Was mache ich mit der Unfallmitteilung?

3 Antworten

Ob und wer den Schaden später beseitigt ist erstmal zweitrangig. Wichtig ist es zunächst einmal, den Schaden zu dokumentieren. Wichtig sind aussagekräftige Fotos uns ein Kostenvoranschlag einer Werkstatt. Der Kfz Meister wird dir dann schon zu einem Gutachten raten falls es nicht bei einem einfachen Blechschaden geblieben ist.

Durch den Unfall ist dir ein Nachteil entstanden und du hast Anspruch auf Schadensersatz. Die gegnerische Versicherung ist verpflichtet deinen Schaden zu regulieren, allerdings neben den veranschlagten Kosten und der realen Wertminderung werden weitere Kosten nur ersetzt wenn sie auch tatsächlich anfallen. So wird zb. die MwSt nur gezahlt wenn das Auto auch tatsächlich in einer Werkstatt repariert wird.

Lässt du den Schaden zunächst fiktiv regulieren, kannst du die MwSt noch 6 Monate lang nachfordern sofern die Reparatur tatsächlich zum späteren Zeitpunkt noch in einer Werkstatt repariert wird, oder wenn du innerhalb der 6 Monate ein neues Auto kaufst das mindestens soviel kostet wie der Unfallwagen vor dem Unfall an Wiederbeschaffungswert noch wert war.

Wichtig auch, sich sehr kurzfristig mit der gegnerischen Versicherung in Verbindung zu setzen, evtl möchte die sich den Schaden auch noch ansehen oder verlangt ihrerseits ein Gutachten

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Sollte ich vielleicht, wenn der Schaden kein Bagatellschaden ist einen Anwalt einschalten, die Kosten müssen doch auch von der anderen Haftpflicht übernommen werden oder ? Der kann mir dann auch zu einem Gutachter raten damit auch Wertminderungskosten ersetzt werden und eventuell noch weitere Kosten die von einem Kostenvoranschlag der Werkstatt nicht berücksichtigt würden oder täusche ich mich ?

@TheImmense

Ja kannst du. Man muß seine Ansprüche nicht selbst formulieren. Kann auch nicht jeder.

@TheImmense

Anwalt ja,

Gutachten erst mal nein. Ein Gutachten solltest Du nur in Auftrag geben, wenn lt. Einschätzung eines Kfz Meisters massive Schäden am Fahrwerk oder an tragenden Teilen zu vermuten sind oder der Schaden in Größenordnungen ab ca. 3.000 Euro liegt. Ansonsten könnte die Versicherung den Schaden als eines Gutachtens nicht würdig einstufen und du müsstest das Gutachten evtl. selbst bezahlen

WENN du eine Vertragswerkstatt hast, wird die gegnerische Versicherung auch deren Kostenvoranschlag akzeptieren. Es steht ihr dann ja frei einen eigenen Sachverständigen die Sache prüfen zu lassen.

Dann kannst du nach Kostenvoranschlag abrechnen. Vergiss nicht den Nutzungsausfall und die Kostenpauschale.

Hallo,

lass dich von deinem Betreuer beraten, mit dem du die Versicherung abgeschlossen hast.

Beste Grüße

Dickie59

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

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