Warum gibt es Obdachlose?

14 Antworten

Zumindest noch in den fünfziger Jahren, war übernachten im Freien offiziell verboten. Obdachlos mussten sich bis 18.°° Uhr (Sommer) bei der jeweiligen Ortsgemeinde melden. Die Gemeinde musste, und gewährte Unterkunft. Die es nicht machten und erwischt wurden, wurden verhaftet und dem Richter vorgeführt. Dieser erlies Haftbefehl, wegen Vagabundieren ohne festen Wohnsitz. Nach wenigen Tagen Untersuchungshaft, erhielten sie zumindest, eine kurzen Freiheitsstrafe, die sofort verbüsst werden musste. In unserer freiheitlichen mustergültigen BRD erhalten einen Schlafsack ausgehändigt, den sie irgendwo liegen lassen.

in der Regel sind das Menschen, die mit sich und anderen abgeschlossen haben und nicht bereit sind, auf den zuständigen Ämtern entsprechende Forderungen zu stellen, sei es aus Stolz , sei es anderen vielfältigen Gründen

Wie kann jemand zu stolz sein Sozialhilfe zu beantragen, es aber andererseits mit seinem Stolz vereinbaren auf der Straße zu leben, zu verwahrlosen und zu betteln?

@NukeTheWhales

oft ist es auch Unwissenheit, bzw. verstehen ja viele das "Amtsdeutsch" nicht.

@andreas, Hi, meist ist es die Angst vor dem Sachbearbeiter und möglichen Sanktionen. Vielfach sehr große Unwissenheit. Siehe viele Fragen auch hier bei GF.

@jbinfo

das sind die vielen anderen Gründe..die ich meine

Ich finde es schade, dass hier einige die sympelsten antworten lediglich wiederholen. Das sollte mal wegmoderiert werden !

Schulden können nicht der Grund sein weil: Es in Deutschland einen Selbstbehalt zum Leben gibt der das eigene Einkommen schützt (Pfändungsgrenze). Wenn man kein Einkommen hat, gilt dies Für den ALGI/ALGII bezug.

Mietschulden und eine Kündigung des Mietvertrages können Nie zu einer Obdachlosigkeit führen weil: Jeder Richter wird für den Mietschuldner entscheiden, da eine Räumung die Obdachlosigkeit bedeuten würde. Diese ist in keinem Falle aber zumutbar. Eventuell wird/kann ein Vormund eingereichtet werden, der dann über die Sozialhilfen verfügt, eine neue Sozialwohnung sucht, usw., usw... Wenn keine neue Mietwohnung zu finden ist oder noch nicht da ist, kann man einfach in der Mietwohnung verweilen. Man ist aber weiter zur Zahlung der Miete verpflichtet (Die Mietschulden häufen sich)

Verschulden des Amtes sind grundsätzlich möglich aber mit einer umgehenden Verfügung des Sozialgerichts zu revidieren. über 50 % der Argebescheide sind Fehlerhaft. Genauso oft verliert die Arge gegenüber Klägern. Klagen und Einstweilige Verfügungen (wenn es schnell gehen Muss)

Auch Sanktionen sind meist unzulässig und wenn, dann muss mindestens Miete und Essensmarken bezahlt werden (pünktlich!!).

Zusammenfassend kann man sagen, dass Obdachlosigkeit an sich unmöglich ist. Leider gilt das nur wenn man sich auskennt. Der Deutsche Staat tut meines Erachtens aber zu wenig um zu informieren, zu beraten, beizustehen, zu helfen.

Erst einmal ist eine Unterscheidung zwischen Obdachlosigkeit und Nichtsesshaftigkeit wichtig. Obdachlos kann jeder von uns werden. Gründe sind z.B.: Verlust der Wohnung durch Mietschulden, allgemeine Überschuldung und private Probleme, wie Scheidung (ein Partner muss ausziehen). Nichtsesshafte waren zuerst einmal Menschen, die duch die Lande zogen, um Arbeit zu finden. Im Laufe der Zeit sammelten sie sich mehr in Städten, in der Hoffnung, Arbeit zu finden und mutierten dann, weil sie diese und eine Wohnung nicht fanden, Probleme mit Alkohol betäubten und verwahrlosten, zu den heutigen "Pennern". Ich kenne in Deutschland übrigens keine offizielle Statistik über die Leute, die auf der Straße leben. Lediglich die Obdachlosen in städtischen Obdachloseneinrichtungen sind m.E. erfasst. Ob das Betreute Wohnen zur Obdachlosigkeit rechnet, kann ich nicht sagen. Vielleicht sind sie damit auch aus der Statistik verschwunden. Bei drohender Obdachlosigkeit sind die Wohnungsbaugesellschaften gehalten, die Sozialbehörden rechtzeitig zu informieren, damit dies verhindert werden kann (z.B. indem die Miete direkt vom Amt an den Vermieter überwiesen wird. Nichtsesshafte brauchen insgesamt ein niederschwelliges Angebot, z.B. Tee- und Wärmestuben oder Streetworker, Kältebusse oder Übernachtungseinrichtungen, die z.B. Kirchen in ihren Räumen anbieten. Diese haben Möglichkeiten, in entsprechende Einrichtungen zu vermitteln. Wenn man mal so tief unten ist, hat man schon lange kein Selbstvertrauen mehr und auch kein Ziel, wofür es sich lohnt zu leben oder sich zu ändern. Dann sind die Leute im Abbruchhaus oder in der Bahnhofsvorhalle die Familie. Wenn ihr mal wieder einen Penner schief anschauen wollt, dann denkt daran, dass dahinter ein Mensch mit Schicksal steckt. Ich glaube, jetzt reicht's, sonst nimmt der Beitrag kein Ende mehr!

Weil sie aus unterschiedlichen Gründen keine Hilfe annehmen wollen oder auch können. Das könnten sein: Scham, Unwissenheit, Angst, Alkohlsucht oder auch Drogensucht oder auch in einigen wenigen Fällen Freiwilligkeit.

und teilweise fallen sie einfach durch das soziale Netz. Leider. Gute Antwort

Alles gesagt, DH

Was möchtest Du wissen?