Was ist der Unterschied zwischen Fonds und Aktien?

5 Antworten

Hallo dreamgirl93,

das ist eine Frage die immer aktuell ist.

Fonds investieren breit gestreut in viele verschiedene Anlageformen - dazu zählen

auch Aktien.

Aktien sind erst einmal börsengehandelte Unternehmensteile. Wenn Du also eine Apple-Aktie kaufst, gehört Dir ein kleines Stück vom Unternehmen.

Nun ist es risikoreicher Aktien zu kaufen, weil es immer nur ein Unternehmen ist.

Ein Fonds investiert in verschiedene Aktien. Damit wird das Risiko schon einmal gestreut – ob nun in verschiedene Länder oder auch Branchen. Dabei profitierst Du vom Know-How des Fondsmanagers in seinem Spezialgebiet.

Wieder das Beispiel Apple: In einem Aktienfond mit dem Schwerpunkt USA oder mit dem Schwerpunkt amerikanische Technologieaktien wird sehr wahrscheinlich Apple auch vertreten sein.

Wenn der Fondsmanager sein Fachgebiet gut kennt, hat er aber vielleicht auch schon die nächste Apple mit in dem Fonds.

Ich wünsche Dir erfolgreiche Investments – am besten mit einer guten Mischung aus einzelnen Aktien und breit streuenden Fonds,

Heiko Böhmer 

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Eine Aktie ...

verbrieft einen Anteil an einem Unternehmen.

lässt Aktionäre über die Hauptversammlung mitbestimmen.

gibt es in verschiedenen Gattungen: Stammaktien garantieren Stimmrecht, Vorzüge mehr Dividende.

Fonds ...

kaufen Investitionsgüter und verbriefen diese in Form von Fondsanteilen.

offene Investmentfonds bieten täglich Zugang zum Investitionskapital, geschlossene nicht.

Investments in offene Investmentfonds sind Sondervermögen und gegen Insolvenzen geschützt.

Quelle: Böhms Börsenlexikon

Eine Aktie ist ein Anteilsschein an einem Unternehmen.

Der Inhaber einer Aktie ist Miteigentümer einer Aktiengesellschaft. Er erhält ein Stimmrecht bei der jährlichen Hauptversammlung und Anspruch auf die anteiligen Gewinnausschüttungen, die so genannte Dividende. Im Vordergrund eines Aktienerwerbs steht allerdings die Spekulation auf Kurssteigerungen, die von Erwartungen auf die künftige Wertentwicklung des Unternehmens abhängen.

Fonds

Der Begriff umschreibt allgemein einen Geldmittelbestand für bestimmte Zwecke, auch Sondervermögen genannt. Früher sprach man auch von Reservefonds. Heute dagegen sind meist Investmentfonds gemeint, in denen Kapital von Anlegern gesammelt und gezielt von Fondsmanagern in Wertpapiere angelegt wird. Die Anleger erwerben Investmentzertifikate, die sie als anteilige Miteigentümer am Sondervermögen des Fonds ausweisen. Die wichtigsten Fondsarten sind Aktienfonds, Rentenfonds und Immobilienfonds.

http://www.ihre-vorsorge.de/Lexikon-Fonds.html

Es gibt auch die stimmrechtlose Aktie: Vorzugsaktie. Üblicherweise ist bei ihr die Dividende höher als bei der Stammaktie.

@tradaix

Einen Anspruch auf eine Dividende gibt es übrigens nicht.

Wie oben, ein Abriss der Geschichte: Heutzutage hat ein Anleger die Qual der Wahl, in welche der zahlreichen Anlageformen er investieren möchte. So kann er beispielsweise zwischen Investmentfonds, Aktienfonds, Capital Venture, Windfonds, Medienfonds, Schiffsfonds, geschlossenen oder offenen Immobilienfonds etc. ganz nach seinem persönlichen Geschmack, bzw. seinen finanziellen Möglichkeiten wählen.

Doch wer weiß schon, wo die Wiege der Investmentbranche steht, bzw. wo sie ihren Ursprung hatte?

Fakt ist, dass bei Nennung des Wortes "Investment" dem Insider unweigerlich die Namen der größten noch existierenden Investmenttrusts wie z. B. Baring, Schroders, Merrill & Lynch, Pioneer, Putnam, Templeton, Fidelity bzw. die Namen ihrer Gründerväter präsent sind.

Fest steht, dass im Jahre 1762 die Gebrüder John und Francis Baring (Söhne von John Baring, einem Bremer Pastorensohn) in London die erste Merchant Bank gründeten. Das heute noch bestehende Unternehmen legte 1957 den ersten Investmentfond auf, und betreibt seit den 1950er Jahren Asset Management. Im Jahre 1804 wurde Schroders in London von den Söhnen einer Hamburger Kaufmannsfamilie gegründet und ist heute eine der angesehensten Vermögensverwaltungsgesellschaften der Welt mit einem Spitzenplatz im Ranking der besten Fondsgesellschaften. Anno 1868 entstand der "Foreign & Colonial Government Trust" (F&C), die wohl erste "richtige" Fondsgesellschaft, die noch heute existent ist. In den Gründungsverträgen ist das primäre Ziel der Investmentgesellschaft - sinngemäß übersetzt - wie folgt festgesetzt: "Das Ziel der Gesellschaft ist es, den kleinen Sparern dieselben Vorteile zu verschaffen wie den Reichen, indem das Risiko durch die Streuung der Kapitalanlage auf eine Vielzahl verschiedener Aktien vermindert wird." Der Gedanke, welcher dahinter stand, ist im Prinzip einfach. Wirft man Geld von vielen Anlegern in einen gemeinsamen Topf (Fonds), so ist die Position auf dem Kapitalmarkt eine andere, als wenn jeder Anleger für sich kleine Beträge anlegen würde. Die Fondsgesellschaft tritt dabei im eigenen Namen, jedoch auf fremde Rechnung auf, da sie schließlich fremdes Geld verwaltet bzw. in unterschiedliche Anlageobjekte investiert.

