Was ist nun der Unterschied zwischen "Gutachter" und "Sachverständiger"?

3 Antworten

Zunächst einmal kann sich jeder als Sachverständigen bezeichnen, denn die Bezeichnung ist nicht geschützt. Außerdem wird differenziert, zwischen Sachverständig und öffentlich bestellten Sachverständigen. Letzterer kommt ins Spiel, wenn zwei Parteien jeweils einen "Sachverständigen" beauftragt hatten und vor Gericht keiner des anderen Gutachten anerkennen will. Dann bestellt der Richter einen Amtlich vereidigten Sachverständigen, dessen Gutachten dann auch vom Gericht anerkannt wird und von den Parteien anzuerkennen ist. Bezahlen muss den Sachverständigen dann die Unterlegene Partei, auch Ihren eigenen Sachverständigen. Kann recht teuer werden. Jeder mit Sachverstand "Sachverständiger" kann Gutachten erstellen, wenn er die Voraussetzungen hat. z.B. Studium, jahrelange Erfahrung auf einem Gebiet.

Ich kenne aus meinem Berufsleben beide Begriffe: Der Sachverständige ist eine berufene und zugelassene Person, wie z. B. Mitarbeiter vom TÜV oder einer anderen Prüforganisation, der eine Zulassung z. B. durch eine Behörde erhält. Sachverständiger darf sich auch nicht jeder nennen. Ein Gutachter prüft wirklich das Gut und schreibt Prüfberichte. Diesen Bericht kann dann der Sachverständige für seine Beurteilung, ob Zulassung oder Ablehnung ausgesprochen wird, als Basis verwendet. Eventuell wird auch ein zweites Gutachtung zur Bestätigung seiner Entscheidung angefordert. Ein Gutachter, der ein Material prüft, ist kein Sachverständiger im Sinne des Gesetzes.

Ich stelle als Sachverständiger ein Gutachten aus! Daher wohl der Name, bzw. die Bezeichnung. Es nennt sich dann "Ein Sachverständigen- Gutachten", oder Gutachten eines Sachverständigen.

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