Warum gibt es nur Hanfplantagen in Deutschland?

8 Antworten

Koka wächst bei uns vom Klima nicht so toll. Außerdem braucht man da einige Sträucher für ein bisschen Koka. (Es gibt in einigen botanischen Gärten jedoch Kokasträucher. Aber nur in sehr alten, da die Einfuhr damals noch nicht illegal war und auch nicht ausgeschildert, damit sie nicht geklaut werden.)

Schlafmohn ist optisch auffällig und man braucht für etwas Opium auch einige Pflanzen. Wer gelegentlich etwas Opiate konsumieren möchte kann das erfolgreich durch Eigenanbau erreichen, (einfach irgendwo aussähen, man braucht nichtmal das Opium extrahieren, einen Tee aus den Kapseln reicht) einen Abhängigen versorgen kann man so aber nicht und auf dem Schwarzmarkt mitmischen ebenfalls nicht.

Außerdem sind die meisten sogenannten "Drogenplantagen" einfach nur harmlose Konsumenten, die kein bock mehr auf schlechtes, teures, gestrecktes Gras vom Schwarzmart haben und sich deshalb 5 Pflänzchen in den Garten stellen. Die Verfolgung dieser unschuldigen Menschen ist eigentlich eine Sauerei.

Ich kann dir sagen, dass sowohl Coca und Schlafmohn in Deutschland angebaut wird. Ebenso Salvia divinorum. Das wars dann schon mit den Pflanzen, die an sich verboten sind. Schlafmohn habe ich gestern drei mal gesehen (Berlin). Coca kann man vergessen, wenn man es auf Cocain absieht in diesen Breitengraden. Entdeckt wird Hand deshalb so oft, weil es sehr stark riecht, die Pflanze jeder kennt (und wir in einem Land voller Denunziantenarschlöchern leben) und der Stromverbrauch auffällig ist

Diese Frage ist ganz einfach zu beantworten. Hier ein Auszug aus Wikipedia

Die Heimat des Cocastrauches liegt an den Osthängen der Anden von Peru, Bolivien bis Kolumbien. Hier wächst der Cocastrauch in Höhen zwischen 300 und 2000 m ü.d.M. Diese Länder sind auch heute noch die Hauptanbaugebiete für Coca mit einem Anteil an der weltweiten Ernte (Stand 2010) von 39,3 % in Kolumbien, 45,4 % in Peru und 15,3 % Bolivien.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Cocastrauch auch in Indien, Ceylon und Java eingeführt und bis heute in viele andere Weltgegenden, in denen ein Anbau möglich ist, verbreitet.

Er wird zur Blättergewinnung in Peru, Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Teilen von Afrika, Indonesien, Indien und Sri Lanka in Höhen von 500 bis 1200 m über dem Meer angebaut. Die Ausfuhr seiner Samen aus diesen Ländern ist durchweg verboten, so dass diese nur schwer zu erhalten sind

Wo in Europa hättest Du denn diese klimatischen Bedingungen, damit das hier gedeihen könnte? lg Lilo

Man könnte die Pflanzen beispielweise in einer Lagerhalle anbauen. Die meißten Cannabissorten in Deutschland werden auch in geschlossen Gebäuden gezüchtet.

Also cocasträucher wachsen ei uns schlecht. Ausserdem wozu anbauen? Es kommen so oder so ~90% des weltweiten kokains aus südamerika... Und schlafmohn (ebenso wie coca) ist weniger ertragreich. Wenn du cannabis anbaust kannst du von prinzip her einen samen in die erde stecken, warten, und auch wenn die pflanze nicht viel pflege kriegt, sondern einfach ausreichend wasser, wirst du wahrscheinlich trotzdem noch so deine 10-15g haben. Was für ~30 joints reichen würde. Beim schlafmohn bekommst du aus einer kapsel 20-50mg rohopium, um 1kg opium zu erhalten benötigt man mindestens 20.000 pflanzen, was 400qm entspricht. Bei cannabis braucht man 3-5pflanzen und nen grünen daumen für 1kg. Bei coca weiss ich nicht genau wieviel man braucht, aber aufjeden fall auch sehr viel. Ausserdem: der markt für cannabis ist viel größer wenn du wüsstet wieviele kiffer es in deutschlan gibt! Aber die zahl der kokain oder opium/heroin konsumenten ist hingegen recht gering. Und was mannin den medim hört ist maßlose übertreibung und dummer laienjournalismus. Aus 3 pflanzen zum eigenbedarf wird eine ganze plantage, aus einen garten vollen spinnenbeinpflanzen wird eine plantage - alles wird vonden medien zur plantage gemacht! Selbst wenn du nur 2 nutzhanfpflanzen aus vogelfutter im garten hast.

Ich glaube es liegt daran, dass der Cocastrauch 

1. bestimmte Bedingungen (Höhe überm Meeresspiegel, Temperatur, Luftfeuchte) braucht und

2. eine große Anbaufläche benötigt. Der Kokastrauch enthält nur ca. 1% Kokain, was darüber hinaus noch chemisch weiterverarbeitet werden muss, bis man das konsumierbare, reine Kokain-HCl erhält. 

Es wäre vermutlich irgendwie mit hohem Preisaufwand realisierbar, wenn man einen entsprechenden, versteckten Ort hat, aber es wäre wahrscheinlich nicht möglich, den Preis des südamerikanischen Kokains zu unterbieten und somit lohnt sich das ganze im Endeffekt nicht. Das ist meine Vermutung. 

Schlafmohn benötigt ebenfalls eine im Vergleich zum Hanf größere Anbaufläche und auch das Opium muss erstmal chemisch weiterverarbeitet werden, bis man Heroin erhält. Vermutlich würde man, wie beim Koks, nicht den Preis des afghanischen Heroins unterbieten können. Allerdings ist es unter Opiatkonsumenten verbreitet, einige Dutzend oder Hundert Mohnpflanzen für den Eigenbedarf Outdoor anzubauen. Nur aufm Großmarkt wirst du damit vermutlich nicht mitmischen können. 

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