Was hält ihr von Jemandem, der nicht arbeiten will und trotzdem (logischerweise) Geld braucht?

18 Antworten

da muss man dann schon noch differenzieren, ob es leute sind, die genrell bereit sind, ihren anteil zur gesellschaft beizutragen und einfach nicht wirlluch können. dazu bedarf es nicht mal einer körperlichen behinderung. eine handfeste depresion reicht da auch. ich kenne jemanden in meinem unmittelbaren umfeld.

eben solchen die es einfach nicht anders gelernt haben, sprich harz IV empfänger in 2. bald 3. generation

und solchen die wirklich ganz bewusst einfach auf kosten der gesellschaft leben...

für den ersten fall hilft es, wenn man den besagten leuten hilft, wenigstens teilweise sich wieder einzugliedern. das hilft nicht nur ihnen selbst, sondern eben auch der gesellschaft, so dass sie wenigstens zum teil wieder zu ihrem lebensunterhalt selbst beitragen.

bei zweiteren kann man nur hoffen, dass sich jemand ihrer annimmt und ihnen einfach mal zeigt, wie schön es sein kann, auf eigenenen füßen zu stehen.

und im letzten fall: da hilft leider nur, zu versuchen den besagten leuten ordentlich feuer unterm hintern zu machen.

das problem dabei ist, diese drei sorgenkinder auch wirklich sauber von einander seperieren zu können, zumal die übergänge auch teilweise fließend sind.

m.E. sind übrigens die regelungen für Harz IV weiter optimierungsbedürftig. so finde ich, dass z.B. die personensätze anders zu staffeln sein sollten. je größer ein haushalt ist, desto geringer fällt der tatsächliche bedarf für einzelne personen aus. abgesehen davon finde ich, sollte man schon regionale unteschiede machen. es gibt nunmal regionen in deutschland, da ist das leben einfach billiger. das müsste berücksichtigt werden.

lg, anna

Diese Person scheint krank zu sein. Erschöpfung ist ein Zeichen von Krankheit und sollte von einem Arzt behandelt werden.

Das ist unser Luxusproblem. Früher bei uns und in den meisten anderen Ländern gibts das nicht .. entweder man arbeitet trotzdem oder verliert Wohnung weiss nicht was es morgen zu futtern gibt. Oder er ist echt krank und die Gemeinschaft, das Sozialsystem fängt ihn auf.

Wenn die Gemeinschaft konkrete Personen sind, Geschwister z.B. dann ist der Druck sich nicht hängenzulassen natürlich gross. Wenn es aber eine anonyme Behörde ist und man nur die Diagnose braucht .. ich habe Burnout. Dann gibts eben viele die sich so auf Kosten der Allgemeinheit erholen.

Da ich diese Situation nur zu gut kenne, würde ich dem jenigen dabei helfen eine Arbeit zu finden.

Wenn man sich weigert, würde ich veruschen den jenigen zu überreden.

Nun was soll man davon halten. Klar kann man die Person als faul darstellen oder sich drüber ärgern, weil man ggf. als Arbeitender mit dafür aufkommen muss. Normal sind die Systeme, die wir uns da geschaffen haben aber eh nicht und das Leute damit inkompatibel sind oder gar psychische Krankheiten entwickeln wundert einen da doch auch nicht.

Wir verkaufen quasi 5-6 Tage der Woche für ein paar Euro, um uns 1-2 Tage zu erholen, um die nächsten 5-6 Tage wieder voll durchpowern zu können und das ziehen wir dann durch bis wir alt und gebrechlich sind und auf den Tod warten. Nebenbei gibt es ein wenig Hedonismus um sich zu betäuben oder zu bespaßen.

Ist alles nicht wie in früheren Zeiten, wo Leute in kleineren Gruppen zusammen gelebt haben und die Arbeit einen Sinn hatte, direkt für jemand anders war und man auch was Gleichwertiges zurückbekommen hat.

Heute wird der Angestellte ausgepresst wie eine Zitrone, arbeitet nicht, weil er es für einen fairen Tausch hält, sondern aus Existenzangst oder gesellschaftlichen Druck und Sinn sieht er auch immer weniger, zumal viele Prozesse so fein unterteilt und spezialisiert sind, dass man quasi nur noch ein Roboter ist der monoton die gleichen Handgriffe Tag ein, Tag aus durchführt. Klar unterscheiden sich Berufe auch extrem aber für viele ist das die Normalität.

Wirklich ein Problem damit habe ich nicht. Kann mir zwar nicht vorstellen selbst davon abhängig zu sein, solange ich noch halbwegs gesund bin aber letztlich lande ich vermutlich spätestens zur Rente auch in so Systemen, wie viele bei denen die Rente nicht reichen wird. Und ja wenn es ein BGE geben würde, dann würde ich sicherlich auch aus dem Angestelltendasein verschwinden, ggf. selbstständig was probieren.

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