäre zumindest eine neutrale Aussage dazu.

Von der GEMA ansich halte ich erstaunlich wenig (was aber vorrangig mit anderen Sachen zu tun hat wie etwa der GEMA-Vermutung).

Und natürlich wäre es toll, könnte man die Uploader direkt belangen - das scheitert aber schon daran, daß es bei youtube kein rechts-konformes Impressum gibt - und das auch nicht erst seit Kurzem.

https://www.youtube.com/t/impressum?hl=de&gl=DE

Was fehlt denn?

Youtube behauptet zwar immer, sie würden nur eine Plattform bereitstellen, in Wirklichkeit führen sie ein redaktionell betreutes Publikationsorgan.

Und ein Publikationsorgan ist ein Publikationsmittel, was u.A. auch eine Onlineplattform ist. Moderiert wird vorallem um im rechtlichen Rahmen zu sein, so wie jede andere Plattform es auch tun sollte.

Und es geht hier auch nicht um irgendeinen Kleinunternehmer, der ums Überleben kämpft.

Wenn ich mich recht entsinne gelten Gesetze für alle, dementsprechend würde ein entsprechendes Gesetz vmtl. auch kleine Unternehmen treffen.

Sagen wir jetzt mal YT schafft es wirklich absurde Auflagen zu erfüllen die auch gesetzlich festgeschrieben sind. Ein neuer Dienst könnte sich dagegen vmtl. nie durchsetzen, da die Ressourcen dafür nicht vorhanden sind, ergo wird sogar eine Monopolstellung gefestigt.

Ja das würds deutlich besser machen.

Was wäre aus meiner Sicht sinnvoller? Wenn man eine Löschfrist vorgibt (z.B. 10 Tage), die anfängt abzulaufen, nachdem ein Urheberrechtsverstoß gemeldet wurde. Wie der Beweis erfolgen sollte/könnte, um festzustellen dass der Urheber auch wirklich der Rechteinhaber ist lasse ich mal auf einem anderen Blatt stehen.

Das wäre aus meiner Sicht machbar, jeder Rechteinhaber, egal wie groß oder klein, hätte die Möglichkeit sich zu melden und könnte rechtlich bei Verletzung dagegen vorgehen.

@Etter

Mit Impressum meine ich das Impressum des jeweiligen Uploaders, denn du ja zu belangen wünscht.

Was du am Ende beschreibst ist doch nichts anderes, als eine Ausgestaltung des geplanten Artikel 13.

@tryanswer
Mit Impressum meine ich das Impressum des jeweiligen Uploaders, denn du ja zu belangen wünscht.

Das ist halt die kleine Problematik: Ich lade beispielsweise nichts hoch und nutze YT nur zum Verwalten von Abos. Andere laden ihren orginalen Content hoch und haben dabei keine Gewinnabsichten.

Die Leute die man abmahnen wöllte, würden vmtl. eh kein Impressum angeben oder gar ein gefälschtes. Interessanter wären die IP-Adressen (vergleichsweise zu Abmahnungen wg. P2P). Diese müsste YT auf richterlichen Beschluss hin definitiv rausrücken und damit würde man, sofern kein VPN o.Ä. genutzt wurde, auch an die Leute kommen.

Was du am Ende beschreibst ist doch nichts anderes, als eine Ausgestaltung des geplanten Artikel 13.

Ich weiß. Wogegen ich mich bisweilen von Anfang an ausspreche ist lediglich die Überlegung Plattformen allein verantwortlich zu machen und sie abmahnbar zu machen sobald etwas durch den Filter rutscht.

Anders habe ich auch meiner Ansicht nach nie argumentiert.

@Etter

Genau damit sind wir beim Kernproblem. Die europäische Justiz hat gar nicht die Möglichkeit an youtube heranzutreten bzw. nur unter sehr hohem Aufwand.

Hier kommt der Artikel 13 ins spiel, demnach Plattformanbieter direkt angesprochen werden sollen. Das geht aber auch nur, wenn man die Verantwortung entsprechend zuweist.

@tryanswer

Wie gesagt: Ich habe damit recht wenig Probleme mehr Möglichkeiten zu geben, aber man sollte noch im realistischen Bereich bleiben und den sehe ich bei allen 3 Vorschlägen von denen ich gehört habe aus meiner Sicht eher weniger gegeben.

Da fände ich halt die Idee n Frist zum Sperren einzubringen sinnvoll.

Für YT würde sich nicht wirklich viel ändern, wenn ichs recht verstehe (Content ID System ist eh aktiv, 10-30 Tage zum Sperren eines Videos sollten machbar sein) und für kleine und mittelgroße Seiten wäre es auch machbar.

Weniger sinnvoll: Sämtliche Rechte erwerben und abmahnbar ab Upload.

N paar Problematiken daran hat Christian Solmecke aus meiner Sicht ganz gut erklärt.

https://www.youtube.com/watch?v=zXGtvQVYiuI

Wobei....wenn YT sich mit allen einigen würde bzw. sich zwangsläufig alle Rechteinhaber mit YT einigen müssten, hätte YT eine absurde Marktmacht, da dann ohne weiteres Filme, Serien, Musik, Bilder und Co hochgeladen werden könnten. Es wäre quasi ein Verbund aus Netflix, Amazon, Spotify usw.

@Etter
Und wie?

Mirdochegal. Die wollen Geschäfte machen, dann sollen sie sich überlegen, wie sie das tun können, ohne gegen Gesetze zu verstoßen. Das ist in jeder Branche vollkommen normal.

