Warum geben viele Hartz/4 Empfänger ihr Geld für Alkohol aus?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hartz IV Empfänger sind Leute, die Probleme haben. Das können unterschiedliche Probleme sein - angegriffene Gesundheit, schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt, ein kleines Kind zu versorgen und ein Papa der nicht zahlt, oder eben der Alkohol.

Das Problem war also schon vorher da. Und das geht auch nicht einfach weg, nur weil man jetzt weniger Geld hat. Das bleibt, und der Hartz IV Empfänger trinkt weiter.

Hartz IV Empfänger sind Leute, die Probleme haben. Das können unterschiedliche Probleme sein - angegriffene Gesundheit, schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt,

Hartz-IV-Empfänger haben also auch keine anderen Probleme als andere Leute auch - und sie haben gerade keinen Job.

Wer vorher vielleicht nur Mindestlohn verdient hat, und dann arbeitslos wir (ALG 1), der hat so wenig, dass er "Aufstocker" ist - auf ALG II - Niveau.

Natürlich gibt es die Schicht ALG II-Empfänger, die sind durch etwas unkontrollierten Umgang mit Alkohol aus dem Job geflogen und genau wegen dem Thema nicht wieder reingekommen. 

Aber die werden nicht zum Alkoholiker, weil sie ALG II bekommen, die haben auch schon vorher getrunken.

Wenn der hier mühsam zusammen gestückelte "Sachverhalt" stimmen würde, dann wären alle Leistungsbezieher über kurz oder lang Alkoholiker und kein Nichtleistungsbezieher hätte ein Alkoholproblem. 

Beides ist Unsinn. 

Die ganze ursprüngliche Fragestellung hat schon etwas diffamierendes und deine Antwort macht die schlechte Fragestellung auch nicht besser.

@EstherNele

So eine schlechte Antwort bekommt eine Auszeichnung, unglaublich! Aberdas ist meistens so wenn der FS es genauso hören möchte.

Ich stoße mich an deiner Formulierung "wirklich viele ...".

Irgendwie assoziiert das für mich, dass es prozentual ungleich mehr sind oder sogar ein Vielfaches, verglichen mit den Nicht-Leistungsbeziehern. Das stimmt bloß nicht - so viel höher ist der Anteil der regelmäßig Trinkenden gar nicht, es wirkt sich eben bloß finanziell viel spürbarer aus als bei gut Verdienenden, deren Alkoholkonsum sich finanziell nicht so deutlich bemerkbar macht.

Außerdem hast du außer Acht gelassen, dass Alkoholismus eine anerkannte Krankheit ist. Also keine selbstbestimmte Entscheidung "Das Geld ist knapp - also verzichte ich auf den Alkohol".

Das Problem ist eher der Suchtdruck, der allein mit starkem Willen und guten Vorsätzen nicht in den Griff zu bekommen ist.

Außerdem, fällt mir gerade auf, scheint die Gesellschaft mit dem Begriff "Alkoholiker" viel inflationärer umzugehen, wenn es um Personen aus den unteren sozialen Schichten geht, als man es bei den oberen Schichten tut.

Jemand, der täglich konsumiert, und wenn es bloß seine 2 Gläser Wein, Cognac oder Whisky abendlich zum "Entspannen" sind, gilt nach WHO-Definition als Alkoholiker. Da würde so mancher leitende Angestellte oder Vorstandsmensch mit darunterfallen - jedenfalls nicht nur der ALG II-Empfänger mit seinem abendlichen Bier am Supermarkt.

Gibt es dazu eine Statistik, welche aufzeigt, dass dies prozentual viele Hartz-IV-Empfänger machen? Ich kenne nicht so viele davon, war aber selbst über zusammen genommen einige Jahre Hartz-IV-Empfänger und habe nie Geld für Alkohol, Tabak oder sonstige Drogen ausgegeben. Ich sehe dazu, ehrlich gesagt, auch gar keinen Anlass.

leider ist es aber nunmal Fakt, daß wirklich viele Hartz4-Empfänger ein Großteil ihres Geldes für Alkohol ausgeben

Belege das mit einer Quelle oder hör auf Vorurteile zu verbreiten. Wenn es "Fakt" ist, gibt es ja sicher hoch offiziele Zahlen. Wieviele sind es denn bundesweit? 10.000? 50.000? 1.000.000?

Erwartest Du im Ernst eine sachliche Antwort auf Deine berechtigte Erwiderung?

Sowohl in der Frage wie auch in vielen Antworten kommt doch im Wesentlichen eines zum Vorschein: eine eigene vorgefasste, abwertende Meinung als feste Tatsache zu sehen!

Oder haben ein (oder mehere) Smartphones mit komplett-Flat?
Oder rauchen pro Tag 2-3 Schachteln weg?

Das werde ich auch nie verstehen.....

Normal denkt man ja, wenn einem finanziell das Wasser bis zum hals steht, dann stoppt man erst mal alle sinnlose Ausgaben wie z.B. Kippen, Alk, Handy etc.

Offenbar denken aber nicht alle so....

Offenbar denken aber nicht alle so....

Und offenbar grassieren hier massive Vorurteile!

@Familiengerd

keine Vorurteile, das sind Tatsachen.

@troublemaker200

Aha, Du hast also die Nase in jeden Hartz-IV-Haushalt gesteckt, hast Vergleiche zu Nicht-Hartz-IV-Empfängern gezogen, weißt um die Zusammenhänge von  Hartz IV mit "Smartphones mit komplett-Flat", dem "Wegrauchen von pro Tag 2-3 Schachteln", Alkoholismus usw. und kennst die statistischen Untersuchungen, dass Du Dir einbildest, das beurteilen zu können?!?!?

