Was für eine 5 Meter Wand setzt man auf Estrich?

Unser Boden - (bauen, Architektur, Bau)

7 Antworten

Ist unter dem Estrich Styropor drunter oder nicht? Soll die Wand tragend sein oder nicht? Falls es eine tragende Wand werden soll, dann empfehle ich - unbedingt ein Fundament unter der Bodenplatte zu errichten, was kostenintensiv ist. Eine Wand - ob tragend oder nicht, würde ich nicht auf den Estrich stellen, wenn da Styropor drunter ist. Falls es keine tragende Wand sein soll, also eine z.B. 11,5er Wand oder noch dünner, in wie weit die dann bei dieser Höhe ausgesteift werden muss - und wie, das kann euch nur ein Statiker beantworten.

Ich habe das Bild erst jetzt gesehen. Es ist zumindest kein Styropor drunter.

@pharao1961

Genau, kein Styropor. Erst kommt Erde, dann so was wie eine sehr dünne Betonsohle, dann eine Art schwarze verdichtete Nivelliermasse, vielleicht 2 cm, dann der Estrich. Die Halle ist schon seeehr alt.

@GuckstDuHier

Ja, so wie` s aussieht ist sie wirklich alt... :-)

Das Schwarze... könnte das Gussasphalt Estrich sein? Hat man in den 70ern mal öfter gemacht.

Je älter der Beton, desto härter ist er. Aber bei Mauerwerk mit womöglich 5 m Höhe dürften wir raus sein. Oder man muss grundsätzlich weg von den mineralischen Baumaterialien, um Gewicht einzusparen.

Aus was besteht denn die Halle und wie wurde der Untergrund unter dem Estrich verdichtet,es sieht auf dem Bild ja aus,als würde da gar kein Frostschutz eingebaut sein ?

Aber bei 3 cm Estrich wird es mit dem Gewicht wohl sehr eng werden,egal ob man Ziegel verwenden würde oder eine Wandschalung stellt und selber bewehrt und betoniert.

Das könnte man dann vor Ort prüfen,ob der Untergrund genügend Tragfähigkeit ( verdichtet ) besitzt oder ein Streifenfundament notwendig ist,aber auf jeden Fall muss man dafür sorgen,dass die Wand links und rechts in angemessenen Abständen verankert wird.

Wenn wir Wände aus Beton gestellt haben,dann hatten wir min. 20 cm Frostschutz eingebaut und min.15 cm Beton mit Bewehrung,darauf wurden dann Wände aus Beton gestellt,ca. 10 - 15 cm stark und zwischen 2,65 m - 2,80 m hoch und ca. 5,00 m länge.

Wie jetzt... 20 cm Frostschutz? 

IGEL999 hat recht; es ist überhaupt kein Problem, eine "Knauff-Wand" zu montieren. Da auf der anderen Seite eine Küche entsteht, sind die grünen Platten erforderlich und wegen der hohen Knickhöhe muß die Montage unbedingt von einer Fachfirma durchgeführt werden, so'n kleiner Alleskönner, möglichst noch schwarz (o.R.= ohne Rechnung) hilft da nicht weiter. In jedem Fall ist eine derartige Ständerwand, die dann ja nicht mehr verputzt werden muß schneller zu erstellen und kostet weniger. Brand- und Schallschutz sind ebenfalls kein Problem.


5m hohe Innenwand – Wie ausführen auf 30mm Estrich?Die Frage mag ich.... Kann man schön mal wieder rumspinnen! Man sehe mir den Roman nach, den ich da grad verfasst hab.... ;)

Erste Grundfrage - Warum Mauerwerk? Braucht ihr denn Luftschalldämmung?

Selbst bei dem "Leichtgewicht" Gasbeton (Festigkeitsklasse 2) kommste bei einer 4x5m-Wand mit 11,5er Dicke (bei der Höhe ziemlich wenig!) locker über eine Tonne Gewicht. (2,3 m³ mit 5 kN/m³). Das ist schon ziemlich viel Lastabtrag für 0,46 qm Wandgrundfläche - auch wenn es eine Streifen- und keine dynamische Last ist. Das bedeutet eine Lastannahme von 25 kN/m² im Estrich unter der Wand. Auf 30 mm Estrich. (Nutzlast bei 35mm ist in der DIN glaub ich bei 2 kN/m²). Wahrscheinlich kommt ihr bei einer Mauerwerkslösung nicht um ein Aufflexen des Estrichs drumrum. Dann biste die Probleme aber auch alle los und du kannst auf dem neuen Fundament "alles" machen.

Sockellösung evtl. möglich?

Wenn man die gesamte Teeküche auf einen Sockel stellen würde, der den Lastabtrag der auf ihm plazierten Wand viel flächiger gestalten könnte, ändern sich natürlich alle Vorzeichen. Schon bei 50 cm Versprung der zu stellenden Wand von der Außenkante des Sockels reduzierte sich der Lasteintrag auf etwa 2,5 kN/m². Blöd wäre natürlich die Stufe/fehlende Barrierefreiheit der Teeküche...

