Was ist zu tun wenn das Finanzamt Belege für Werbungskosten haben will die nicht vorhanden sind?

5 Antworten

Der Steuerberater sagte damals für eine Werbekostenpauschale von 50,-€ bräucht man keine Belege einreichen weil es ja eben eine Pauschale ist.

Das hat der StB ganz sicher nicht gesagt. Richtig ist, dass zur Geltendmachung der Werbungskostenpauschale bis € 1000.-- man keine Belege benötigt, da es sich um eine Pauschale handelt. Die steht jedem zu, der Einkünfte aus unselbstständiger Arbeit erzielt (weswegen man eben auch kene Belege benötigt, es sei denn, man hat nachweislich höhere Ausgaben).

Mein Vater ist 83 und es handelt sich hierbei um eine Steuererklärung für eine Grundstücksgemeinschaft

Hier geht es um etwas ganz anderes. Bei Einkünften aus V+V gibt es generell keine Pauschale, weswegen man hier ab dem 1. € jede Ausgabe nachzuweisen hat. Es ist zwar richtig, dass sich das FA häufig bei Kostenaufwand bis zu einem gewissen Betrag die Einreichung der Belege erspart, aber weder gibt es dafür einen Rechtsanspruch, noch viel weniger ist das ein Freibrief zur Steuerhinterziehung. Also entsprechend richtigstellen.

aus der mein Vater keine Mieten bezieht.

Wenn aus der Grundstücksgemeinschaft nur Verluste erzielt werden, ist die Anerkennung der Ausgaben im Rahmen von V+V ohnehin fragwürdig (Liebhaberei).

Die aktuelle Werbekostenpauschale in der Einkommenssteuererklärung liegt bei 1000 Euro (vormals 920 Euro).

Bis zu diesem Betrag brauchst du keine Belege, die Pauschale wird JEDEM Arbeitnehmer gewährt.

Wenn du mehr als 1000 Euro (920 Euro) geltend machst, so benötigst du ab dem 1. Euro Belege. Es gibt Pauschalen für z. Bsp. Kontoführung (16 Euro), Reinigung der Berufskleidung (je nach Aufwand, Anerkennung wird unterschiedlich gehandhabt. Ansonsten benötigst du für alles Andere (insbesondere Anschaffungen) Belege.

Das Finanzamt könnte in deinem Fall sogar darauf kommen, ob hier nicht versuchten Steuerbetrug vorliegt.

Die aktuelle Werbekostenpauschale in der Einkommenssteuererklärung liegt bei 1000 Euro (vormals 920 Euro).

Bei Einkünften aus nichtselbständger Arbeit ist das so, bei Einkünften aus Vermietung und Verpachtung, um die es anscheinend geht,. gibt es keine Pauschbeträge.

DAnn wirst du darauf verzichten müssen, könnte ja jeder kommen.

Versuchen, die beim Verkäufer zu bekommen oder du must dir den Abzug gefallen lassen.

Eine Pauschale muss doch nicht nachgewiesen werden, das ist der Freibetrag.

Jetzt werde ich diesen Fall doch mal ganz konkret schildern. Ich mache für meinen Vater seit ein paar Jahren die Steuererklärung ohne wirklich Ahnung zu haben. Mein Vater hat vor ein paar Jahren von einen Steuerberater die Steuererklärung machen lassen und ich habe dann die Jahre darauf die Werte angepasst und einfach entsprechend eingetragen ohne irgendwo geschummelt zu haben. Der Steuerberater sagte damals für eine Werbekostenpauschale von 50,-€ bräucht man keine Belege einreichen weil es ja eben eine Pauschale ist. Mein Vater ist 83 und es handelt sich hierbei um eine Steuererklärung für eine Grundstücksgemeinschaft aus der mein Vater keine Mieten bezieht. Gestern kam nun das Schreiben vom Finanzamt das Sie für 2013 Belege für die Werbungskosten haben wollen die nicht vorhanden sind. Als ich die Steuererklärung persönlich abgegeben habe sagte man mir das alles so ok ist. Jetzt hab ich das Dilemma!

Der Steuerberater sagte damals für eine Werbekostenpauschale von 50,-€ bräucht man keine Belege einreichen weil es ja eben eine Pauschale ist. ... es handelt sich hierbei um eine Steuererklärung für eine Grundstücksgemeinschaft

Bei Einkünften aus Vermietung und Verpachtung gibt es keine Werbungskostenpauschbeträge.

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