Warum brauchen wir Geld?

5 Antworten

Wie willst du dir denn alles nehmen können, wenn nichts da ist? Denn genauso wäre es, wenn keiner arbeiten würde - es wäre nichts zum Essen da, kein Strom da, keine Kleidung, keine Schuhe, kein Krankenhaus, kein Bus/Bahn-System, es würden keine Autos, Fernseher, Handys usw. produziert werden, keiner würde den Müll abholen, keiner die Post zustellen usw.

Ohne Arbeit gibt es keine Waren und keine Dienstleistungen, also schlichtweg NICHTS. Was willst du dann essen, wo willst du schlafen, wie willst du duschen?????

Und Geld ist einfach nur ein Tauschmittel, das den früheren Tauschhandel (Waren gegen Waren) einfacher macht, denn nicht jeder, der eine Ware will, kann dem Anderen genau das anbieten, was dieser will. Also bekommt man Geld, das man beliebig gegen das eintauschen kann, was man braucht und will.

In Deinen Sätzen sind zu viele "hätten" und "würden" und keine Anleitung, wie der neue Mensch nach zwei Millionen Jahren Fehlkonstruktion endlich so zu bauen ist, dass er vollkommen bedürfnislos ist und ohne eigene Persönlichkeit (dazu gehört ja auch ein eigener Geschmack), sich frei fühlt, und so willig alle Pflichten erfüllt, die ein Enkel aus Nordkorea für richtig hält.

Geld ist ja nur ein Verrechnungstrick! Damit wird möglich, dass man Punkte für den Anbau von Kartoffeln bekommen kann, die man aber ausgeben kann für ein Tischtuch und einen Fahrradreifen, während ein anderer Punkte bekommt für Fahhradreifen und sie für Bananen und eine Stehlampe verwendet. Güter, egal ob Kartoffel, Fahrradreifen, Bananen, Stehlampen oder Tischtücher fallen ja nicht wie Manna vom Himmel. Sie müssen unter Verwendung knapper Güter in Kombination mit Arbeit und Know How hergestellt werden. Und da die Menschen unterschiedliche Bedürfnisse haben, muss es einen Mechanismus geben, der Arbeit, Know How und knappe Güter so lenkt, dass es am Ende irgendwie aufgeht. Die oft beklagte Gier kommt nicht vom Geld, sondern vom Haben wollen. Das wird nicht abgeschafft, wenn Geld abgeschafft wird. Geld ist nur Ausdruck, Materialisation unserer Wertschätzungen und Wünsche. Bedürfnislosigkeit bedeutet, keine persönlichen Wertschätzungen und Wünsche mehr haben. Das gibt es nicht mal in der Tierwelt. Musst mal im Winter Vögel füttern, was die sich streiten, obwohl sie nichts bezahlen müssen.

Keine Chance. Nette naive Vorstellung, aber denk doch z.B. mal an den Bäcker der mitten in der Nacht aufsteht, um uns Brötchen zu backen. Der soll die also umsonst abgeben, mal abgesehen davon, dass er ja auch Mehl etc. braucht? Da würde ich als Bäcker lieber gar nichts machen und schon funktioniert deine Welt nicht mehr.

auf die geschichte der menschheit bezogen funktionierte es die längste zeit ohne geld - aber ab einem bestimmten punkt der entwicklung und der organisation bedarf es eines gegenwertes für leistung - je abstrakter dieser gegenwert desto leichter in der anwendung - so wurde der tauschhandel von der geldwirtschaft abgelöst und entwickelt sich im moment zum bargeldlosen zahlungsverkehr (ist für die regierenden, also herrschenden, besser zu kontrollieren) - ab einem bestimmten punkt der entwicklung kann dann ganz auf geld verzichtet werden

Das würde sich die Welt nicht weiterentwickeln, dass heißt niemand würde sich die Mühe machen etwas zu erfinden etc.

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