Was ist genau der Unterschied wischen PKV und GKV?

5 Antworten

Ich kann Ihnen ein paar Powerpoint-Slides senden, die auch den historischen Aufbau der Systeme berücksichtigt. Per E-Mailadresse versende ich diese gern und vertraulich nur zu Ihrer eigenen Verwendung für das Referat.

Beide Versicherungen sollen im Fall eines gesundheitlichen Schadens die Kosten für die Genesung dem Versicherten erstatten. Wie beide aber das Geld dafür aufbringen, wofür bzw. wie es genutzt wird und wie die Abrechnung aussieht sind verschieden. In deinem Referat wird es wohl vorwiegend darum gehen, das System beide zu durchleuchten, Gemeinsamkeiten und Schwierigkeiten für die Zukunft. Stichwort: Demographischer Wandel. ;)

http://kvuebersicht.de/31-funktion-und-wirkung-der-gesetzlichen-und-privaten-krankenversicherungen/ da steht was drin, nicht ganz so detailliert aber was ich gelesen habe, erscheint alles richtig zu sein. Ansonsten muss du die richtigen Fragen Google stellen.

Hallo,

Deutschland ist einer der wenigen Staaten, in denen es neben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) auch eine private Vollversicherung (PKV) gibt. In den meisten Staaten ist die GKV für alle Pflicht und die PKV ist immer nur eine Ergänzung.

In Deutschland können Beamte, Selbständige und Arbeitnehmer mit mehr als ca. 50.000 Euro jährlichem Bruttoverdienst in die PKV wechseln. Wer in eine PKV wechselt, kann nur in ganz bestimmten Ausnahmefällen zurück in die GKV wechseln.

Einige Unterschiede:

GKV: • Familienangehörige ohne Einkommen sind meist kostenlos mitversichert

• die Beiträge sind vom Einkommen abhängig (bei niedrigem Einkommen oder überraschend gesunkenen Einkommen ein Vorteil)

• die Leistungen sind bis auf das Krankengeld für alle Versicherten gleich

• die Krankenkasse prüft die Leistungserbringer (nicht die Versicherten)

• die Leistungen werden von der Krankenkasse direkt an den Leistungserbringer bezahlt

PKV: • für jeden Angehörigen sind Extra-Beiträge zu zahlen (z.B. Neugeborene oder der arbeitslos gewordene Ehegatte)

• die Beiträge sind unabhängig vom Einkommen (z.B. auch bei Arbeitslosigkeit, als Rentner, in Elternzeit); bei lebenslang hohem Einkommen ein Vorteil

• die Versicherten erhalten eine Privatrechnung: die Versicherung prüft diese Rechnung und der Versicherte erhält nur Leistungen, die das Maß des Notwendigen nicht übersteigen, erstattet. Der Leistungserbringer hat aber dennoch gegenüber dem Patienten Anspruch auf Bezahlung.

• evtl. Mahnungen vom Leistungserbringer erhält der Versicherte.

• in der PKV enthalten viele Tarife einen Selbstbehalt, d. h. Leistungen werden nur erstattet, wenn alle Leistungen zusammen in dem Jahr diesen Selbstbehalt übersteigen (z.B. 500 oder 1000 Euro).

• die Leistungen in der PKV ist nach Tarifen eingeteilt: wenn man bestimmte Tarife mit weniger Leistungen gewählt hat oder bestimmte Zusatztarife nicht gewählt hat, fehlen unter Umständen wichtige Leistungen: z.B. Kuren/Reha, Psychotherapie, Hilfsmittel. Ergotherapie, kieferorthopädische Behandlung, Hebammenhilfe, Taxifahrten ....

Vielleicht interessant:

http://www.focus.de/finanzen/versicherungen/krankenversicherung/tid-5429/kranken...

.bundderversicherten.de/app/download/BdV-PKV-Broschuere.pdf

Noch Fragen?

Gruß

RHW

Hallo, die von TashunkeWitko empfohlene Tabelle ist in wesentlichen Punkten richtig, jedoch sind einige Kritikpunkte anzumerken.

Unter der Rubrik "Familie" wird zwar gesagt, dass Ehepartner und Kinder separat zu versichern sind, verschwiegen aber wird, dass dies u.U. ganz schön teuer werden kann, insgesamt ggf. sogar teurer als der Familenbeitrag in der GKV.

Bei "Kosten und Abrechnung" wird richtigerweise hingewiesen, dass der Beitrag auch von der Gesundheit abhängt. Auf die Möglichkeit von Risikozuschlägen oder sogar Ausschlüssen wird nicht hingewiesen.

Bei "Perspektive im Alter" wird die Problematik über eine Mitgliedschaft in der KVdR geschwiegen. Und wer will schon im Alter nur noch die Leistungen wie ein GKV-Mitglied erhalten, dafür ist er/sie doch früher in die PKV gewechselt.

Dies sind in der Kürze die wichtigsten Differenzen, die von Vermittlern gerne verschwiegen werden.

Naja, das ist eine Bewertung. Die aber auch die Vorteile verschweigt, die sich per se aus dem völlig anderen Ansatz ergibt. Wie die Historie zeigt, ist die GKV dauerhaft lediglich ein Modell der Grundversorgung und nicht von individuellen Anforderungen.

Insofern nicht zwingend von Mehrwert für ein Referat geeignet.

@JakomoSL

dem stimme ich zu, die vorgeschlagene Tabelle ist aus meiner Sicht aber eine einseitige Betrachtung zugunsten der PKV. Sie erscheint auf den ersten Blick hin neutral, verschweigt aber wesentliche Punkte, die bei einer neutralen Betrachtung durch ein Referat auch Berücksichtigung finden sollten. Schließlich will der Anbieter dieser Seite ja (s)eine PKV verkaufen, seine Neutralität in der Beratung ist damit ja nicht gewahrt. Es ist oftmals auch davon auszugehen, dass das Wissen um die KVdR nicht gegeben ist. Wenn es es wüsste und dann verschweigt wäre es sogar noch schlimmer.

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