Was bedeutet eine Kündigung des Anstellungsvertrages vor Dienstantritt ist ausgeschlossen?

10 Antworten

Arbeitsverträge sind selbstverständlich mündlich gültig, es müssen nur innerhalb von 4 Wochen alle Eckdaten schriftlich festgehalten werden.

Somit solltest du den Job antreten und dann kündigen. Innerhalb der Probezeit beträgt die Probezeit auch nur 2 Wochen.

Auch ohne Unterschrift kam mit entsprechend konkreten Vereinbarungen ein Arbeitsvertrag zustande :-)

Der sieht nämlich trotz § 2 NachwG keinesweg vor, dass er schrfitlich geschlosssen werden muss :-O

Den darfst du mit Probezeitvereinbarung am ersten Tag kündigen, andernfalls mit vereinbarter oder gesetzlicher Frist, aber eben nicht vorher. Damit will der AG zuverlässig und mit Schadensersatzanspruch verhindern, dass du ihn ab 01.04. ohne Peronal hängen lässt und dir vielmehr die Stelle nur freihälst, um etwas anderes zu suchen :-)

G imager761

Auch ohne Unterschrift kam mit entsprechend konkreten Vereinbarungen....

Aber das vor Arbeitsantritt nicht gekündigt werden kann ist (vermutlich) erst im Vertrag aufgetaucht der noch nicht unterschrieben ist. Wenn das so ist dann ist der Vertrag auch noch zu kündigen - vor Dienstantritt.

 Ich habe diesen Vertrag aber bis jetzt noch nicht unterschrieben 

Dann lass es bleiben und nichts passiert.

Diese Klausel wird dann gültig, wenn Du den Arbeitsvertrag unterschreibst. Damit wird Dir dann die Möglichkeit genommen, diesen Vertrag vor Antritt des Jobs zu kündigen. Oft unterschreiben AN einen Arbeitsvertrag, finden aber vor Beginn der neuen Tätigkeit einen anderen AG mit besseren Bedingungen und kündigen vor Arbeitsantritt. Dies wird mit der Klausel, die nach § 307 BGB zulässig ist, verhindert. Normalerweise ist dann auch noch die Höhe einer Vertragsstrafe vereinbart.

Nachtrag: Ich sehe das etwas anders als die anderen Antwortgeber. Was mündlich gesprochen wird ist eines, es besteht aber immer die Möglichkeit, dass nicht alle Details des Arbeitsvertrags besprochen wurden.

Wenn nun die schriftliche Form und alle Klauseln, Vereinbarungen und Bedingungen vorliegen und manches anders da steht als besprochen wurde, manches ergänzt oder weggelassen wurde, gibt es m.M. nach keine Verpflichtung, diesen Vertrag zu unterschreiben und jetzt sag mir jemand, wie sowohl AN als auch AG ihre Ansicht zum Gesprächsverlauf beweisen wollen.

@Petrsch. Ruf dem AG an und teile ihm mit, dass Du den Vertrag nicht unterschreiben wirst, es Die leid tut, ihm die Mühe gemacht zu haben und schick den Vertrag zurück.

@Hexle2

Ich sehe das etwas anders als die anderen Antwortgeber

Nee, ich lieg voll auf Deiner Linie ;-)

@Maximilian112
 ich lieg voll auf Deiner Linie ;-)

Ich auch!

Auch ein mündlich geschlossener Vertrag ist gültig. Es sei denn, du könntest beweisen, dass die schriftliche Fassung von den mündlich getroffenen Vereinbarungen abweicht. Das dürfte aber schwierig werden.

Du kannst also frühestens am 1.4. mit Einhaltung der Kündigungsfrist kündigen, sonst bist du schadensersatzpflichtig. Du müsstest dann wahrscheinlich für die Kosten eines erneuten Stellenangebots aufkommen.

Ja, wenn der AG beweisen kann das diese Klausel mündlich schon vereinbart war dann ist das richtig......

Du müsstest dann wahrscheinlich für die Kosten eines erneuten Stellenangebots aufkommen.

Das halte ich eher für unwahrscheinlich.

In dem Arbeitsvertrag steht aber dass eine Kündigung des Anstellungsvertrags vor Dienstantritt ausgeschlossen ist.

Ist das der Grund für deine Ablehnung?

Zunächst einmal ist deine müdliche Zusage der Grund für den Vertrag.

Das Unternehmen rechnet mit dir und hat möglicherweise andere Bewerber abgelehnt.

Bist du wirklich zuverlässig und arbeitswillig?

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