Warum sind die Menschen heute so wenig Hilfsbereit?

5 Antworten

Nun überleg einmal, was wirklich passiert ist. Dein Auto ist liegengeblieben aufgrund der schwierigen Wetterlage. Dias Wetter war für die anderen Verkehrsteilnehmer ja auch ein Problem. Die Autorfahrer, die nicht angehalten haben, haben sicher gedacht, du hättest längst Hilfe per Handy gerufen, denn sie wussten ja nicht, dass du keinen Empfang hattest. Und letztlich hat ja jemand angehalten. Warum die auf der Tankstelle dich nicht haben telefonieren lassen, versteh ich auch nicht, vermute aber, dass du genauso vorwürfig gesprochen hast, wie du hier schreibst. Dass du anders bist als wir böse Menschheit, ehrt dich, sollte aber nicht dazu führen, uns alle als wenig hilfsbereit zu dirkriminieren. Jetzt wisch dir die Tränen ab und geh Gutes tun.

Man kann doch nicht davon ausgehen, dass jeder der Auto fährt, auch ein Handy dabei hat, oder? Und wenn man deutlich macht, dass man Hilfe braucht, sollten das die anderen Verkehrsteilnehmer doch wahrnehmen.

@CrazyDaisy

Aber es hat doch jemand angehalten. Sicher nicht der erste, aber schließlich hat doch jemand helfen wollen. Aber sogar das nimmt Minimilk nicht als Hinweis darauf, dass die Menschen doch nicht alle nichs anderes wollen, als ihr im Wege stehen.

@Schuhu

Na, derjenige hätte sie aber wenigstens bis zur Tanke mitnehmen können, statt sie stiefeln zu lassen, findest Du nicht?

@CrazyDaisy

Hätte er können, wir wissen nicht, ob sie die Idee mit der Tanke erst später gehabt hat. Wir wissen im Grunde nur, dass Minimilk sich heute von aller Welt ungerecht behandelt fühlt und deshalb aller Welt unterstellt, ihr übel zu wollen. Wenn jemand behauptet, dass die Menschen "heute so wenig hilfsbereit" sind, und dies an einem Erlebnis festmacht, ruft das nun mal meinen Widerspruch hervor.

@Schuhu

Da hast Du natürlich nicht unrecht. Minimilk sollte diesen Tag vielleicht ganz einfach unter "sch.. gelaufen" abhaken, Und keinesfalls deswegen den Glauben an das Gute im Menschen verlieren, es sind heute einfach zufällig überwiegend die "Falschen" unterwegs gewesen.

Du überschätzt Deine Landsleute, sie nehmen alle an daß Du Dir den Pannendienst sparen willst. Dass aber so viele nein sagen , das ist aber nicht üblich. Bei mir sind immer über 50 % positiv.

Leider hat sich das Ganze so im Laufe der Zeit entwickelt. Jeder lebt selbstständig, hat wenig Abhängigkeiten mehr und morgens... Da bin ich auch ziemlich froh wenn ich von niemandem genervt werde, wenn ich mir da nun denke das du winkend am Straßenrand stehst, würde ich wahrscheinlich nett zurückwinken und mich fragen was du wolltest.

Das nun aber eine tankstelle in einer Notsituation nich reagiert finde ich dreist, was macht man am Wochenende wenn nur noch die Tankstelle offen hat? Würde hier sogar über eine Beschwerde nachdenken, auch wenn die natürlich zu nichts führen würde....

Bevor man Hilfe anbietet überlegt man, ob man es tun soll oder nicht.. Man wägt schon ein bisschen ab.. Zumindest mache ich das mittlerweile so.. An einem WE, in der Nacht, als ich Heim fuhr, habe ich auf der Strasse, welches bissel abgelegen ist, eine Frau heulend und klagend auf dem Boden liegend gesehen. Habe erst überlegt "anhalten oder weiter fahren". Es heisst ja "Hinsehen, Halndeln, Hilfe holen" Ich hielt an und ging zu ihr... Sie wurde wohl von einen Mann (vermutlich ihr Ex) geschubst und auch evtl. geschlagen. Bin zu ihr hin, ihre Freundin stand unter Schock und rührte sich kaum noch. Diese "arme" Frau hat mich weinend angefleht, dass ich ihr bitte, bitte helfen soll, sie nicht alleine lassen soll und die Polizei rufen soll. Ich habe sie versucht zu beruhigen und habe die Polizei gerufen. Nach dem sie ihre Seele dem Polizisten ausgekotzt hat, beteuerte sie auf einmal, dass ich auch zu dem Mann gehöre und ihr was wolle.. Obwohl ich dachte, ich habe geholfen, sie hat mich mitschuldig gemacht.. Mir hätte auch etwas passieren können. Hätte ja auch ne Masche sein können. Der Typ hätte mich auch vermöbeln können und mein Auto wäre auch weg gewesen.. Heute überlege ich mir doppelt und dreifach, ob ich je wieder helfe.. Zumindest steige ich mitten in der Nacht nicht mehr aus dem Auto und schaue nach Leuten.. Nicht wir machen die Erfahrung, die Erfahrung macht uns.. Alles Gute.. ;-)

