Was ist eine Kündigungsfolgevereinbarung? Sperre?

4 Antworten

Eine eintaegige Kuendigungsfrist kann es auch waehrend einer Probezeit nur geben, wenn das Arbeitsverhaeltnis einem Tarifvertrag unterliegt, der eine eintaegige Kuendigungsfrist vorsieht. Tarifvertraege mit einer derart kurzen Kuendigungsfrist sind allerdings sehr selten. Einzelvertraglich kann eine eintaegige Kuendigungsfrist hingegen nicht wirksam vereinbart werden.

Sofern das Arbeitsverhaeltnis deines Freundes keinem entsprechenden Tarifvertrag unterliegen sollte, wird das Arbeitsamt also von einer fristlosen Kuendigung aus wichtigem Grund ausgehen. Dieser kann dann aber nur in der Person des Gekuendigten liegen und somit kann dann auch nur der Gekuendigte selbst die Arbeitslosigkeit verschuldet haben. Eine Sperre beim ALG waere somit wohl unvermeidbar.

Solange keiner davon erfährt - kein Problem. Es wäre hilfreich, eine Kopie aufzubewahren, in der vermerkt ist, dass die Folgevereinbarung NUR für den Betriebsrat, also NICHT für Arbeitsamt/ Jobcenter bestimmt ist. Ich denke aber, es ist im Interesse von Freund und AG, dass ein solches Arbeitsverhältnis mit möglichst wenig Stress beendet wird und deshalb keine Probleme entstehen - sonst hätte sich der Chef ja auch geweigert, selbst zu kündigen...

Es wäre hilfreich, eine Kopie aufzubewahren, in der vermerkt ist, dass die Folgevereinbarung NUR für den Betriebsrat, also NICHT für Arbeitsamt/ Jobcenter bestimmt ist.

Womit dann ein Dokument erstellt wuerde, das die Betrugsabsicht von Arbeitnehmer und Arbeitgeber gegenueber der Arge eindeutig beweist. Warum um Himmels Willen sollte der Arbeitgeber da mitmachen? Was haette er davon?

Mit der bisherigen Vereinbarung sichert sich der Arbeitgeber lediglich gegen eine auf Einhaltung der Kuendigungsfrist gerichtete Kuendigungsschutzklage ab. Mit einer Erklaerung, diese Vereinbarung der Arge nicht zugaenglich machen zu wollen, erklaert er aber ausdruecklich seine Absicht, an dem geplanten Sozialbetrug mitwirken zu wollen.

Die Sperre wird folgen,denn das Amt informiert sich beim Arbeitgeber nach dem Grund der Kündigung,und der wird wahrheitsgemäß antworten,dass die Kündigung auf Wunsch des Arbeitnehmers erfolgte.

Nee. Da in der Probezeit ohne Angabe von Gründen gekündigt werden kann, sollte das Arbeitsamt keine Fragen stellen und natürlich auch nicht erfahren, dass da auf eigenen Wunsch gekündigt wurde. Is klar.

Danke. Das vermuten wir auch. Klar, dass er es dem Amt nicht sagt, mit der Kündigungsfolgevereinbarung ;) Also ist sicher eine faire Sache vom AG, ihm da entgegen zu kommen. Ein Grund wurde in der Kündigung auch nicht angegeben.

@sappy1994

Die Arge wird von dir und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch vom Arbeitgeber eine Erklaerung verlangen, warum das Arbeitsverhaeltnis ohne Einhaltung der Kuendigungsfrist gekuendigt wurde (sofern die Kuendigungsfrist tatsaechlich nicht eingehalten wurde). Spaetestens an diesem Punkt wird der Arbeitgeber allein schon zum eigenen Schutz erklaeren, dass er dir auf deinen eigenen Wunsch gekuendigt hat.

@DerCAM

Es sei denn, im Vertrag steht, dass die Kündigungsfrist innerhalb der Probezeit nur einen Tag beträgt.

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