was ist der unterschied zwischen arithmetisch degressiv und degressiver Abschreibung?

2 Antworten

In der arithmetisch degressiven Abschreibung ist ebenfalls der Abschreibungsbetrag anfangs höher und nimmt mit fortschreitendem Alter ab.

Anders als bei der klassisch degressiven kommt der Restbuchwert aber in einem endlichen Zeitraum und dann auch ziemlich genau passend auf null.

Zunächst musst du mit der Gaußschen Summenformel und der voraussichtlichen Nutzungsdauer die Teilersumme ermitteln. 

Bei zehn Jahren sind das 1 + 2 + 3 + 4 + 5 + 6 + 7 + 8 + 9 + 10 = 55

Bei Anwendung der Summenformel geht die Berechnung weitaus einfacher - google das!

Nun werden die AHK durch die Teilersumme geteilt. Dieser Betrag multipliziert mit der Restnutzungsdauer ergibt die Abschreibung für das jeweilige Jahr.

Beispiel: AHK 5.500,- ND 10 Jahre. Teilersumme: 5.500,- / 55 = 100,-

Im ersten Jahr werden 10 * 100,- = 1.000,- abgeschrieben.

Im zweiten Jahr werden 9 * 100,- = 900,- abgeschrieben. 

Im letzten Jahr werden 1 * 100,- = 100,- abgeschrieben und der RBW macht eine Punktlandung auf 0,-.

Die arithmetisch degressive (ugs. auch "digitale") Abschreibung verbindet die beiden erwünschten Effekte der degressiven und linearen: Dynamische Abschreibungsanpassung entsprechend eines Vermögensgegenstandes mit abnehmenden Wertverlustes und überschaubare Abschreibungsdauer und sauberes Erreichen der Null.

Sie kann handelsrechtlich angesetzt werden, wenn dies wirtschaftlich begründbar ist. 

Sie ist steuerrechtlich nicht anwendbar und führt daher bei handelsrechtlicher Anwendung regelmäßig zu latenten Steuerdifferenzen. In der KLR ist eine Überleitrechnung notwendig. 

Gut erklärt. DH!

Das ist im Grunde egal.

Im Deutschen Steuerrecht ist nämlich die degressive Abschreibung seit mehreren Jahren nicht mehr zugelassen.

Und wenn Dich die Vergangenheit interessiert: Unter Google wirst Du Antworten finden.

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