Warum gibt es Hartz IV, für Menschen die nichts tun, obwohl sie könnten?

Support

Liebe/r FreestyleGurke,

gutefrage.net ist eine Ratgeberplattform. Obige Frage mag interessant sein, um einen Rat scheint es Dir aber nicht zu gehen, oder?

Ich möchte Dich bitten dies bei Deinen kommenden Fragen zu beachten.

Wenn Du die Community besser kennen lernen möchtest oder Dich die Meinung der Community interessiert, kannst Du solche Fragen gerne im Forum unter www.gutefrage.net/forum unter der Kategorie "Community" stellen.

Viele Grüße,

Karina vom gutefrage.net-Support

5 Antworten

Das regt mich schon lange auf. Irgendwann wird sich auch das ändern. Denn wer Geld vom Staat bekommt, sollte auch etwas dafür tun (sofern er kann). Es kann ja eine gemeinnützige Arbeit sein, wie z.B. Strassengraben oder Wälder säubern, Kinderspielplätze in Ordnung halten, alte Leute unterhalten... es gibt so vieles, was man tun kann.

Danke, wenn ich mit 59 mal keinen Job mehr bekommen werde (was vorerst nicht sein wird), spiele ich auf jeden Fall für dich nicht den Pausenclown. Das hab ich nicht nötig nach 40 Jahren Arbeit incl. 3 Berufsabschlüssen und Studium. Und auch das mit dem Straßengraben fällt aus.

Ich kann nur hoffen das Du auch mal arbeitslos wirst wie viele Millionen und dann kannst Du gerne alte Leute unterhalten und die Katzenkacke aus dem Sandspielkasten entfernen.

@Gerd2

@Gerd2 - Deiner Aussage muss ich mich jetzt anschließen, zumal ich auch nicht der Meinung bin, dass dazu jeder, auch einer, der immer malocht hat und nun schuldlos arbeitslos wird, umsonst jetzt Sklave des Staates sein muss, nur weil er das bekommt, wofür er jahrzehntelang eingezahlt hat. Fand diese Aussage auch komplett daneben. AABER das sollten diejenigen machen müssen, die sich wirklich immer gedrückt haben von der Arbeit - und davon gibt es nicht nur ein paar wenige - sondern jede Menge, das steht nun mal fest!!!

Das hat nicht nur mit dem Können zu tun, sondern auch mit der Möglichkeit zu ''können''.

Und nun komme mir bitte keiner mit dem abgelutschten Satz ''Wenn man wirklich Arbeit will, findet man auch welche.''

Weil kein Gesetz der Welt es verbietet, faul zu sein. Und wenn die Arbeitgeber in den Fragebogen immer schön brav reinschreiben, daß derjenige nicht geeignet ist, kann man den Leuten fast keinen Vorwurf machen. Da müssen sich nun mal alle korrekt verhalten, dann würde es sowas auch ganz schnell nicht mehr geben!

Wären die entsprechenden Arbeitsplätze vorhanden, die allen ein existenzsicherndess Einkommen ermöglichen, wäre ich für eine sofortige Abschaffung.

Oft genug ist aber das Problem nicht die fehlenden Arbeitsplätze, sondern die mangelnde Qualifikation der Bewerber. Es gibt z. B. sehr viele freie Ingenieursstellen und auch sonst herrscht in vielen Branchen Fachkräftemangel. Hier suchen viele Firmen oft vergeblich und händeringend nach geeigneten Bewerbern. Wenn jemand aber nichts gelernt hat, aus welchen Gründen auch immer, dann wundert es mich nicht, wenn dieser jemand keinen Job bekommt. Aber auch hier darf man natürlich nicht alle über einen Kamm scheren und mir ist sehr wohl bewusst, dass es auch viele gut qualifizierte Menschen gibt, die nichts finden.

"Warum gibt es Hartz IV, für Menschen die nichts tun, obwohl sie könnten ?"

Das stimmt nicht. Die Menschen, die könnten, aber trotzdem nichts tun, bekommen dann kein Arbeitslosengeld mehr. Das nennt sich auch Sperre.

Die überwältigende Mehrheit aller arbeitsfähigen AlgII-Empfänger ist auch arbeitswillig. Es sollte aber auch dem dümmsten Blöd-Zeitungsleser schon aufgefallen sein, dass die Anzahl der offenen Stellen äußerst gering und die Anzahl der Arbeitssuchenden sehr groß ist. Ohne Arbeitsplatz ist nichts mit "können".

Man sollte diese Hetze nicht mitmachen und als Arbeitnehmer lieber darüber nachdenken ob man aus seinem Vollzeitjob einen Teilzeitjob macht, damit ein Arbeitsloser die andere Hälfte der Arbeit übernehmen kann.

Das könnten aber nur diejenigen tun, die viel verdienen. Viele AN liegen ja gerade mal kurz über den Hartz IV-Satz. Es müssten höhere Tarife wieder gezahlt werden, damit auch diejenigen, die "keinen Bock" haben wieder Lust verspüren. Denn das was derzeit abgeht, da geht bei vielen wahrscheinlich der Reiz zum arbeiten verloren, wenn sie dann auch nicht mehr Geld zur Verfügung haben. Das ist ja das Dilemma.

@Panikgirl

Das wirkliche Dilemma ist, dass das Wirtschaftssystem seiner eigentlichen Aufgabe, der Lebenssicherung der Gesellschaft, verlustig gegangen ist und zu einem System umfunktioniert wurdem, dass Reichtum für einen kleinen Teil der Gesellschaft erwirtschaften soll.

@wim50

Auch das ist richtig!!! Habe letztens die Statistik irgendwo gelesen und zwar das ca. 10 % der Deutschen 95 % des Gesamtvermögens als Ihr Eigen betrachten können und wir anderen 90 % haben die restlichen 5 % Vermögen. Das Vermögen der reichen Schicht hat sich sogar immens vermehrt in den letzten Jahren. Das ist eine Schande!!!

@Panikgirl

Und wenn man da mal weiterrechnet kommt man zwangsläufig und ganz objektiv zu dem Schluss, dass das nicht ewig weitergehen kann. Ende Fahnenstange, Schluß mit Lustig. Es gibt nur zwei Alternativen: entweder Änderung der Verteilungsmechanismen (daran haben die Begünstigten dieses Systems wenig Interesse) oder boooom. Die Mähr vom ewigwährenden Kapitalismus (der Kommunismus ist ja schließlich den Bach runter und taugt eh nichts) kann man sich einreden lassen, muss sie aber nicht glauben. Eine gute Zeit, sich mit Alternativen zu befassen.

@wim50

Das gibt sowieso irgendwann einen Knall. Es hat alles damals mit dem zu frühen Mauerfall begonnen - meine Meinung

@MarcSu

Ja, das reicht aber auch.

Was möchtest Du wissen?