Was bedeutet eine Kündigung des Anstellungsvertrages vor Dienstantritt ist ausgeschlossen?

5 Antworten

Arbeitsverträge sind selbstverständlich mündlich gültig, es müssen nur innerhalb von 4 Wochen alle Eckdaten schriftlich festgehalten werden.

Somit solltest du den Job antreten und dann kündigen. Innerhalb der Probezeit beträgt die Probezeit auch nur 2 Wochen.

Wenn Du eine mündliche Zusage gegeben hast, dann ist die bindend - auch ohne schriftliche Fixierung des Anstellungsvertrags. Wenn nicht, dann ist noch kein Vertrag zustande gekommen, solange Du nicht unterschrieben hast.

Allerdings würde wohl auch im Fall einer mündlichen Zusage kein vernünftiger Arbeitgeber auf Deinem Arbeitsantritt bestehen. Fairerweise solltest Du jedoch den Arbeitgeber ehestmöglich über Deinen Entschluss informieren, damit er sich um Ersatz umsehen kann.

wenn Du da eigentlich gar nicht arbeiten möchtest - nicht unterschreiben .... ist die Stelle nur ein Notnagel und Du wartest noch auf etwas besseres???

 Ich habe diesen Vertrag aber bis jetzt noch nicht unterschrieben 

Dann lass es bleiben und nichts passiert.

Diese Klausel wird dann gültig, wenn Du den Arbeitsvertrag unterschreibst. Damit wird Dir dann die Möglichkeit genommen, diesen Vertrag vor Antritt des Jobs zu kündigen. Oft unterschreiben AN einen Arbeitsvertrag, finden aber vor Beginn der neuen Tätigkeit einen anderen AG mit besseren Bedingungen und kündigen vor Arbeitsantritt. Dies wird mit der Klausel, die nach § 307 BGB zulässig ist, verhindert. Normalerweise ist dann auch noch die Höhe einer Vertragsstrafe vereinbart.

Nachtrag: Ich sehe das etwas anders als die anderen Antwortgeber. Was mündlich gesprochen wird ist eines, es besteht aber immer die Möglichkeit, dass nicht alle Details des Arbeitsvertrags besprochen wurden.

Wenn nun die schriftliche Form und alle Klauseln, Vereinbarungen und Bedingungen vorliegen und manches anders da steht als besprochen wurde, manches ergänzt oder weggelassen wurde, gibt es m.M. nach keine Verpflichtung, diesen Vertrag zu unterschreiben und jetzt sag mir jemand, wie sowohl AN als auch AG ihre Ansicht zum Gesprächsverlauf beweisen wollen.

@Petrsch. Ruf dem AG an und teile ihm mit, dass Du den Vertrag nicht unterschreiben wirst, es Die leid tut, ihm die Mühe gemacht zu haben und schick den Vertrag zurück.

@Hexle2

Ich sehe das etwas anders als die anderen Antwortgeber

Nee, ich lieg voll auf Deiner Linie ;-)

@Maximilian112
 ich lieg voll auf Deiner Linie ;-)

Ich auch!

Auch ein mündlich geschlossener Vertrag ist gültig. Es sei denn, du könntest beweisen, dass die schriftliche Fassung von den mündlich getroffenen Vereinbarungen abweicht. Das dürfte aber schwierig werden.

Du kannst also frühestens am 1.4. mit Einhaltung der Kündigungsfrist kündigen, sonst bist du schadensersatzpflichtig. Du müsstest dann wahrscheinlich für die Kosten eines erneuten Stellenangebots aufkommen.

Ja, wenn der AG beweisen kann das diese Klausel mündlich schon vereinbart war dann ist das richtig......

Du müsstest dann wahrscheinlich für die Kosten eines erneuten Stellenangebots aufkommen.

Das halte ich eher für unwahrscheinlich.

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