Warum muss man Erbschaftssteuer zahlen?

5 Antworten

Das ist ein Regulativ um Vermögen in privaten Familienhänden zu begrenzen. Würden alle hier genannten hären Gründe zutreffen, dann hätte der Staat nicht die Ausnahmetatbestände der Befreiung von der Erbschaftssteuer geschaffen. Wenn man Kirchen und andere Organisationen von der Erbschaftssteuer befreit, dann sollte man mit verbten Gegenständen nicht den Marktwert ansetzen, denn das führt zu Auswüchsen. Wenn z.B. mein Großvater 1950 einen Warhol für 50 Mark gekauft hätte, ich könnte als Enkel die Erbstaftssteuer nicht bezahlen.

Das hat mehrere Aspekte

(1) Die Frag ist, von welcher Seite aus man es sieht. Siehst Du es von der Seite des Vererbers, so muss er tatsächlich das Vermögen, welches aus bereits versteuertem Einkommen stammt, nochmal versteuern. Somit also quasi eine doppelte Besteuerung. Sieht man es von Seiten des Erbens, so fliesst ihm Geld zu, ohne dass er irgendetwas dafür getan hat. Wenn man echte Leistungsgerechte Besteuerung haben möchte, dann müsste man hier sogar 100% Steuern erheben.

(2) Rein aus der Herkunft her ist die Erbschaftsuer recht alt, weil sie in früheren Zeiten einfach zu erheben war. Wen jemand stirbt und Besitz übertragen wird, dann hat das der Staat auch schon um 1700nochwas gemerkt. Eine ganze reihe von Steuern sind dadurch entstanden, dass man zu Zeiten vor allumfassender Datenerhebung, Speicherung und Buchhaltung andere und einfache Methoden benötigte, Reichtum, Einkommen und Besitz zu erfassen, zu messen und zu besteuern. Es gab in früheren Jahrhunderten z.B. eine Fenstersteuer, da hatten Hausbesitzer für jedes Fenster ihres Hauses einen bestimmten Betrag zu zahlen. Das lag nicht daran, dass Fenster ein Luxusgut waren oder man meinte, Fenster sind eine verwerfliche Sache die man besteuern muss. Das war eine Art der Vermögenssteuer und es war nur einfacher, einen Steuerbeamten loszuschicken und die Fenster eines Hauses zu zählen, als langwierige Messungen und Wertermittlungen über die Größe einer Immobilie anzustellen

(3) Man muss immer sehen, wer diesen vererbsten Wert erzeugt hat. Die großen Vermögen, die vererbt werden, bestehen selten aus einem dicken Bankkonto, sondern im allgemeinen aus Unternehmensanteilen und zum ganz großen Teil aus Immobilien. Ein Extrembeispiel wäre hier jemand, der vor 50 Jahren ein Haus in München oder in Hamburg gekauft hat und das heute dann vererbt. Der Wert dieses Hauses hätte sich in den letzten 50 Jahren um ein vielfaches gesteigert. Diese Wertsteigerung ist aber nicht durch die Arbeit des Besitzers erfolgt ( und wäre ganz nebenbei gesagt auch nie versteuert worden ) sondern in erster Linie durch die boomenden immobilienmärkte in diese Städten, welches dann wieder ganz maßgeblich durch Leistungen der Gemeinschaft erzeugt worden wäre. Somit wäre es gerecht, diese Wertsteigerung auch zum teil wieder zurückzugeben.

(4) Der Grundsatz der Besteuerung soll immer sein, dass derjenige, der reicher ist, stärker an der Finanzierung des Gemeinwesen beteiligt sein soll als der, der weniger hat. Wenn man von seinen Eltern 1 Mio. Euro erbt oder geschenkt bekommt, dann sagt der Staat schlicht und ergreifend, dass Du nun soviel bekommen hast, dass Du davon 90.000 € an das Gemeinwesen abzugeben hast. Doppelt versteuer oder nicht, wer in einen Topf Geld fällt, soll davon was abgeben.

Alle Steuern sind da dafür da, um den Staatshaushalt zu füllen. (wobei Staat jetzt allgemein gemeint ist, also egal ob Bund, Länder oder Kommunen). Wenn man wieder mehr Geld braucht, wird sich überlegt, was man alles versteuern kann. Und so hat man eben auch Erbschaften steuerpflichtig gemacht.

Der Sinn besteht schlicht und ergreifend in einem Beitrag zum Steueraufkommen = grob gesagt dem Staatshaushalt.

Über die Akzeptanz der Erbschaftsteuer besteht Uneinigkeit. Das Problem besteht nämlich darin, dass man vom Grundsatz her das, was man sein Eigentum nennt, verschenken und vererben darf, was sogar ein Grundrecht ist (Art. 14 GG). Das schließt aber Besteuerung des Vorgangs nicht aus.

Etwas bösartig muss man der Erbschaftsteuer aber bescheinigen, dass man sie mit ein wenig legaler Gestaltung mehr oder weniger komplett vermeiden kann. Unter Fachleuten heißt es oft: Erbschaftsteuer ist eine Dummensteuer, eben weil man sie mit guter Planung gut vermeiden kann....

Die Erbschaftssteuer ist so ähnlich wie die Einkommensteuer aber weil man das Erbe nur einmal bekommt kostet es nicht soviel aber da bin ich mir nicht sicher aber Der Vaterstatt braucht immer Geld das die Politiker keine Steuern Zahlen müssen

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