Was bedeutet eine gleitender Neuwert-Versicherung?

5 Antworten

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Hi.

In wenigen Worten ausgedrückt: gleitenden neuwert ist die beste Absicherung die du bekommen kannst.

Denn dieser sagt aus, dass der berechtigte schaden von der Versicherung wieder ersetzt wird. Genauso wie es war. Egal was es kostet.

Im Hintergrund wirst du nicht mal erfahren wie hoch der Wert jetzt ist. Aber sei sicher.. Wie oben genannt wird natürlich bei einem berechtigten Schadensfall das gesamte KostenPaket für saßen Bau übernommen.

Natürlich kann dort eine gewisse Differenz entstehen wenn z.b. abbruchkosten, Sicherungskopien etc. Mit einer Begrenzung in deiner Versicherung verankert sind.

Ich empfehle dir geh zu deinem versicherungsfachmann und lass dich beraten.

Aller 24 Monate ist es sowieso empfehlenswert die Verträge durchzustehen und zu schauen ob so alles in Ordnung ist.

In wenigen Worten ausgedrückt: gleitenden neuwert ist die beste Absicherung die du bekommen kannst.
Denn dieser sagt aus, dass der berechtigte schaden von der Versicherung wieder ersetzt wird. Genauso wie es war. Egal was es kostet.

Erkläre uns doch bitte einmal, was du mit dem "berechtigten Schaden" meinst!

Glaubst du wirklich, dass dein Text für den TE hilfreich ist?

@Apolon

klugscheissern erkläre ich gar nix ;)

Deine Frage kann man pauschal nicht beantworten, denn

  1. kommt es darauf an, ob alle Daten zur  Wohnfläche, umbauter Raum, Wohneinheiten, Nutzungsfläche und Gewerbeanteile korrekt vorliegen.
  2. kommt es darauf an, ob alle benötigen Bausteine, wie Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel, Elementarschäden versichert sind.

In sehr vielen Schadensfällen bei Wohngebäuden stellt man fest, dass der Hauseigentümer Umbaumaßnahmen, Anbauten usw. nicht nachgemeldet hat.

Oder auch, dass falsche Werte für das Gebäude vorliegen.

Und dann zahlt natürlich der Versicherer kein neues Haus, sondern er übernimmt nur einen Teil des Schadens.

Daher sollte man grundsätzlich in Abständen die Gebäudeversicherung, wie natürlich auch alle anderen Sachversicherungen überprüfen lassen.

Auch sind in vielen Altverträgen keine Elementarschäden nicht versichert und daher würde dann auch der Schaden durch das Hochwasser nicht bezahlt werden.

Ein Beispiel dazu:  in der Pfalz hatten wir bis 1994 den Monopol-Versicherer = Landesbrandversicherung Bayern, die keinen Außendienst hatten und daher auch nie eine Überprüfung des Versicherungsschutzes vornahmen.

Bei einem Kunden stellte ich dann fest, der ein 4 stöckiges Mehrfamilienhaus hatte, dass das Risiko Feuer gerade mal für einen Gebäudewert von ca. 250.000 € abgesichert war.  Der Wert des Gebäudes lag bei ca. 480.000 €.

Dass die Brandversicherung bei Totalschaden keine 480.000 € + Abriss des Gebäudes + Dekontaminationskosten zahlen würde, dürfte jedem klar sein.

Wohngebäude werden in der Regel nach einem Schema auf den "Wert 1914" also in Goldmark umgerechnet.

Zu diesem Wert wird dann ein Index festgelegt. Da fließen alle Kostensteigerungen in der Bauwirtschaft ein. Also auch für Reparaturkosten.

Dadurch wird erreicht, dass das Gebäude immer zum Neuwert versichert ist.

Dazu müssen natürlich nachträgliche Um- und Anbauten nachgemeldet werden.

Wenn der "Wert 1914" richtig errechnet wurde, ist gewährleistet, dass bei einem Totalschaden ein gleiches Haus mit gleicher Verwendung am gleichen Ort wieder erstellt werden kann.

Wohngebäude werden in der Regel nach einem Schema auf den "Wert 1914" also in Goldmark umgerechnet.

Dies ist eine Möglichkeit.

Bei vielen Ein- oder Zweifamilienhäuser wird nur noch die Wohnfläche festgehalten.  Wir z.B. bestätigen dann eine Deckungssumme, bis 2.5 Mio. €

@Apolon

Das funktioniert garantiert nicht bei einem Gebäude aus 1764

Frag das bitte den Vertreter/Makler der euren Vertrag betreut. Bei der Gelegenheit sollte auch gleich mal überprüft werden ob die im Vertrag hinterlegten baulichen Merkmale (noch) der Realität entsprechen und ihr könnt auch abklären was überhaupt versichert ist. Dein Beispiel mit dem Hochwasser ist nämlich schon mal nicht immer gedeckt, dafür müssen erweiterte Elementargefahren versichert sein.

Grundsätzlich bedeutet gleitender Neuwert, dass sich die Versicherungssumme (und somit die Prämie) jedes Jahr erhöht (analog des gleitenden Neuwertfaktors, welcher sich u.a. aus dem Baupreisindex ergibt). Dadurch ist sichergestellt, dass die Versicherungssumme den steigenden Kosten in der Baubranche angepasst wird. Aber um wirklich ausreichend versichert zu sein muss die Grundsumme (angegeben in Mark 1914) dem tatsächlichen Wert entsprechen.

Dann muss ich anders fragen:

Wenn man davon ausgeht, dass der Versicherungsfall durch die Versicherung abgedeckt ist und die Grundsumme korrekt ist, dann würde man von der Versicherung so viel Geld erhalten, dass man sich ein gleichwertiges Haus bauen kann?

@Pluton89

Korrekt.

@Pluton89

Gleiches Haus, am gleichen Ort und gleicher Verwendungszweck.

Wenn also eine Kneipe abgebrannt ist, kannst du daraus nicht ohne weiteres ein 4-Familienhaus machen. Dann bekämst du nur einen Teil davon erstattet.

dazu müssten elementarschäden versichert sein

Elementarschäden sind versichert. (sorry, vergessen zu schreiben)

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