Warum müssen Unternehmen keine MwSt zahlen?

5 Antworten

Wenn ein UN vorsteuerberechtigt ist, dann darf es jegliche gezahlte Mehrwertsteuer (in der eu äquivalent zu Umsatzsteuer) vom Staat zurückfordern. Jegliche erhaltene Steuer (z.B. durch einnahmen im Verkauf) muss das UN aber an den Staat zahlen. Das heißt aber auch (und ich glaube darauf wollte der Fragende hinaus), dass ein UN einen Laptop oder ein Auto kaufen ohne Steuern zu zahlen (solange es dem Unternehmenszweck dient). Das ergibt aber auch Sinn: Wenn der Staat von jeder Transaktion zwischen Unternehmen 19% behalten würde, dann wäre die Kriese balt vorbei :)

Natürlich zahlen Unternhmen MwSt. Für alle Artikel und Waren die ein Unternhmen kauft zahlt es MwSt.

Nur im Gegensatz zum Endverbraucher, kann ein Unternehmen diese MwSt als sogenannte Vorsteuer von der MwSt. abzehen, dass es durch den Verkauf eigener Waren und Dienstleistungen von seinen Kunden erhält. Die Differenz daraus muss das Unternehmen an das Finanzamt überweisen. Mit einer vierteljährlichen Umsatzsteuervoranmeldung.

Dadurch ist die MwSt. für Unternehmen kostenneutral.

Die Umsatzsteuer-Voranmeldung kann auch monatlich verlangt werden oder gar nicht, das kommt auf die Höhe des Steueraufkommens an. Bei weniger als 800€ wird nur die Umsatzsteuererklärung jährlich abgegeben, bei mehr als 3000€ ist monatliche Voranmeldung angesagt,

Unternehmen zahlen Mehrwertsteuer, aber sie tragen keine. Deine Frage ist sachlich nicht richtig.

Von dem was Unternehmen verkaufen (egal an wen, solange er nur im Inland "sitzt"), zahlen sie MWSt abzüglich der selber bereits in Rechnung gestellt bekommenen MWSt (sog. Vorsteuer). Diese Vorsteuer ist daher kostenneutral und wird auch als "Durchlaufposten" gesehen.

Der letzte, der keine Vorsteuer mehr geltend machen kann, ist der Endverbraucher, der Mieter, die Kommune und (meistens) der Vermieter. Die "tragen" dann die MWSt von 7 oder 14 %.

Einverstanden. Anmerkung: Das Wort "Mehrwertsteuer" ist nur umgangssprachlich. In den Gesetzen, die die Umsatzsteuer regeln, kommt das Wort "Mehrwertsteuer" nicht ein einziges mal vor.

Leider wird der falsche Begriff "Mehrwertsteuer" sogar auf Formulare gedruckt - daher kommt wohl das verbreitete Missverständnis, es gäbe eine "Mehrwertsteuer".

@heinmueck

Hier habe ich noch ein schönes Beispiel der Begriffsnutzung von "höchster Stelle":

Die MWSt ist eine besondere Form der Umsatzsteuer subsummiert. Es ist sicherlich ein gutes Zeichen und Ziel der Politik, sich allgemein verständlich auszudrücken und sich nicht nur auf "§ 12 Abs. 1 u. 2 UStG" zu beziehen.

@LittleArrow

Hier das Beispiel: http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_54/DE/BMF__Startseite/Klartext/050__Mehrwertsteuer.html

@heinmueck

"Mehrwertsteuer" ist keineswegs nur ein umgangsprachlicher Begriff. Er ist vielmehr die genaue Bezeichnung für die in der EU geltende "Netto-Allphasen-Umsatzsteuer". Außerhalb Deutschlands wird die - europarechtlich geregelte - Umsatzsteuer in der Regel als "Mehrwertsteuer" bezeichnet (z.B. "Value Added Tax" in den angelsächsischen Ländern oder "Taxe Valeur Ajoutée" in Frankreich). In Deutschland heißt sie übrigens immer noch Umsatzsteuer, weil sie schon so hieß, bevor aus der kumulativ wirkenden echten Umsatzsteuer durch Einführung des Vorsteuerabzugs eine "Mehrwertsteuer" wurde.

@heinmueck

...also, auch nicht in der Mehrwersteuersystemrichtlinie?

Dei Steuer heisst Mehrwertsteuer, weil sie die Steuer vom Mehrwert ist. Die Unternehmen zahlen für alles was sie einkaufen Vorsteuer,

auf alles was sie verkaufen müssen sie Mehrwertsteuer abführen.

Mehrwertsteuer minus Vorsteuer müssen sie als Umsatzsteuer abführen. Also Steuer aus Verkauf abzüglich Steuer aus Einkauf.

Alles klar?

Fast richtig.
Grundsätzlich heisst diese Steuer erstmal Umsatzsteuer, der Begriff Mehrwertsteuer hat sich umgangsprachlich gebildet weil auf den Mehrwert die Umsatzsteuer zu zahlen ist.
Dabei haben Unternehmen das Recht, die gezahlte Umsatzsteuer (genannt Vorsteuer) zu verrechnen und nur die Diffenenz (den Mehrwert) an das FA abzuführen).
Da der kleine Mahnn (Otto Normalverbraucher) keine umsatzsteuerpflichtige Leistung erbringt, darf er auch die gezahlte Umsatzsteuer (Vorsteuer) nicht verrechnen. Er darf nur Lohnsteuer bezahlen.
(und sorry, das hab ich jetzt alles hier geschrieben ohne erstmal zu Ende zu lesen)

@Wolfi0410

Lohnsteuer hat jetzt aber mal gar nichts mit der Umsatzsteuer zu tun!!!!!

Weil sie Umsatzsteuer zahlen!

Kurz und Bündig. Genau so isses. DH

@tihawe

Jeder zahlt Umsatzsteuer - keiner Mehrwertsteuer oder umgekehrt, ganz wie Du es sehen möchtest.

@Wolfi0410

Falsch! Als Privatmann zahle ich immer nur Mehrwertsteuer und nie Umsatzsteuer!

Als Unternhemer kann ich die Mehrwertsteuer von meiner Umsatzsteuer abziehen, ich zahle sie folglich auch nicht!

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