Was kostet ein Versicherungsmakler?

5 Antworten

Jede Versicherung hat Ihre Sahnestücken und den üblichen Plunder, der oft sein Geld nicht Wert ist. Geh zu einem Makler und lass Dich beraten. Bei einem Makler, der mit seiner Kundendatei sein Büro tapezieren kann, bist Du in der Regel in guten Händen. Der Makler selbst kostet Dich nichts. Der bekommt von der Versicherung, bei der er Verträge abschließt, eine Provision. Für von ihm betreute laufende Verträge bekommt er zusätzlich noch eine Bestandsprovision. Das reicht in der Regel aus, um ihm ein vernünftiges Leben zu ermöglichen, wenn er Dich vernünftig beträt und betreut.

... nichts für den Kunden, weil er sich über die Vermittlungs-Provisionen der von ihm an den Kunden verkauften Versicherungen finanziert... und dies nicht schlecht; wenn man mal davo absieht, daß ansonsten der Versicherungskonzern (bei online-Selbstbedienung des Kunden) diesen Betrag einfach für sich behält - als zusätzliche Gewinnmarge. So "fair" geht's zu in dieser Branche. Heute Kunden fangen, morgen klammheimlich die Preise erhöhen oder aber (was gleichkommst) Leistungen streichen und immer wieder das beste Geschäft machen getreu des Slogans: wir wollen ihr Bestes - IHR GELD ! Gestern zufällig die Reportage über MEG gesehen (private Krankenversicherungen "verticken" und schwupp-di-wupp Millionär werden - auch ohne Geist... wenn das nichts ist ?!!).

oder aber (was gleichkommst) Leistungen streichen

ist nicht ganz richtig. Hier herrscht das Privatrecht, und da kann der VR die einmal vereinbarten Bedingungen nur mit Zustimmung des VN ändern. Es liegt also am VN dieser Änderung zuzustimmen oder nicht. Ansonsten kann dies nur die Sozialversicherung aufgrund gesetzlicher Regelungen, Beiträge erhöhen und die Leistungen kürzen. Im Sozialbereich kann der Einzelne nicht machen, außer er wird politisch tätig.

Die MEG ist aber in dieser Hinsicht kein Einzelfall sondern steht als Synonym für alle anderen Strukturvertriebe, wie AWD, OVB, IFS, GKM, DVAG usw. usw.

Kernproblem wird immer sein: Diese Vertriebswege wollen immer mehr und die VR auch. Deshalb gilt auch für die VR "Gier (nach Neugeschäft) frisst Hirn". Und dies meistens auch noch zu Lasten der Kunden. Solange Vertriebsvorstände, wie gestern gesehen, nur danach bezahlt werden, was vorne als NEUgeschäft reinkommt, die Abbrüche (Storno) aber insgesamt nicht oder zuwenig berücksichtigt werden, läuft noch Vieles schief in dieser Branche. Das werden die VR aber nie zugeben und ändern wollen.

In der Regel bekommt der Makler seine Provision vom Versicherer. Das ist korrekt. Sie arbeiten doch sicherlich auch und bekommen ihr Geld vom Arbeitgeber. Der Makler haftet dafür 60 Monate und wenn der Versicherungsnehmer sich nicht an die Vereinbarung hält und seinen Vertrag kündigt, dann muss der Makler dafür haften und die Provision anteilig zurück zahlen, obwohl dieser seine Arbeit getan hat.

Oder man vereinbart bei gewissen Produkten wie z. B.Altersvorsorgeprodukten ein Pauschalhonorar, welches sich ganz leicht für den Kunden rechnet. Der Kunde bekommt durch den Honorartarif einen erheblichen Mehrwert im Alter und er sollte bereit sein für diesen 5stelligen Mehrwert am Anfang etwas zu investieren. Dafür hat er aber von Anfang an jeden Euro, den er zahlt auf seinem Vertragskonto. Wenn man dazu nicht bereit ist, dann Provisionstarif.

Autos kosten auch Geld, ebenso Handys oder PC's oder was auch immer. Die Herstellungskosten sind ausgesprochen gering gegenüber dem Verkaufspreis und da meckert niemand. Es ist immer das gleiche Thema. Versicherungsmakler können sich nicht nur von Luft und Liebe ernähren, sollen aber für jeden Mist den Kopf hinhalten. Honorarberater spielen sich hier auf, als wären sie die eierlegende Wollmilchsau. Das Honorarkonzept wird sich in Deutschland nie durchsetzen, weil hier niemand versteht am Anfang wie beim Steuerberater auch eine Rechnung zu zahlen. Der Konsum steht weit weit vorne. Wir bieten unseren Kunden alle erdenklichen Alternativen an, aber sie entscheiden sich fast immer für den Provisionstarif. Inzwischen habe ich es aufgegeben. Des Kunden Wunsch ist mir Befehl und wenn dieser nunmal lieber in den Urlaub fährt, anstatt eine Honorarrechnung zu zahlen. dann soll es eben so sein. Ich kann es trotz allem irgendwo auch verstehen.

