Was kann man absetzen wenn man den Privatwagen betrieblich nutzt

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Kommt drauf an, in wie weit das Fahrzeug beruflich genutzt wird?

Ab 50% beruflicher Nutzung ist es keine Privatfahrzeug mehr. Bis 10% ist es auf jeden Fall ein Privatfahrzeug und die betrieblichen Fahrten sind mit 0,30 Euro je gefahrener km als Betriebsausgabe abzugsfähig.

Bei 10% bis 50% kannst Du entweder alle Kosten absetzen und setzt die privaten Fahrten als Einnahme an, oder Du listest alle Kfz Kosten auf, teilst sie in privat und beruflich und darfst den beruflichen Teil als Betriebsausgabe ansetzen.

Wenn Du die Kostenaufteilung nicht nachweisen kannst, dann schätzt das Finanzamt den privaten Anteil der Kosten auf 80%.

Bei mehr als 10% beruflicher Fahrten, dürfte das FA die 0,30 Euro eigentlich nicht mehr anerkennen, es soll aber trotzdem noch vor kommen.

Selbstverständlich kannst Du das so machen!

Fahrtenbuch führe ich für den Fall nicht, aber jede getätigte Fahrt ist als Unternehmenszweck über Kaufquittung/Termine usw. nachweisbar.

Ich betreibe EÜR, nutze den SKR03

Buchungssatz ist bei mir dann entsprechend: Fahrtkosten (oder sonstige Fahrzeugkosten? an Privateinlage zu 0,30€ je km tatsächlich gefaheren Strecke! - Kontonummern weiß ich gerade nicht.

Doch,da sind die Kontennummern: Werbe -und Reisekosten 4600 an Privateinlagen 1890

Die Fahrten zur Arbeit sind bei deiner Einkommenssteuererklärung zu berücksichtigen, da hat der Betrieb nix damit zu tun.

Für die betrieblichen Fahrten kannst du ,30 ct /km ansetzen.

Manche Betriebe zahlen auch ,35 ct/ km; also wäre auch dieser Kilometersatz möglich.

Ohne genaue Angaben wohin du gefahren bist und welchen Zweck die Fahrt hat, geht es natürlich nicht, du mußt jedesmal eine Reisekostenabrechnung erstellen.

danke für deine Antwort.

Es handelt sich bei den Fahrten zum Betrieb um den eigenen Betrieb, das Fahrzeug wurde aber nicht über den Betrieb gekauft sondern damals noch Privat.

Ich nutze quase mein Privatauto für die fahrt zu meinen eigenen Betrieb, greift hierfür dann auch die 30 ct Regel ?

Grüsse :)

@buergerlars

Genau das habe ich auch so gesehen und nur hier greift die Regel mit dem Kilometergeld, aber die Fahrten zum Betrieb sind wie die eines normalen Arbeitnehmers nur in der Einkommenssteuererklärung zu berücksichtigen.

Alternativ wäre das alle Kosten des Wagen´s über die Firma laufen und du für die private Nutzung 1% des Listenpreises monatlich von Gehalt abgezogen bekämmst, bzw. zahlen müßtest.

Das mit der Kilometerabrechnung ist aber einfacher und problemloser.

Hast du das Auto im Betriebsvermögen bzw. wird das Auto zu mehr als 50% betrieblich genutzt (-> notwendiges Betriebsvermögen)? Je nachdem, ob das Auto sich im Privatvermögen oder im Betriebsvermögen befindet, sind die Ansatzmöglichkeiten/-pflichten unterschiedlich.

Das Auto befindet sich im Privatvermögen und wird vorraussichtlich zu 30% im Jahr Betrieblich genutzt, ich denke dann wäre die 30cent Kilometerpauschale die einfachste Lösung für mich.

Allerdings bin ich bei meiner schätzung von der jährlichen Kilometerleistung ausgegangen Betrieb/Privat. oder hat die berechnung ab der Gesamtkilometerleistung des Autos aller zurückliegender Jahre zu erfolgen.?

Zwischen Wohnung und Gewerbebüro nur Pendlerpauschale 0,30€ pro einfachem Entfernungskilometer.

Sonstige Fahrten zu Kunden, Lieferanten usw.: 0,30€ pro gefahrenem Kilometer.

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