Was erfährt der Vermieter von der Bonitätsprüfung?

5 Antworten

Ein Ratenvertrag kann schon die Bonität belasten, und das hast Du mit dem Handy abgeschlossen.

Hast Du vielleicht zusätzlich mal eine Rechnung nicht bezahlt, Mahnungen bekommen...

Bonität bezieht sich ja auf deine gesamtze finanzielle Situation. Wahrscheinlich musstest du auch was zu Einkünften angeben und in diesem Punkt haben die Mitbewerber dann ggf. mehr überzeugt. Oft wird bei Studenten ja auch eine Bürgschaft von den Eltern verlangt.

Dass meine Eltern für die Wohnung bürgern habe ich angegeben. Zu einer Prüfung ihrer Bonität kam es jedoch nicht

@Funktastic

ja, dann auch keine Ahnung. Am Handyvertrag wird es aber nicht liegen.

Ich hatte ein ähnliches Problem bei der Wohnungssuche und hatte nicht wirklich Lust und Zeit mir alle benötigten Dokumente zusammenzukratzen. Dann bin ich auf bonify gestoßen. bei bonify bekommt man eine kostenlose Mieterauskunft für den Vermieter auf der alles drauf steht, was dein zukünftiger Vermieter wissen möchte (Bonität, Gehaltsnachweis, Mietnachweis, ...)

Dort kann man auch nachvollziehen warum die eigene Bonität so ist wie sie ist und fehlerhafte Daten sofort melden. Cool ist auch, dass diese Mieterauskunft kostenlos ist.

du hast kein einkommen, keine sicherheiten, aber einen kredit am laufen.. das reicht doch schon aus... da ist dann doch keine bonität vorhanden...

Die Kreditsumme beträgt 250€ die monatlich innerhalb von 10 Monaten getilgt werden. Wo ist da der Unterschied zu einem Handyvertrag, bei dem man das Gerät 24 Monate abbezahlt?

Einkommen habe ich btw.

Wie so oft, gab es mehrere Bewerber. Nachdem alle das Auswahlverfahren durchlaufen hatten, konzentrierte man sich auf die, die tatsächlich in Frage kommen. Da warst Du noch dabei.

Dann hat man intern eine Rangfolge aufgestellt. Dann hat man überlegt:

Passt die Nase? Passt bei allen

Alle symphatisch? Alle symphatisch!

Wem würde man die Wohnung eher nicht geben? Alle könnten sie gleichermaßen bekommen.

Schwere Entscheidung. Was machen wir? Losentscheid!

Dein Los wurde nicht gezogen. Ein anderer Bewerber wurde gezogen.

Wie sagen wir den anderen Interessenten ab? Mal nachdenken!

Ah - Idee: "Bonität" ist so ein schönes Wort und so allgemein.

Alle haben Bonität (gewisses Einkommen, Bürgschaft, gute Auskunft usw.), aber das muss man nicht weiter erzählen. Also schreiben wir:

" ... aufgrund der Bonitätsprüfung kein Mietvertrag ..."

Vielleicht kam genau so die Absage zustande. Problem ist meistens, dass nur eine Wohnung an genau einen Bewerber vergeben werden kann. Natürlich hätten sie auch schreiben können: Wir haben per Losverfahren unter Ausschluss des Rechtswegs entschieden. Leider wurde Ihr Los nicht gezogen. Das mit der Bonität klingt eben etwas seriöser.

Klingt natürlich alles sehr nachvollziehbar. Aber eben habe ich gelesen, dass die Schufa keine Auskunft über Einkommen/Vermögen gibt.

Dazu kommt noch, dass der Makler den Vorschlag gemacht hat, eine detaillierte Bonitätsprüfung einzuholen und eine Kopie weiter an den Vermieter zu schicken. Der Vermieter sieht ja bei der Prüfung nur die Ampelfarben ohne nähere Informationen. Wäre der Fall wie oben beschrieben, hätte er das doch sicher nicht gemacht, oder?

@Funktastic

Zwischen Makler und Vermieter besteht ein riesiger Unterschied. Makler ist Auftragnehmer des Vermieters. Ein Makler, der noch dazu mit den Bewerbern zunächst allein unterwegs ist, sagt viel, wenn der Tag lang ist.

Er bekommt sein Geld, wenn sein Ziel erreicht ist, also ein guter Mieter gefunden ist. Wenn er also geeignete Kandidaten gefunden hat, wird er bestenfalls mehr als einen Kandidaten für die Endauswahl durch den Vermieter vorschlagen. Er hat Dich als geeigneten Kandidaten identifiziert und wollte daher Dein Interesse unbedingt ganz hoch halten, denn schließlich weiß er nicht, ob Du nicht noch andere Eisen im Feuer hast.

Mit den Informationen und Unterlagen zu den einzelnen Kandidaten der engeren Auswahl geht er zu seinem Vermieter, bespricht die einzelnen Fälle und legt mit ihm die Reihenfolge fest. Da kann dann alles mögliche eine Rolle spielen. Der Makler hat sich vielleicht für eine bestimmte Reihenfolge festgelegt, aber der Vermieter dreht die Reihenfolge um. Da er Kunde ist, kann er das. Der Makler hat dann zwei Aufgaben:

  1. Mietvertrag mit der vom Vermieter ausgewählten Mietpartei abschließen
  2. Den anderen Kandidaten absagen. Wie er das macht, mit welcher Begründung usw., interessiert den Vermieter nicht.

Hat der Makler seine Aufgabe erfüllt, hat eine Mietpartei eine neue Wohnung, er bekommt sein Geld und die abgesagten Kandidaten haben eben Pech gehabt. So ist es nun mal, da eine Wohnung meist immer nur einmal vermietet werden kann.

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