Was darf ein Vermieter fordern?

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Was Vermieter heutzutage alles wollen....da kann man nur staunen.

Dass mittlerweile nicht auch noch ein lückenloser Lebenslauf und ein polizeiliches Führungszeugnis verlangt wird, ist direkt ein Wunder

Schufa ist absolut üblich, Mietzahlungsbestätigungen nicht unbedingt (wollen aber auch einige).

Müssen musst Du gar nichts, aber ggf kriegst Du die Wohnung dann eben nicht - tröste Dich, es gibt auch "normale" Vermieter.

Meiner hat mir damals direkt gesagt, dass er das alles gar nicht haben will, denn wer sage ihm denn, ob ich nicht am nächsten Tag arbeitslos werde und mich in Zukunft völlig überschulde - vernünftiger Mann.

Versuche im Gespräch nicht gereizt zu sein sondern im Zeitalter von Mietnomaden ein bißchen Verständnis mit gestressten Vermietern zu haben - dass Du als Eigentümerin Deiner Wohnung keine Mietnachweise haben kannst, ist ja klar, das sollte also kein Problem sein und lässt sich im Gespräch klären - die Schufa wirst Du allerdings bringen müssen, einmal pro Jahr gibts die übrigens kostenlos.

Wenn da keine Mahnbescheide und Haftbefehle drinstehen und Dein Einkommen stimmt, wirst Du ganz sicher eine Wohnung kriegen - man muss eben immer mit den Leuten vernünftig reden


Meiner Meinung nach verdrehst Du da was:

es gibt auch "normale" Vermieter.

Das ist ein normaler Vermieter.

Meiner hat mir damals direkt gesagt, dass er das alles gar nicht
haben will, denn wer sage ihm denn, ob ich nicht am nächsten Tag arbeitslos werde und mich in Zukunft völlig überschulde - vernünftiger Mann.

unvernünftiger Mann. Selbst, wenn jemand plötzlich arbeitslos wird, der bisher normalen Status lt. Auskünften hat, so ist das Risiko immer noch geringer, wenn er sich die Auskünfte besorgt hat, auf einen zukünftigen Mietschuldner zu treffen, als wenn jemand Auskünfte vorlegt, die voller negativer Einträge sind, kein regelmäßiges Einkommen nachweisen und auch sonst eher Unzuverlässigkeit wieder geben.

In der Regel sucht man sich als Vermieter mehrere Mietinteressenten und sortiert dann aus. Ganz normales Verfahren.

@bwhoch2

Dass man ein regelmässiges Einkommen nachweisen können sollte, habe ich in keiner Weise bestritten, alles andere halte ich für völlig übertrieben, weil es überhaupt keine Aussagekraft hat -  warum, habe ich ja bereits geschrieben.

@dandy100

Hallo nochmal, ich habe richtig Glück gehabt, ich habe eine andere tolle Wohnung gefunden, mit allem was ich gesucht habe. Und die Vermieterin ist eine total nette, die den ganzen Quatsch nicht haben will. Ich bin so glücklich, dass es doch noch Leute mit Vertrauen gibt. ...die andere Wohnung hätte ich auch bekommen können, gab aber doch einige Mängel. Aber es war gut, dass ich hier einige Infos sammeln konnte, danke.

Leider haben Vermieter sehr schlechte Erfahrungen gemacht, die ihnen sehr teuer zustehe kamen. Sehr nette und freundliche Mieter zahlten 1 Miete und dann nichts mehr. Bis man die wieder asu der Wohnung geklagt hat, war man mehrere Tausend Euro los und die Wohnung total ruiniert. Daher verlangen Vermieter heute gesicherte Nachweise, dass man die geforderte Miete auch bezahlen kann. Erkläre doch, dass Dein Eigentum aus bestimmten Gründen verkauft wurde. Gehaltsbescheinigung etc. sind schon erforderlich. Die meisten Vermieter holen aber die Schufa-Auskunft selbst ein.

Die Mieter machen auch schlechte Erfahrungen, wie ist denn da mit der Auskunftspflicht? Selbst wenn die netten Mieter nur eine Miete zahlen, hab der Vermieter in der Regel 3 Monate Kaution. Außerdem ist die Schufaauskunft KEIN gesicherter Nachweis, genau so ist es umgekehrt, dass eine schlechte Schufa kein Garant für Zahlungsausfall ist! Einfach aus dem Grund, weil fast kein privater Vermieter einen schlechten Mieter in die Schufa einträgt, weil er das schlicht nicht kann!

