Was bedeutet stets unsere vollste zufriedenheit, ...stets unsere volle zufriedenheit, stets unserer vollen zufriedenheit?

2 Antworten

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Es ist eine Formulierung, die (etwas anders als hier geschrieben) am Ende von Arbeitszeugnissen benutzt wird:
"(Herr X hat) stets zu unserer vollsten Zufriedenheit (gearbeitet)".
In dieser Form (mit 'vollsten') ist es eine sehr wohlwollende Beurteilung.
Wenn statt 'vollsten' nur 'vollen' dasteht, dann ist es als 'gut', aber nicht als 'sehr gut' beurteilt worden.

da steht stets unsere vollste zufriedenheit

@iphones6

Tja, nicht alle beherrschen Deutsch perfekt.

@Tamtamy

sollte das jetzt vollsten heißen :D

@iphones6

Du hast jetzt nur den Schlussteil des Satzes hier zitiert.
Wie heißt denn der ganze Satz?

@Tamtamy

...Die Aufgaben führte sie immer äußerst selbständig, sorgfältig und effizient aus. Ihre Leistungen fanden stets unsere vollste Zufriedenheit.

@iphones6

Ah, okay! Das ist eine sehr gute Beurteilung! (Und stimmt in diesem Zusammenhang auch grammatikalisch).

@Tamtamy

okay perfekt ! bei dem letzten Zeugnis  steht allerdings stets vollen Zufriedenheit, wahrscheinlich weil ich da kurzer Zeit aufgehört hatte und sie nicht genug bild verschaffen konnten.

@iphones6

Gut, dann kennst du dich ja nun aus 'im Geschäft'.

In einem Zeugnis darf der Beurteiler (Arbeitgeber, Schule, etc.) eigentlich nichts Schlechtes über den Beurteilten sagen/ schreiben.

Damit es trotzdem eine einigermaßen realistische Beurteilung gibt, haben sich diese Verklausulierungen durchgesetzt.

Wobei sich als total gesteigerte Form "vollste Zufriedenheit" durchgesetzt hat, obwohl es eigentlich Unsinn ist. Es gibt nicht voller als voll.

Wenn Du "alles" "stets" "zur vollsten Zufriedenheit" getan hast, bist Du topp. Alles, was dieses Bild in einem Punkt abschwächt, schwächt auch Deine Beurteilung ab.

Wenn also da steht, Du hättest etwas "zur vollsten Zufriedenheit" gemacht, aber ohne "stets", dann hast Du nur manchmal etwas "zur vollsten Zufriedenheit" gemacht. Dann gab es Gelegenheiten, bei denen nicht alles "zur vollsten Zufriedenheit" gelaufen ist.

Wenn Du "stets" alles "zur vollen Zufreidenheit" gemacht hast, dann gab es zwar keine Lücken, aber die Aufgaben waren zwar erledigt, aber nicht sonderlich gut.

Wenn "voll" oder "vollst" fehlt, ist die Beurteilung noch katastrophaler.

Arbeigeber-Vertreter haben sogar Tabellen, in die sie die verbale Beurteilung schreiben und die entsprechende Note ausgespuckt wird.

Es gibt aber noch andere Verklausulierungen, die angeblich nicht mehr benutzt werden. Das kann ich nicht sagen, weil mir das z. B. bei meinem Arbeitszeugnis nicht begegnet ist. Eine der bekanntesten Verklausulierungen der Vergangenheit ist, dass jemand, der als "gesellig" beschrieben wird, dem Alkohol sehr zugeneigt sein soll.

Alles andere ist die Beschreibung Deiner Aufgaben, was Du wie zu erledigen hattest.

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