Ich kann mich nicht entsinnen, dass BMW irgendwann mal gesagt hätte "wie sollen wir bloß Autos bauen, die weniger als zehn Liter verbrauchen? Ach Gottchen, das geht aber nicht. Machen wir den Laden halt dicht".

@Havenari
Mirdochegal.

Also hast du keine Ahnung und verlangst einfach mal unmögliches.

Ich kann mich nicht entsinnen, dass BMW irgendwann mal gesagt hätte "wie sollen wir bloß Autos bauen, die weniger als zehn Liter verbrauchen? Ach Gottchen, das geht aber nicht. Machen wir den Laden halt dicht".

Es gibt einen Unterschied zwischen "n paar Liter weniger verbrauchen" und "perfekte KI die perfekt rechtlich alle Uploads beurteilen kann" bzw. "Rechtevereinbarungen mit 7543632800 Menschen treffen". Aber gut was weiß schon ein Tim Berners-Lee von der Sinnhaftigkeit eines solchen Vorhabens.

https://www.eff.org/deeplinks/2018/06/internet-luminaries-ring-alarm-eu-copyright-filtering-proposal

Was weiß schon die EFF über die IT...

https://www.eff.org/deeplinks/2018/06/eus-copyright-proposal-extremely-bad-news-everyone-even-especially-wikipedia

Auch der CCC hat bestimmt keine Ahnung

https://www.ccc.de/de/updates/2018/europaweite-upload-filter-starken-nur-die-macht-von-google-und-facebook

Aber sag mal, was sind eigentlich deine Referenzen? Wenn du behauptest, dass das locker machbar ist und sinnvoll ist, dann kannste das doch bestimmt belegen oder zumindest fachkundige Fürsprecher angeben.

Aber das schönste, das wirklich mit Abstand witzigste: Wenn es YT irgendwie gelingen sollte solche Auflagen zu erfüllen hat es in der EU eine absolute Monopolstellung, geschaffen von der EU.

Das ist in jeder Branche vollkommen normal.

So ein Gesetz, wie im schlimmsten Fall, wäre mir neu für jedwede andere Branche. Aber du kannst doch bestimmt Beispiele nennen wo es sowas gibt und das mit entsprechenden Gesetzen untermauern.

Aber hey, wozu mit Machbarkeit oder sowas langweiligen wie den möglichen Folgen auseinandersetzen ¯_(ツ)_/¯

Es wird keine Plattform abgestraft.

doch, das wird geschehen und er Artikel 13 sieht das auch unbedingt vor

Youtube macht derzeit Milliardenumsätze auch mit Inhalten, an denen sie keine Rechte haben

was eben ursächlich für den Artikel 13 ist

@Esskah

Der Artikel betrifft nicht nur youtube, sondern alle Marktteilnehmer, daher ist das auch keine Abstrafung.

@tryanswer

das kommt nun darauf an, was Du als Marktteilnehmer bezeichnest. Wenn Du wirklich nur von Marktteilnehmer im Sinne des § 2 I Nr. 2 UWG sprichst, bin ich bei Dir - dann habe ich auch verstanden wie Du "abgestraft" meinst.

@Esskah

Genau das meine ich.

@tryanswer

ich merke, wir sind relativ nah beieinander ;-)

Was sollte dagegensprechen, wenn youtube in Zukunft beim Upload prüft, ob das verwendete Material auch rechtmäßig hochgeladen wird.

Die Menge an Content spricht dagegen selbst ein guter Filter kann nicht alles erwischen und eine Überprüfung von Hand bei derart viel Content ist unmöglich.

Immer wieder les ich hier von Artikel 13 und halte alle Menschen die darüber einen Beitrag bisher geschrieben haben für geistig zurückgeblieben.

Denn bei bisher jedem Beitrag fehlt überhaupt erstmal das Gesetz bzw. die Verordnung, die gemeint ist.

  • Art. 13 GG?
  • Art. 13 Grundrechtscharta der UN?
  • Art. 13 DSGVO hatten wir auch unlängst

Aber das scheint es alles nicht zu sein, wieso fehlt diese substanzielle Information in jeder Frage?

Weil das im Youtube Video nicht genannt wird und daher den meisten Fragestellern unbekannt ist :D

So langsam könnte man aber aus dem Kontext entnommen haben, was gemeint ist ;-)

@Havenari

Maybe.

Aber letztens gab es hier eine Frage, da stand auch was von Artikel 13, jedoch hat der Fragesteller dann im Nachgang mitgeteilt, dass es ihm bei der Frage tatsächlich um die DGSVO ginge...

was ihr so von Artikel 13 hält

Was ist "hälen"? Ich häle nicht.

das die Plattformen dafür bestraft werden ist wirklich mies

*dass

Meines Wissens wird keine Plattform bestraft - sie werden lediglich dafür in die Verantwortung genommen, dass in ihrem Angebot Recht und Gesetz eingehalten werden.

Kann man so machen. Das dürfte die pragmatischste Lösung sein.

Als es darum ging, die Luftverschmutzung durch den Verkehr zu reduzieren, hat man auch die Hersteller in die Pflicht genommen, entsprechende technische Maßnahmen zu ergreifen, und nicht den einzelnen Autofahrer. Das ist eine ganz ähnliche Situation.

Wenn ein YouTube Video dir erzählt, dass dein Hirn von Aliens aufgesaugt wurde und und deswegen vom Felsen herunterspringen musst, glaubst du das auch.

Es ist wirklich erstaunlich, dass die Menschen durch das Internet nicht schlauer, sondern immer mehr verblöden. Artikel 13 ist der beste Beweis dafür.

Wie wäre es, wenn du einfach mal dich besser informierst wie hier http://spon.de/afl03

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