Ich gebe NIE einem Vermieter eine Schufa Auskunft. 1. weil es mir zu blöd ist, weil da eben alles drin steht und ich nicht bereit bin, eine separate für Vermieter zu bezahlen. Außerdem gebe ich dem Vermieter 4x Miete beim Einzug und weis auch nicht, wie der drauf ist. Ich habe auch schon Vermieter erlebt, de sich nicht um Ihre Immobilie kümmern, da muss ich auch Stress in Kauf nehmen und zum Mieterbund gehen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn man nicht bereit ist das alles dem Vermieter zu geben, sucht man einen anderen.

@tolikschatz

Tut mir leid, wenn Du schlechte Erfahrungen gemacht hast, als Mieter. Ich wohne in einem Miethaus seit 1973, habe keine Kaution gezahlt, weil damals nicht üblich, Meine Vermieterin wohnt in Norddeutschland, sie lässt das Haus nicht verkommen, macht sehr korrekte Abrechnungen mit allen Unterlagen in Kopie. In meinem Freundeskreis befinden sich drei Hauseigentümer, die schon Erfahrungen mit Miet-Nomaden gemacht haben. Ein Eigentümer vermietet die Wohnung nun nicht mehr, die Kosten für Instandsezung beliefen sich auf etwas über 15.000 Euro. Gerichtskosten esten extra. 

@Reanne

Das ist richtig. Es gibt schlechte Mieter wie auch Vermieter, keine Frage. Es ist aber doch so, dass die einzigen, die was nachweisen müssen, die Mieter sind. Und wie will man das unterscheiden? Ich bin oft wegen Versetzungen, Jobwechsel umgezogen. Wie will man mich jetzt bezeichnen, Mietnomade oder normaler Mieter? Es gibt Leute mit top Schufa, die aber trotzdem ihre Miete nicht zahlen, und es gibt die mit schlechter Schufa, die aber alles korrekt tun. Den solange in der Schufa kein Eintrag über Mietrückstände drin steht, kannst du es einfach nicht wissen, wie du dran bist mit dem Mieter. Und mit diesen ganzen Unterlagen weißt du es halt auch nicht.

Wie bei der Fragestellerin, sie hat Eigentum bewohnt, jetzt nicht mehr. Da taucht beim Vermieter doch auch die Frage auf, warum. Egal ob sie eine saubere Schufa hat oder nicht. Es kann doch sein, dass die Immobilie belastet war, sie hat es verkauft um die Schulden ab zu bezahlen, evnt. sogar mit einem Eintrag in der Schufa, ist sie dadurch eine schlechte Mieterin?

@tolikschatz

Also wenn mir da so ein Schufaeintrag vorliegt, aus dem hervorgeht das der potentielle Mieter bereits die Eidesstattliche Versicherung abgegeben hat, suche ich mir doch lieber einen anderen Mieter. Dabei ist es völlig wurscht, ob die EV wegen nichtbezahlter Miete oder anderer offenen Rechnungen abgegeben wurde.

Ich arbeite in der Immobilienbranche. Das sind total übliche (sprich "normale") Wünsche der Vermieterin.

Du musst Ihr die Unterlagen nicht geben. Allerdings sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass Du die Wohnung bekommst, mit der Verweigerung der Unterlagen.

Die Vermieterin will nur sichergehen, dass Du eine solvente Mieterin bist, die nicht als Mietnomadin endet.

Die Mietbescheinigung des Vermieters kannst Du Ihr als Eigentümer natürlich nicht geben. Gab es vielleilcht vor Jahrzehnten mal einen Vermieter für Dich, der da aushelfen könnte? Auf jeden Fall macht es Sinn, ihr mitzuteilen, das Du die letzen Jahre in Eigentum gewohnt hast.

Die Vermieterin will sich absichern ist doch normal.
Du musst dem aber nicht unbedingt nachkommen. Gib nur die Infos und Dokumente raus die du rausgeben willst.

Natürlich werden deine Chance auf die Wohnung dann gegen null gehen.

Erstens ist die Schufa kostenlos, zumindest nach & Blablabla. Du mußt nur das richtige Häckchen setzen.

& 34 BDSG, wenn ich richtig geschaut habe.

Wenn du bisher im selbstgenutzten Eigenheim / Eigentumswohnung gewohnt hast, dann kannst du natürlich keine Mietschuldenfreiheitserklärung vom Vermieter bekommen. Weil es keinen Vermieter gibt.

Aber du KÖNNTEST völlig überschuldet sein! Und das würde eben dann (zum Teil) aus der Schufaauskunft ersichtlich sein.

Theoretisch mußt du dem Vermieter alle Auskünfte geben, die er haben will. Warum? Weil ER eine Wohnung HAT, die DU haben WILLST.

Die Auskunft nach §34 BDSG geht andere Menschen absolut nichts An, weil da viel zu viele Details drinstehen!!

@grubenschmalz

Ok. Bei mir steht da nur drin, dass ich Konten habe, zwei Handyverträge und nen Score von 98,14.

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