Warum verdienen Bilanzbuchhalter so viel Geld?

5 Antworten

Und wenn er dann richtig tief in dem Unternehmen drin steckt, läuft er mit der Kasse auf und davon, weil er spielsüchtig geworden ist.

Weil Bilanzbuchhalter halt ein nerviger aber verantwortungsvoller und anspruchsvoller Job ist, den eben nicht jeder kann.

Ich hab keine Ahnung was man mir zahlen müsste damit ich freiwillig eine Buchhaltung mache.

Bilanzbuchhalter zu sein bedeutet, dass Du in der Buchführung so sicher bist, dass Du für den Betrieb die vom Finanzamt geforderten Bilanzen erstellen kannst / darfst. Dies kann bzw. darf nicht jeder Buchhalter. Und die richtige Erstellung einer Bilanz entscheidet oftmals darüber, wie viele Steuern ein Unternehmen zu zahlen hat. Kennst Du Dich hier nun im Bilanzrecht aus und kannst für den Betrieb eine vorteilhafte Bilanz erstellen, spart dies dem Betrieb eine ganze Menge Kosten. Denn das schlimmste, was passieren könnte - das Finanz-amt kommt und reklamiert die (fehlerhafte) Bilanz. Was jede Menge Arbeit und Kosten verursacht.

Das sehe ich, was Bilanzerstellung und Erklärungen angeht anders: Bei Angestellten ist die Qualifikation egal. Denn es ist so, als ob der Unternehmer das selber macht und der braucht ja auch keine besondere Befähigung nachweisen.

Was allerdings ein Angestellter in meinen Augen nicht darf, auch als Bilanzbuchhalter, ist bei einem Einzelunternehmer die Einkommensteuererklärung zu fertigen oder auch nur die entsprechenden amtlichen Vordrucke für das Gewerbe auszufüllen. Bei einer GmbH natürlich alles.

@Dirk-D. Hansmann

Du hast Recht, der Kaufmann kann seine Bilanz selber erstellen und die Arbeit innerhalb seines kaufmännischen Betriebes an jedweden Angestellten übertragen - unabhängig von der Qualifikation - denn letztenendes unterschreibt die Bilanz der Kaufmann, womit er sie quasi erstellt hat.

Aber vom Dürfen mal abgesehen, wem KANN denn ein Kaufmann die Erstellung der Bilanz übertragen? In den meisten Fällen doch nur einem Bilanzbuchhalter (oder jemandem, der fachlich mit einem BiBu mithalten kann).

Die Position des Bilanzbuchhalters ist eine besonders rausgehobene Position. Er hat nicht nur eine ordnungsgemäße Buchhaltung sicher zu stellen. Er hat eine besondere Vertrauensstellung im Betrieb.

Er kennt unternehmerische Planungen. Er kennt häufig auch die wirtschaftlichen Verhältnisse des Inhabers. Hat Einblick in die Ergebnisverwendung und die jeweiligen Höhen. Dazu kommt dann auch die Verbuchung von Geschäftsvorfällen auf Weisung der Geschäftsführung. Also nicht nur nach Beleg, sondern die damit verbundenen Aussagen im Rahmen der Buchhaltung zu übersetzen.

Das sollte ein Buchhalter auch können, ist leider oft nicht der Fall und kann von einem Bilanzbuchhalter erwartet werden.

Außerdem haben Bilanzbuchhalter auch oft Personalverantwortung.

Es ist nicht gesagt, aber möglich, dass er die Bilanz aufstellt und die Inventur im Betrieb komplett vorbereitet und durchgehend begleitet. Falls das Unternehmen prüfungspflichtig ist, dann ist er in aller Regel auch der erste Ansprechpartner für die Wirtschaftsprüfer.

Dann benötigt ein Unternehmen einen möglichst genauen Status über die jeweiligen Monate. Daher ist es wichtig, die Monate möglichst abschlussreif zu erstellen und nicht alles bis zur Bilanz offen zu lassen.

Es kommt da vieles zusammen und wenn man genauer guckt noch mehr. Aber das sind die Hauptgründe.

Die Höhe des Gehaltes richtet sich auch nicht nach dem Familienstand. Obwohl gerade im Zusammenhang mit Nachwuchs häufig gern über Gehaltserhöhung gesprochen wird. Die gibt es aber nur, wenn dieses Gehalt schon vorher betriebswirtschaftlich möglich und angemessen wäre.

Was hat Nachwuchs mit höherem Gehalt zu tun? Gehaltsverhandlungen begründet man mit der eigenen Leistung, nicht mit höheren Kosten für Nachwuchs

@grubenschmalz

Hi,

ich muss meine Aussage von 2013 tatsächlich verschärfen. Denn es ist Unfug zu meinen, dass nach Leistung bezahlt wird.

Wer sich die Zahlen zur Vergütung von Männern und Frauen ansieht, der hat einen klaren Eindruck davon, wie konservative alte Rollenbilder bis in den Lohn hinein am Leben erhalten werden.

Die Überschrift nennen wir in der Betriebswirtschaftslehre 'die soziale Komponente bei der Arbeitsbewertung und Lohnfindung'. Eigentlich also tatsächlich ein alter Hut.

Nur werden diskriminierende Tatbestände gar nicht wahr genommen. Sie sind eben Teil einer Alltagskultur.

Erst einmal ist dein Kumpel bestimmt noch kein Bilanzbuchhalter, weil man zur Prüfungszulassung vier Jahre Berufserfahrung im buchalterischen Bereich vorweisen muss.

Dann muss man sich - um die Prüfungen zu bestehen - sich zwei bis drei Jahre lang beim Lernen regelrecht den Boppes aufreißen und dabei viel Hirnschmalz auf der Strecke lassen. Die BiBu-Weiterbildung ist die schwerste, die die IHKn anbieten (nach eigener Erklärung). Kurz vor den letzten schriftlichen Prüfungen gehen die Prüflinge am Stock.

Danach hat man geballtes Fachwissen in der Birne und kann einem Unternehmen in allen steuerlichen Fragen zur Seite stehen und vor finanziellen Schaden schützen (z.B. bei Betriebsprüfungen).

Dann gibt es einfach immer noch zuwenige, aber jedes Unternehmen braucht einen oder einen Steuerberater oder beides.

Bislang gilt: Bilanzbuchhalter werden nicht arbeitslos.

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