@Familiengerd

Genau. Und zusätzlich gehen ich mit offenen Augen durchs Leben.

Kennst Du den Begriff "Party-Hartzer"?

@troublemaker200

Genau.

Donnerwetter! Respekt!

Ich wusste nicht, dass Du so gut informiert bist: die Statistiken kennst, empirische Untersuchungen zur Stützung Deiner Unterstellungen durchgeführt hast ("die Nase in jeden Hartz-IV-Haushalt gesteckt"), die sozialpsychologischen Probleme durchleuchtet hast usw.

Da muss ich mich ja dank Deiner profunden Kenntnisse von meiner naiven Vorstellung verabschieden, Hartz-IV-Bezieher wären nicht per se Sozialschmarotzer und würden nicht "in Saus und Braus" leben.

Im Ernst:

Was Du hier zur Begründung in diesem Zusammenhang mit "mit offenen Augen durchs Leben gehen" bezeichnest, ist nichts Anderes als die selektive Wahrnehmung zur Stützung der eigenen vorgefassten Meinung - das muss Dich aber nicht betrüben, denn das ist ein allgemeines Phänomen, das grundsätzlich fast alle Menschen betrifft.

@Familiengerd

Die Party-Harzer erkennst Du übrigens daran, dass sie morgens wenn wir zur Arbeit fahren nach Hause wanken. Total dicht.

Aber meinen Respekt verdienen die sich durch ihr Durchhaltevermögen, überleg mal, die kommen morgens umd 8 nachhause, hackedicht. Und müssen bis 16:00 wieder fit sein. Nicht zum Arbeiten, sondern zur nächsten Party. Hartes Leben sag ich Dir. Denke ich sattel auch um.

@troublemaker200

Das ist selbstverständlich überzeugend:

Individuell-subjektiv beschränkte Einzelerfahrungen als allgemeingültig-objektive Tatsachen ansehen!

@troublemaker200

Also, ich hänge mich eben kurz hier rein.

Sowohl troublemaker als auch Gerd haben recht, es gibt DIE Leistungsbezieher, die wirklich alles mitnehmen, die den ganzen Tag mit Kaffee, Kippe und Bier auf der Couch hocken und über den Staat lästern weil er nicht genug für sie tut..... Auf die Idee, dass sie selber etwas tun sollten, kommen die nicht.

Es gibt sehr viele Menschen die nie gelernt haben selber für sich zu sorgen, sich selber zu ernähren und ihre (meist zahlreichen) Kinder, auch. Und sie "erziehen" ihre eigenen Kinder zu späteren Leistungsbezieher, es ist ein Teufelskreis.

Aber, es gibt auch die älteren Leistungsbezieher, die ihr ganzes Leben gearbeitet haben, selbständig waren, sich selber und ihre Familie versorgt haben. Durch Krankheit, durch andere widrige Lebensumstände, sind sie arbeitslos geworden und wenn sie nicht innerhalb eines Jahres wieder einen Job haben, rutschen sie in ALG2.

Wenn noch Ersparnisse oder Versicherungen da sind, müsse die aufgebraucht werden also hat manch einer wirklich für GAR NICHTS gearbeitet, wenn man so will. Diese Menschen reißen sich den Arxxx auf um wieder in Arbeit zu kommen, manchen gelingt es, vielen nicht. Und genau diese Menschen sollte man nicht über einen Kam scheren mit denen, die einfach absolut keinen Bock auf Arbeit haben, die es für selbstverständlich ansehen, dass andere sie durchziehen müssen.

Also, nicht alle sind Partyhartzer, viele Menschen sind total verzweifelt weil sie ein Leben lang gearbeitet haben und trotzdem mit leeren Händen da stehen. Schuldlos.

Allerdings sollte man all denen, die arbeitsunwillig sind, so richtig in den Hintern treten, mit allem was man dafür nutzen kann.

Und noch eine kurze Anmerkung, JEDER Leistungsbezieher, der das Geld für Alkohol, Zigaretten oder Drogen ausgibt, hat einfach zu viel davon. Da nutzt es nicht nur den Alkohol anzusprechen....

Solche Leute würden (von mir) nur noch Gutscheine bekommen, was dann noch übrig bleibt, können sie wegkiffen.

@vanillakusss

Sowohl Sowohl troublemaker als auch Gerd haben recht, als auch Gerd haben recht

Wobei troublemaker200 in unzulässiger Weise eigene Beobachtungen generalisiert und als allgemeingültige Tatsache hinstellt und ich lediglich dieses Vorgehen verurteile!!

@Familiengerd

Ja, eben weil es viele solcher Leistungsbezieher gibt, das ist nun mal Fakt.

Genau so wie es eine Menge Menschen gibt, die händeringend versuchen aus Hartz4 rauszukommen.

Wenn man, beruflich oder sonst wie, mit solchen Menschen zu tun hat (wie Trouble sie beschreibt), kriegt man schon schnell einen dicken Hals...... Und dann ist man schnell geneigt alle über einen Kamm zu scheren.

@vanillakusss

Und dann ist man schnell geneigt alle über einen Kamm zu scheren.

Wie es erkennbar ja gerne und oft geschieht - selbst bei Menschen, von denen man annehmen darf, sie könnten differenzieren!

Kennst Du den Begriff "Hartz-Express"? Das ist keine Dampflok die durch den schönen Hatz fährt, sondern das ist das Sammeltaxi welches der ASB organisiert und bezahlt um die Arbeitslosen zum Amt oder zu sonstigen Maßnahmen fahren. Hier lernst Du was für Leben!!

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