Leichtbauwand als Alternative – Leicht und hoch belastbar

Was ich machen würde: Leichtbauwand mit Metall-U-Profilen und/oder Holzbalken zum flächigen Lastabtrag auf dem Estrich (Holz dürfte billiger sein). Die Küchenmöbel kann man ja easy mindestens teilweise abständern, die müssen ja nicht zwingend komplett hängen. Wobei eine normale Gipsfaser-Schraube in 12,5 mm Fermacell mit jeweils 50 kg belastbar ist. Selbst wenn ein Schrank mit Inhalt also 50 kg wöge, könnte man ihn mit 2 Schrauben bequem aufhängen und noch ordentlich vollräumen. Irgendwo in der Fläche. Wenn man eh ne Einbauküche macht, kann man zur Not auch direkt in die Ständer in der Wand schrauben (ggf. Holzstiele stellen!). Zudem kann man Gipsfaserplatten auf einfachste Weise aufdoppeln, weil man überall schrauben kann.

Beplankung variieren – Gewicht einsparen, Stabilität erhöhen

Alternativ kann man mit OSB- oder ähnlichen Plattenbeplankungen noch höhere Belastbarkeiten herstellen, wobei das Gewicht noch geringer wäre als bei mineralischen Baustoffen wie GK oder GFP. Allein der Preis wäre bei hochwertigeren Baustoffen ein anderer: Pro vollflächiger 20qm-Schicht GFP muss man mit 110 Euro brutto rechnen, bei einem Gewicht von jeweils 248 kg. Die Unterkonstruktion wird nicht mehr als 100 kg (6 Stiele (~75cm Bundmaß) bei KVH-Ausführung + lastverteilende Fußpfette) wiegen, eine etwaige Mineralwolledämmung (bei ~0,01 kN/m²/cm) wöge nach meiner Rechnung noch mal gut 100 kg.

Reduzierung der 'schweren' Wandfläche durch Zwischendecke o.ä.

Da gibt es gleich mehrere Denkansätze. Was eine einfache Möglichkeit wäre, ist das Einplanen eines kleinen Bodenraumes über der Teeküche. Die Wände hören einfach bei 2,5m auf – eine Decke wird vorgesehen – fertig. Dann wird man die für so einen kleinen Raum ungemütliche 5m-Deckenhöhe auch praktischerweise los - und spart dabei noch Material und und somit Gewicht. Wenn der Boden nicht genutzt würde, könnte man ihn alternativ mit einer nicht begehbaren und noch günstigeren Staubschutzdecke versehen. Fertig. Billiger, leichter, schöner. :) Den „Totraum“ kann man dann ja z.B. als Displayfläche für Kunst oder Produkte (z.B. dramatisch belichtet) nutzen. ;)

Vielleicht sollte man die „Teeküche“ ganz anders 'denken'. Nämlich als architektonisch „hochmodern konzipierten“ Cubicle – also einen völlig autarken Nutzungs-Kasten, der in sich eine Einheit bildet, die keine konstruktive Verbindung zum Rest des beherbergenden Gebäudes braucht. 'Denken' ja, Ausführen wegen der Wasser- und Elektroinstallation natürlich fix an einem festen Ort. Eine auf dem Estrich aufliegende Holzbalkendecke würde das Gewicht der auf ihr aufgeständerten Wandkonstruktion auf eine viel größere Fläche verteilen können. Zudem wäre eine thermische Autarkie von der Halle leicht durchzuführen.

Denkbar wäre zudem eine Kombilösung – Unten bis 2,50 m Höhe Trockenbauwand, darüber (bei durchlaufendem Luftraum innen) nur noch eine ganz einfache Lattenkonstruktion mit durchsichtigen/-scheinenden Kunststoff-Platten als loser Raumabschluss ohne größere Funktion. Denkbar wäre ein rollbarer, durchscheinender Kunststoff mit Welle, die vertikal angeordnet wird und locker in 2,50m Breite zu bekommen ist... Staub bliebe draußen, gefühlter Raumabschluss ist auch gegeben. Fertig.

Und wie willst du damit den Brandschutz erfüllen?

@IGEL999

"Den Brandschutz" erfüllen? Was ist denn "der Brandschutz" deiner Meinung nach? Und für welchen meiner obigen Ansätze fragst du das?

Vorab: Fermacell ist mind. Klasse A2, OSB-Platten sind jedenfalls auch mind. bis Klasse B zu kriegen.

Eine Mauerwerkswand benötigt auf einer Höhe von spätestens 3,50 m einen Betonanker. Der wieder zusätzliche Last bringt. Ohne Fundament nicht machbar.

Alternative: GK-Wand mit speziellen Ständern. Schau mal bei www. Knauf .de (absichtlich so geschrieben, sonst wird der Link manchmal gelöscht ;))

Damit dürftest du das Lastproblem gelöst haben. Die Frage ist nach der Länge der Wand (4,00 m) und woran sie befestigt werden kann. Und wie die Befestigung aussieht.

Und bitte den Brandschutz beachten, wenn da Lager dahinter bleibt!

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