Was bedeuten diese Formulierungen im Arbeitszeugnis?

5 Antworten

Ein Fachanwalt für Arbeitsrecht würde sagen: ein sehr gutes Arbeitszeugnis, in das wir aber in der 2.Zeile "sehr gute oder hohe Auffassungsgabe" einarbeiten lassen. Das klingt im Gesamtkontext sonst eher nach lieb und eifrig, aber ein wenig schlicht.

Hallo Jadeauge,

wie bereits ganz richtig gesagt wurde lässt sich auf der Basis von ein paar Einzelsätzen keine konkrete, seriöse Gesamtwertung herausarbeiten. Zudem ergibt sich die Aussage eines Zeugnisses nur bedingt aus der Summe der getätigten Einzelwertungen.

Für die sinnvolle Bewertung und Kommentierung eines Zeugnisses benötigt man den vollständigen Text, quasi von der Über- bis zur Unterschrift. Grundsätzlich sollten der zu würdigende Zeitraum, die bekleidete Tätigkeit, die Branche und die Unternehmensgröße genannt werden.

Möglicherweise bedarf es in gerade diesem Fall aber auch weiterer Angaben, die einen erheblichen Einfluss auf die in deinem Zeugnis enthaltene Wertung haben können.

Der Text eines Arbeitszeugnisses beginnt nunmal mit dem Wort Zeugnis oder einem seiner Verwandten und er endet mit einer Unterschrift. Nur in diesem Kontext lässt er sich halbwegs seriös werten. Jede Formulierung in einem Zeugnis kann in einem geänderten Zusammenhang für eine gänzlich andere Aussage stehen. Jede der von dir eingestellten, positiven Aussagen kann durch den ausgelassenen Teil abgewertet werden.

Bisher lässt sich bestenfalls sagen dass die Zeitform der verschiedenen Formulierungen nicht zusammenpasst.

Dass Du eine 1 oder 2 erhalten hast. Solltest Du daran bemerken, dass entsprechende Adjektive immer wieder auftauchen: "grosses", "gute", "vollste", "jede", "stets" usw.

Die Schlussformel mit guten Wünschen kommt grds. nur in Zeugnisse für Mitarbeiter, denen man eben auch wirklich was wünscht. Vorgeschrieben ist das nämlich nicht, wie Du Dir vielleicht denken kannst.

•Wir ... wünschen ihr ... viel Erfolg.

gibt zu erkennen dass bisher KEIN erfolg vorhanden war ... aber hoffentlich aendert sich das ja noch ... ;-)

@roland1957

Überinterpretation.

Du solltest den kompletten Text einstellen. Die einzelnen Formulierungen zu bewerten macht nicht viel Sinn, wenn man nicht sieht, was noch im Zeugnis steht und vor allem ob etwas Wichtiges fehlt.

Die einzelnen Sätze hören sich gut an aber wie gesagt, ohne das gesamte Zeugnis möchte ich keine abschließende Stellungnahme abgeben.

schau mal hier nach: http://www.conviva-plus.ch/index.php?page=379

Arbeitgeber benutzen beim Arbeitszeignis oft sogenannte Codes die bei dieser Seite anders formuliert werden.

"Arbeitgeber benutzen beim Arbeitszeignis oft sogenannte Codes..."

Wobei man diese Arbeitgeber darauf hinweisen sollte, dass solche Codes laut Gewerbeordnung nicht zulässig sind.

"(2) Das Zeugnis muss klar und verständlich formuliert sein. Es darf keine Merkmale oder Formulierungen enthalten, die den Zweck haben, eine andere als aus der äußeren Form oder aus dem Wortlaut ersichtliche Aussage über den Arbeitnehmer zu treffen."

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