Was bedeutet: "Zuschläge werden mit übertariflichen Zulagen verrechnet"?

3 Antworten

Du hast ein höheres Gehalt herausgehandelt als der Tarif mindestens vorschreibt. Sollte es Tariferhöhungen geben, steigt dein Gehalt aber erst dann automatisch mit, wenn der Tarif es andernfalls übersteigen würde.

Anrechnungsklauseln enthalten gelegentich Vorschriften darüber, was im Falle von Tariflohnerhöhungen mit bereits zuvor gezahlten übertariflichen Zulagen geschieht.

Anrechnungsklauseln sorgen dafür, dass die übertariflichen Zulagen mit der Tariflohnerhöhung verrechnet werden können.

Beispiel:

tarifliche Zulage 100 € - freiwillige Leistung 110 € - tarifliche Erhöhung um 5 € auf 105 €

Es bleibt bei den 110 € - und zwar so lange, wie die freiwillige Leistung höher ist als die tarifliche.

Wenn der Betrieb freiwillige Zulagen über das arbeits- bzw. tarifvertraglich vereinbarte Entgelt hinaus gewährt,so kann diese Zulage mit einem tariflichen Anspruch oder einer eventuell anstehenden Tariferhöhung verrechnet werden.

Dass heißt,dass tarifliche Anspüche oder Tariferhöhungen erst dann zum Tragen kommen,wenn sie die freiwilligen Zulagen des Arbeitgebers übersteigen.

Freizeitausgleich für Sonntagsarbeit trotz Zulagen und unterschiedlichen Arbeitszeiten für besagten Sonntag?

Hallo,

gerade erst habe ich herausgefunden, dass es für geleistete Sonntagsarbeit einen Freizeitausgleich geben muss innerhalb von 2 Wochen. Gilt das auch dann, wenn man am besagtem gearbeitetem Sonntag den Lohn bekommt und die Zuschläge? Jetzt konkreter: Ich arbeite in einem Krematorium und habe eine vertragliche Wochenarbeitszeit von 41 Stunden in einer fünf-Tage-Woche. Zusätzlich muss ich ca. alle 4-5 Wochen eine Bereitschaft an den Wochenenden machen. Also Samstag und Sonntag. Das bedeutet, ich muss zum einen im Krematorium sein, wenn irgendwelche Bestatter kommen um Verstorbene "anzuliefern" die eingeäschert werden sollen. Zum Anderen muss ich an diesen beiden Tagen die drei Öfen reinigen und warten. Pro Ofen brauche ich ca. 2 Stunden, also insgesamt ca. 6 Stunden. Ich muss an beiden Tagen dort sein, weil einer der Öfen am Samstag noch so warm ist, dass ich an ihm erst am Sonntag arbeiten kann, wenn er etwas abgekühlt ist. Es ist also immer ein Glücksspiel, wie lange ich am Sonntag arbeiten muss. Also auf jeden Fall die zwei Stunden zur Ofenwartung und dann oft noch zwei, drei, vier Stunden um die Bestatter zu bedienen und die Daten der Verstorbenen in den Computer einzugeben. Wenn Samstags schon viele Bestatter kommen, kann es auch sein, dass ich nur einen Ofen schaffe und Sonntags zwei Öfen machen muss, was die Arbeitszeit dann am Sonntag noch mal verlängert. So kann es also sein, dass ich am Sonntag manchmal nur vier Stunden "arbeite" (ich bin ja irgendwie auf Abruf und mein Arbeitgeber bezahlt auch meine Fahrzeit mit dem Auto was pro Strecke auch eine Stunde ist. Also wenigstens 2 Stunden Fahrt und wenigstens 2 Stunden Arbeit, wenn ich "nur" nur einen Ofen zu warten habe)

noch ein paar Sachen zum besseren Verständniss: In der Firma wird nicht gestempelt. Die Zeit die ich aufschreibe, beruht auf Vertrauensbasis.

Ich bekomme 10.69€ brutto die Stunde. An den Wochenenden noch 50€ extra pro Tag. Also pro Wochenende 100 €. Habe ich trotzdem Anspruch auf einen ganzen Tag Freizeitausgleich, auch wenn ich nur 4 Stunden gearbeitet habe? Der Tag ist ja grundsätzlich im Arsch. Oder habe ich dann nur einen Anspruch auf Ausgleich dieser 4 Stunden. (übrigens hat es bisher noch nie geklappt, dass ich nur vier Stunden dort war) Was ist Euer Tipp?

Ach noch was. Mir ist ja eben erst eingefallen, dass ich einen Anspruch auf Freizeitausgleich habe. Kann ich für die letzten von mir geleisteten Bereitschaften auch noch den Anspruch geltend machen. Also z.B noch den aus dem vergangenem Dezember oder Oktober?

Danke für die Antworten

Markus

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Urlaub, Teilzeit, Tarifvertrag?

Hallöchen,

folgendes.

Ein Arbeitsvertrag wird mit folgenden Daten unterschrieben.

Tarifvertrag der Tankstellen und Garagengewerbe

Arbeitszeit 20 Stunden wöchentlich unabhängig von Tarifverträgen.

Jahresurlaub 25 Werktage.

Darüber steht der Urlaub richtet sich nach dem Bundesurlaubsgesetz bzw. nach den tariflichen Bestimmungen, wenn diese in §2 benannt sind. ( in § 2 steht Tarifvertrag der Tankstellen und Garagengewerbe)

Die angegebene wöchentliche Arbeitszeit hat ständig variiert. Einmal hat man mehr als 20 Stunden gearbeitet und musste zwischen 4 und fünf oder auch mal sechs Tage arbeiten. Manchmal arbeitete man auch weniger Stunden in der Woche an nur zwei oder drei Tagen. Dies wechselte kontinuierlich, seit zwei Jahren. Der Betrieb ist 24/7 geöffnet. 365 Tage im Jahr. Die monatliche Arbeitszeit war immer über die vertraglich festgelegten Stunden. Keine festen Arbeitstage weder mündlich noch vertraglich.

Nun ist der Arbeitnehmer zum 31.08.18 aus dem Unternehmen entlassen. Hatte bis zu diesem Zeitpunkt in den Lohnabrechnungen ersichtlich 14 Tage Urlaub abgegolten bekommen. Verbleibende 11 Tage konnten nicht mehr genommen werden.

Der Arbeitgeber sagt dass ein Anspruch auf die restlichen 11 Urlaubstage nicht gegeben sei, da der Arbeitnehmer ohnehin schon zu viel Urlaub hatte beim austreten aus dem Unternehmen.

Wie ist dieser Fall zu behandeln?

Sind die 25 Urlaubstage die im Arbeitsvertrag angegeben nicht bindend?

Wieso hat er jetzt plötzlich nur 14 Tage Anspruch Urlaub im Jahr, & kein Anrecht auf den Resturlaub trotz ausscheiden in der zweiten Jahreshälfte.?

Wäre super kennt sich da jemand wirklich gut aus.

Lg

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