Mit "heute" hat das nichts zu tun. Eher schon mit der Gegend, in der Dir das passiert. Nach meiner Erfahrung sind Städter weniger hilfsbereit (stimmt aber auch nicht immer), Extremfall ist Berlin, da sind die Menschen supermisstrauisch. Hier auf dem Lande in Brandenburg hingegen hilft man sich, wo man kann. Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen, aber im Großen und Ganzen sind die Leute hier super hilfsbereit.

Vielleicht ist da was dran. Ich wohne in Hessen (Rhein-Main Gebiet) bin aber zugezogen. Von Anfang an habe ich hier Schwierigkeiten gehabt mich einzuleben, weil die Leute hier nicht sehr zugänglich sind. Auch ist sehr schwer hier wirklich gute Freunde zu finden. Wenn ich meinen Job nicht hätte, würde ich wieder zurück ins Ruhgebiet gehen...

@Minimilk

Eine Frage, bist du männlich oder weiblich?

@Annemaus85

sorry, bin nicht oft auf dieser Seite tätig, aber danke!

@xSimple

@Minimilk: Würdest du mitten in der Pampa anhalten, weil ein Mann draußen steht und angeblich Hilfe benötigt? Ich glaube eher nicht... erst recht, wenn du mit dem Handy keinen Empfang hast.

@xSimple

Die Frage ging zwar an Minimilk - aber als Frau sage ich Dir: Das habe ich schon mehr als einmal gemacht. Und ich habe meist ohnehin kein Handy dabei, Funklöcher sind mir daher wurscht.

@xSimple

Ja warum denn nicht. Das machen nur die nicht die in allem immer das Schlechte sehen.

@Brighet

Das machen nur die nicht die in allem immer das Schlechte sehen.

Eher aus Angst.

Ich kann dem nur zustimmen. Bei uns in der Gegend passiert sowas eigentlich nie. Wenn ich wirklich mal trampen, telefonieren oder sogar ein wenig Kleingeld für ein Ticket oder so brauchte, musste ich bei uns außerhalb von München meistens keine 10 Minuten nach Hilfe suchen. Andersrum handhabe ich das ganz genauso und helfe jederzeit sofort, solange es nicht um Alkohol etc geht.

@BaluDerTanzbaer

Zugegeben, ich habe mich auch mal nicht getraut, mit einer Bekannten zu zweit einen Stockbesoffenen von der Straße zu ziehen, weil ich nicht wusste, wie der darauf reagiert. Wir sind dann aber um ihn herum stehengeblieben und haben dafür gesorgt, dass ihn keiner überfährt, bis dann Hilfe kam und wir ihn zu dritt von der Straße geholt haben.

Positive Bewertung für Jobcenter Mitarbeiter

Verkehrte Welt?! Beim Jobcenter arbeiten auch kompetente Leute? Hat sich da jemand vertippt!?

Nein, wirklich. Nach abnorm vielen (völlig berechtigten) Beschwerden über die Unfähig- und Unmenschlichkeit "Des Jobcenters" hier mal eine Gegenfrage:

Wie kann ich eine positive Bewertung für einen Mitarbeiter des Jobcenters abgeben? (Und macht das überhaupt Sinn?)

Vielleicht vorn weg: Ich arbeite NICHT selbst beim Jobcenter (Gott bewahre!). Jedoch hatte ich über die letzten Jahre immer mal wieder Kontakt mit verschiedenen Jobcentern der Bundesrepublik. Meine Erfahrungen hier decken sich zumeist mit denen, die man entweder hier, oder in einschlägigen Foren nachlesen kann.

Nun bin ich jedoch schon seit längerem bei einem (von wenigen) durchaus kompetenten und freundlichen Sachbearbeiter gelandet, welcher sich offenbar noch nicht der ganzen Knechtschaft gebeugt hat, und auf der Seite der Antragsteller steht. Und ich wollte mich mal erkundigen, ob man solche Leute ob ihrer Menschlichkeit/Leistung/ihres Engangements nicht irgendwie hervorheben kann - z.B. beim jobcenter selbst. Soweit ich weiß kann man im Internet nur das GANZE Jobcenter bewerten. IAllerdings habe ich auch Bedenken ob diesem Vorhaben, dass mein Sachbearbeiter dann Probleme mit der Hackordnung seiner Arbeitsstelle bekommt - und vielleicht sogar sanktioniert wird.

Persönlich habe ich mich übrigens schon bei dem Menschen für seine Kompetenz und Rücksichtnahme bedankt.

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