Die erste amerikanische Investmentfondsgesellschaft war der "Boston Personal Property Trust", welcher 1894 gegründet wurde. Im Jahre 1915 gründet Charles E. Merrill das Unternehmen "Merrill & Lynch". Ein paar Jahre später, anno 1924, ruft Philip L. Carret den "Pioneer Fund" ins Leben. Die Amerikaner erlebten nach Beendigung des I. Weltkrieges eine wirtschaftliche Expansion per exelence, welche durch den Börsencrash vom 25. Oktober 1929 ("Schwarzer Freitag") vorübergehend ein jähes Ende nahm. Doch bereits wenige Jahre später, im Jahr 1937, gründete George Putnam (erstellte den ersten Mischfonds) den "George Putnam Fund of Boston". Sein Urgroßvater Samuel Putnam - damaliger Richter am obersten Gerichtshof von Massachusetts - legte im Jahr 1830 den rechtlichen Grundstein für eine verantwortungsvolle Vermögensverwaltung mit Namen "The Prudent Man Rule", in welchem geschrieben steht: "ein Treuhänder möge Fremdvermögen mit der selben Sorgfalt verwalten, als ob es sein eigenes wäre".

Im Jahre 1940 ging Templeton (Gründer Sir John Templeton) an den Start (1947 wurde Franklin gegr., 1954 der "Templeton Growth Fund" und 1992 der Zusammenschluss "Franklin Templeton Investments").

1946 rief Edward C. Johnson II "Fidelity Management & Research" (FMR) ins Leben, im Jahre 1969 "Fidelity International Limited" (FIL).

Die Investmentwelle schwappte Anfang der 1920er Jahre auch auf Deutschland über. Im Jahre 1923 wurde der "Zickertsche Kapitalverein" durch den deutschen Vermögensverwalter Hermann Zickert in Königswusterhausen / Berlin gegründet. 1926 gründete sich die "Bayerische Investment AG" . in den Jahren 1931 respektive 1932 wurden jedoch beide Unternehmen wegen z. T. leichtsinniger Anlagestrategie liquidiert. Das sich die Investmentidee in Deutschland erst nach dem zweiten Weltkrieg etablierte hat unter anderem ihre Gründe im Scheitern der beiden Investmentgesellschaften, der damaligen grasierenden Kapitalknappheit, sowie der damals hohen steuerlichen Belastungen der Investmentfonds gegenüber einer Direktanlage.

Erst als sich die "Allgemeine Deutsche Investmentgesellschaft mbH" /ADIG) im Jahre 1949 aus vier Banken in München als erste deutsche Kapitalanlage - Gesellschaft gründet, ändert sich dieses. Ein Jahr später werden durch ADIG die beiden ersten deutschen Fonds (FONDRA und FONDAK) aufgelegt. Der eigentliche Durchbruch gelang der Investmentbranche aber erst 1957, als das Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften verabschiedet wurde.

Ergänzend sei noch erwähnt, dass bereits im 18. Jahrhundert der Holländer Abraham van Katwich zwei mehrfache Maßeinheitsfinanzierungsgesellschaften (Eendracht Maak Magd 1774 u. Concordia Res Parvae Crescunt 1779) gründete, sowie in den Jahren 1822 in Belgien ("Société Générale des Pays-Bas" / Brüssel) und 1849 in der Schweiz ("Société Civile Génêvoise d'Emploi de Fonds") fondsähnliche Gesellschaften installiert wurden.

Aktien sind Anteile an eine Unternehmen. Genaugenommen Unternehemsnbeteiligungen. Sie sind am Gewinn und Verlust des Unternhemens beteiligt.

Aktienfonds kann man sich besten vorstellen als einen großen Topf, in den Anleger Ihr Geld einzahlen. Das Fondsmanagement, kauft dann für dieses eingesammelte Kapital interessante Aktien. Der Topf ist die Kapitalanlagegesellschaft (Fondsgesellschaft). Diese Kapitalanlagegesellschaften sind spezielle Kreditinstitut, deren Geschäftszweck es ist im eigenen Namen für die Anleger Aktien zu erwerben. Das eingesammelte Kapital wird als Sondervermögen verwaltet. D.h. es ist vom Vermögen der Kapitalanlagegesellschaft getrennt. Würde also im Falle einer Insolvenz der Kapitalanlagegesellschaft nicht mit in die Insolvenzmasse einbezogen werden. Dies bedeutet eine hohe Sicherheit für den Anleger

Was möchtest Du wissen?