warum wird die strafe nicht verdoppelt wenn man als angeklagter schweigt?

7 Antworten

Weil der Angeklagte sich nicht selbst zu belasten braucht und auch luegen darf (sofern er damit den Verdacht nicht auf andere lenkt).

Es steht jedem frei ob er sich selbst belasten will oder nicht. Es steht jedem frei etwas zu einer Sache zu sagen oder nicht.

wenn man angeklagt wird und nichts sagt vor Gericht. dann müsste doch die strafe doppelt so hoch ausfallen.

Weil wir in einem Rechtsstaat leben, muss man sich als Beschuldigter nicht selbst belasten, d.h. man kann zu den Vorwürfen schweigen, ohne dass das nachteilig ausgelegt werden darf.

ich dachte wir leben in einer Demokratie?

Tun wir auch. Anscheinend verstehst du nicht, was Demokratie bedeutet.

Das hat mit Demokratie nichts zu tun, du schmeisst da verschiedene Sachen in einen Topf.

Wenn die Strafe doppelt so hoch ausfallen würde, dann fiele dies unter einer Androhung und das käme einem unter Folter erzwungenen Geständnis gleich. Das will sicher hier niemand.

Zumal der Beweiswert einer Aussage, die ein Angeklagter aus Angst vor einer höheren Strafe gemacht haben könnte, gelinde gesagt fragwürdig ist.

@Wolle281

Eben. Dann können wir bald auch wieder Daumenschrauben einführen. ;-)

Weil der Angeklagte nichts sagen muss. Hat auch nichts mit Demokratie zu tun, eher mit Recht.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

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