Warum gelten hemlich gemachte Aufnahmen einer Straftat nicht vor Gericht?

5 Antworten

Wegen des Rechts am eigenen Bild sind solche Aufnahmen regelmäßig nicht als Beweis zulässig.

Außerdem sind das MOMENTaufnahmen, die nicht den Tathergang bezeugen, sondern nur die Anwesenheit der fotografierten Person am Tatort.

Ich könnte dich zB beim winken mit erhobener Hand knipsen, Serienaufnahme durchlaufen lassen, die Aufnahme nehmen wo die winkende Hand im (ansatzweise) passenden Winkel ist und dich dann wegen Zeigend es Hitlergrusses in der Öffentlichkeit anzeigen. Dabei hast du "nur" der wegfahrenden Person XYZ nachgewunken....

Selbstverständlich sind solche Aufnahmen zu einer Aufdeckung einer Straftat zulässig. Das Recht am eigenen Bild spielt keine Rolle mehr, wenn es um ein Kapitalverbrechen geht

Du mußt das anders formulieren. Die Aufnahme muß einem anderen Zweck gedient haben und absichtlich gemacht worden sein. Allerdings nicht mit der Absicht, den Straftäter zu filmen, der darf nur zufällig drauf sein.

So wurde jedenfalls in Bezug auf Dashcams im Auto bereits geurteilt. Zeichnest Du immer alles auf, ist das gesetzeswidrig. Zeichnest Du aber nur eine bestimmte Fahrt auf, weil Dir gerade diese Strecke gefällt und Du sie Dir zu Hause noch einmal ansehen möchtest, und dabei passiert ein Unfall, dann darf die Aufnahme verwendet werden...

Das stimmt so nicht. Natürlich darf man auch eine Straftat direkt und zu diesem Zwecke aufnehmen. Das dürftest du auch mit der Dashcam.

@AalFred2

Ja. Wenn Du die Kamera dazu angemacht hast. Die darf aber eben nicht pauschal immer mitlaufen. Und meistens weiß ich doch erst hinterher, dass eine Aufnahme nicht schlecht gewesen wäre.

Ein Streitfall sind wohl noch Kameras, die nur eine bestimmte Zeit speichern und die Aufnahme dann überschreiben, so dass z.B. die letzten 15 Minuten gespeichert sind. Da muß man dann entweder einen Knopf drücken, um die Aufnahme zu stoppen (und das Überschreiben zu verhindern) oder ein Crash-Sensor übernimmt das.

Genau deswegen wird so eine Aufnahme i.d.R. vor Gericht nicht anerkannt. Es gibt aber auch Ausnahmen, wenn z.B. die Aufklärung der Tat vom Gericht für wichtiger befunden wird, als die Persönlichkeitsrechte des Täters.

Wenn es sich um Aufnahmen eines Überwachungsvideos handelt, die werden anerkannt, da es sich nicht um heimliche Aufnahmen handelt.

Hab ich doch geschrieben. "Es gibt aber auch Ausnahmen, wenn z.B. ". Z.B. heißt, dass es auch noch andere Ausnahmen gibt, als das von mir genannte.

Im Gegenzug wird imho aber auch nicht jede heimliche Aufnahme anerkannt. Z.B., wenn die Aufnahme den Täter stark in seinem Persönlichkeitsrecht eingeschränkt wird, sich aber bei der Tat "nur" um eine "harmlose" Ohrfeige handelt.

Weil man zum Mittäter wird, man hätte schon von Beginn an eingreifen müssen.

Die Polizei observiert auch keinen Kinderschänder und kommt dann nach einem halben Jahr sie haben so und so viele Kinder vergewaltigt. Dann wäre die Polizei bei jedem Kind Mittäter, die hätten es beim ersten schon verhindern müssen.

Das ist Unsinn. Du als Bürger stehst nicht in der Pflicht, als Ersatzpolizist einzuspringen und dein Leben zu riskieren. Wofür zahlst du Steuern?

Du stehst nur in der Pflicht, die Straftat rechtzeitig anzuzeigen.

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