Warum fahren so viele Radfahrer ohne Licht

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wie so oft dienen auch hier die Erwachsenen als schlechtes Vorbild, hier bei uns ganz besonders die Damen und Herren Studenten, für die, Licht inklusive, überhaupt keine Verkehrsregeln zu gelten scheinen.

ja, dem kann ich nur zustimmen, ich arbeite in der Nähe der Humboldt Uni in Berlin, eine Katastrophe.

Vor allem Schulanfänger/innen haben oft noch Schwierigkeiten, ihr Rad vernünftig zu benutzen. Daher empfiehlt die Verkehrspolizei auch, Kinder bis etwa zum 10. Lebensjahr nicht allein mit dem Rad am Straßenverkehr teilnehmen zu lassen.

Aber wir Eltern kennen das ja: Wir sind froh, wenn wir die Taxi-Mama-Kutschiererei loswerden können und die Kids den Schulweg allein meistern.

Aber die Kinderräder haben in aller Regel keinen Nabendynamo, sondern diese klobigen, schwergängigen Dinger, die für Kinderhände nicht leicht zu bedienen sind. Wenn die Eltern nicht von Anfang darauf achten, den Kindern beizubringen, dass das Licht am Fahrrad lebenswichtig ist, ist der Schlendrian anerzogen.

Und die größeren Schulkinder haben eben aus den dann schon durchlebten Gefahrensituationen nichts weiter gelernt - 1000 x probiert, 1000 x nichts passiert ...

Ich kann gar nicht ohne Licht fahren, weil mein tolles Fahrrad ne Automatik hat und wenn der Lichtsensor meint, das Licht soll jetzt strahlen, dann ist das so ... Dazu muss ich nichts mehr ein- oder ausschalten. So sollten alle Räder ausgestattet sein.

Die besten Informationen über gutes Licht am Rad, über Gefahren, Rechte und Pflichten dazu findet man auf den Seiten des ADFC:

http://www.adfc.de/

Ich danke allen für Eure Meinungen zu meiner "Frage"

Für Kinder gilt sicherlich eine Sorgfaltspflicht der Eltern. Wenn man sein Fahrrad irgendwo abstellt, findet man es häufig "auf dem Boden liegend" wieder. Dabei geht das Licht natürlich oft kaputt. Der zweite Grund ist sicherlich, dass es schwerer zu treten ist, wenn der Dynamo am Reifen schleift.

Es ist ein Problem, das viele Leute heute noch nicht begriffen haben, dass auch Radfahrer Verkehrsteilnehmer sind, die sich an die Regeln halten müssen. Und der Verkauf von Fahrrädern ohne Beleuchtung ist ein Punkt, der die Situation nicht verbessert. Auch sollten unsere Gesetzgeber doch mal endlich diese blöde Vorschrift abschaffen, dass Batteriebetriebene Lampen nur an Fahrrädern bis 12kg Gewciht erlaubt sind. Heute gibt es auch nicht mehr die Ausrede, dass der Dynamo einem das Fahren zu schwer macht. In Zeitalter der Narbendynamos merkt man doch schon gar keinen Unterschied mehr. Und wenn man dann eine Sensorlampe daran anschießt, braucht man sich noch nicht mal ums einschalten kümmern. Ich fahre jeden Tag mit dem Fahrrad und habe deshalb auch immer eine Ersatzlampe mit dabei. Wenn wir Erwachsenen den Kindern kein Vorbild sind, wer dann?

Ich bin sehr froh, dass Fahrräder ohne Beleuchtung verkauft werden, denn so bin ich in der Lage mir eine vernünftige Beleuchtung zuzulegen und nicht das Geraffel zu nehmen, was der Gesetzgeber als "richtig" vorschreibt. Was Nabendynamos angeht stimme ich Dir zu, den Widerstand merkt man kaum noch. Sensorlampen ... naja. Gimmick. Ich kann schon erkennen, wann ich Licht anmachen sollte, das klappt beim Auto (da habe ich es eh immer an) ja auch.

Was möchtest Du wissen?