Was bedeutet "schriftlich" im juristischen Sinn?

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Eine Email gilt im juristischen nicht.

Schriftlich bedeutet: schriftlich mit eigenhändiger Unterschrift auf einem Blatt Papier.

Bedarf der Schriftform mit rechtsgültiger Unterschrift. Auf deutsch: Schwarz auf weiß, mit handgeschriebener Unterschrift. Also muss ein Stück Papier her.

Neben dem, was hier schon gesagt wurde geht es bei dieser Vorschrift darum, dass im Konfliktfall etwas "Greifbares" da ist, dass z. B. technisch auf Echtheit geprüft werden kann. Ein Sachverständiger kann z. B. die eigenhändige Unterschrift auf einem Schriftstück untersuchen.

Bei Emails geht das gar nicht, bei Faxen auch nicht.

kurz Nein bisher erkenen die Gerichte das nicht an, bei Faxen weicht die Front so langsam

Arbeitgeber Kündigt... ALG 1 Sperre! Was nun

Hallo liebe gemeinde. Ich hoffe ihr könnt mir Helfen.

Also ich habe im April bei einer Detektei als Ladendetektiv angefangen. Alles gut und schön.

8€ stundenlohn ( ok. das wusste ich) d.h. 1100€ Netto im Monat.

ABER: Anstatt zu den Besagten Einsatzorten (ca. 30KM) musste ich wege von über 100KM ein Weg auf mich nehmen. Am schluss habe ich 600€ Fahrtkosten gehabt und diese wurden mir nicht erstattet. Zudem kommen die anderen Laufenden Kosten wie Miete, versicherungen usw.

Daraufhin habe ich dem Arbeitgeber eine mail geschickt, in dem ich ihm dieses Mitteilte und ihn gebeten mich zu Kündigen. Wir Telefonierten und er zeigte verständnis, sagte das er das nachvollziehen kann.

Am 19.07.13 bekam ich dann die Schriftliche Kündigung in der es heißt:

hiermit Kündigen wir das seid dem 1.4 bestehende Arbeitsverhältnis während der Probezeit zum 1.8.13.

Alles gut und schön.

Jedoch Bekam ich von der Arge einen Brief in dem mir Mittgeteilt wurde, das ich eine vorläufige Sperre von 3 Monaten bekomme, da der Arbeitgeber in der Arbeitsbescheinigung angekreutzt hat : Auf wunsch des Arbeitnehmers!! Die Kündigung sagt was anderes!!!

Ich habe zwar in einer Mail ( umschrieben) darum gebeten, die Kündigung kam aber von ihm. Formgerecht innehalb der Probezeit.

Für die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses ist nach § 623 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) die Schriftform vorgesehen. Eine mündliche Kündigung ist unwirksam. Dies gilt sowohl für die Arbeitnehmer- als auch für die Arbeitgeberkündigung. Von daher muss die Kündigung auf jeden Fall schriftlich erfolgen. Dies wird manchmal übersehen.

§ 126 BGB-Schriftform

(1) Ist durch Gesetz schriftliche Form vorgeschrieben, so muss die Urkunde von dem Aussteller eigenhändig durch Namensunterschrift oder mittels notariell beglaubigten Handzeichens unterzeichnet werden.

Kündigungen per

SMS Fax oder E-Mail

wahren die Schriftform nicht und führen von daher auch nicht zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Das heißt das dass Wurst ist ob ich ihm eine Mail geschikt habe oder nicht.

Er hätte es ja nicht tun müssen, da es eine einseitige willenserklärung ist.

Den chef erreiche ich nicht, und vorbeifahren geht nicht, da dieser in Trier seinen Sitz hat und ich in der Nähe von Gießen wohne.

Ich habe der Arge gesagt, das mir die Kündigung Mündlich ausgesprochen wurde und ich lediglich eine Schriftliche verlangt habe.

Ist die Sperre gerechtfertigt? Was kann ich tun?

Danke schonmal

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