Schon mal dran gedacht, dass sich nicht jeder leisten kann den teureren Tarif zu zahlen??? Es gibt genug die GAR kein Geld haben für KEINE Altersvorsorge und wovon man bei 8.50 Euro die Stunden noch ansparen soll, ist mir auch nicht klar.

Mich kotzt die Arroganz immer nur noch an, mit der bestimmte Leute immer komplett ausblenden, dass große Teile der Bevölkerung  gar nichts haben um groß wählen zu können  zwischen den Versicherungen und Tarifen. Zum Kotzen.

Für Dich ist eigentlich nicht wichtig was der Makler oder Vermittler bekommt, wichtig ist was Du am Ende selber bezahlen musst, also die Gesamtkosten. Dir kann es also egal sein ob der Makler die Courtage vom Versicherer bekommt oder Du dem Honorarberater ein Honorar bezahlen musst, wenn Du nur die letztendlichen Gesamtkosten im Auge behält's .

Bei einer Bezahlung der Vergütung durch den Versicherer ist es für dich natürlich einfacher zu vergleichen, da Du im Angebot immer gleich die Endpreise siehst und nicht noch ein Honorar hinzurechnen musst.

Zudem können Versicherungsmakler meist auf ein Umfangreicherers Angebot an Versicherungen zurück greifen da es Produkte für den Honoraberaterbereich (also ohne einkalkulierte Provision) kaum am Markt gibt. Im Moment ist der Honoraberaterbereich also noch mehr ein Tüchschen fürs Auge, denn auch ein Versicherungsmakler ist stets unabhängig von den Versicherern und wird Dir das für Dich passenste Angebot unterbreiten !

Gruß Sven

Der Makler wird in der Regel durch die Produktgeber mittels Provision bezahlt. Sie können den Makler auch gegen Honorar vergüten, wodurch Sie noch preisgünstigere Produkte erhalten.

Folgende Werte sind bei Provisionen eine gute Orientierung, überlegen Sie ernsthaft ob jemand bei den Provisionen wirklich unabhängig beraten kann:

Durchschnittswerte

  • Privathaftpflicht für Familien ca. 60€ Prämie, 15€ Provision
  • Hausratversicherung pauschal 100€ Prämie, 25€ Provision
  • Kfz. Versicherung ca. 600€ Prämie, 30€ Provision
  • Rechtsschutzversicherung ca. 150€ Prämie, 30€ Provision
  • Gesetzliche Krankenkasse unabhängig vom Beitrag, 0- 80€ Provision
  • 20€ Krankenzusatzversicherung, ca. 140€ Provision
  • 100€ Lebens-/ Rentenversicherung, ca. 1890€ Provision
  • 300€ Private Krankenversicherung, ca. 2100€ Provision

Sie werden schnell etwas erkennen: Wenn der Vermittler, völlig egal wie gut und ehrhaft er auch sein mag, Ihnen keine private Krankenversicherung oder Altersvorsorge (inkl. Berufsunfähigkeitsversicherung) verkauft, verdient er weniger als ein kaufmännischer Angestellter nach der Lehre! Und das bei allen Risiken, die eine Selbstständigkeit mit sich bringt. Erschwerend kommt hinzu, dass eine Reduzierung der Verträge oder das Prämienaufkommens automatisch einem Einkommensverlust gleich kommt. Bei den o. g. Provisionen kann sich das keiner leisten! Ohne Honorare werden außerdem Anbieter ignoriert, welche keine Provision zahlen, die gerade bei Sachversicherungen aber oft Konkurrenz fähig sind.

Fazit: Wenn Sie eine ernsthafte Beratung wünschen, kommen Sie um Honorare nicht herum. Mit allem anderen lügen sich die Beteiligten selbst in die Tasche oder dem anderen ins Gesicht... Oder Sie müssen sich selbst schlau machen bzw. selbst rechnen, wozu Blogs, online Rechner etc. Hilfestellungen geben.

Honorarmodelle:

Ein fester Stundensatz - die oft bei über 100€ je Stunde liegen - lohnt in der Regel bei den hochpreisigen Themen Altersvorsorge inkl. Berufsunfähigkeit und Krankenversicherung. In beiden Fällen aber bitte mit der Vereinbarung, dass etwaige Provisionen gespendet oder komplett verrechnet werden.

Das Beteiligungsmodell ist ein erfolgsabhängiges Honorar und beträgt meist Prozente der Ersparnis bzw. der Mehrwerte bei Altersvorsorge. Bei Ersparnis wird meist die erste Ersparnis berechnet (wobei es Mindestwerte gibt) und beim Sparen werden meist 6% des Mehrertrags berechnet.

Mischmodelle sind denkbar, hier sind keine Pauschalaussagen möglich.


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PS. - Achtung Eigenwerbung - Unter meinem Blog www.versicherungskritiker.de finden Sie regelmäßig Infos zu allen Themen rund ums Geld.

Na, das ist doch mal ne Antwort ! ..und für den Fragenden ohne viel "Fachchinesisch" DH ! ..und : Welcome back in the club smile

HG DerMakler

@DerMakler

Danke, habe es zu spät bemerkt. Back to the club? War nie weg, hatte nur keine Zeit! :P

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