Warmwasserzähler und Kaltwasserzähler

5 Antworten

Wozu dann getrennte Zähler? Natürlich nicht! Der Gesamtverbrauch muss anteilig zugeordnet werden. Lass Dich nicht über den Tisch ziehen. Durch sechs darf er den für Treppenhausbeleuchtung und Umwälzpumpe verbrauchten Strom, Schornsteinfeger-, Hausmeister-, Bürgersteigreinigung, ..., alles was nicht einzeln abgerechnet wird umlegen. Es geht soweit, dass er die Anteile auf die jeweilige Wohnfläche aufteilen muss.

Der Gesamtverbrauch muss anteilig zugeordnet werden.

Eben. Und bestimmte Verbräuche werden auch beim Wasser nicht durch die Wohnungszähler erfaßt, sind aber von den Parteien gleichwohl zu tragen, so wie beim Strom eben auch.

@imager761

Das Problem ist einfach, das der Vermieter, es ist eine Aktiengesellschaft, seit Beginn der Modernisierungsarbeiten am rumtricksen ist.

Uns wurde z.B. gesagt, das die Heizung und das Warmwasser einen Monat pauschal abgerechnet wird, für 45€ p.m., und das wir dann 2 Zähler bekommen.

Still und heimlich wurde dann noch ein 3. Zähler, für das Kaltwasser verbaut. Das habe ich auch nur gesehen, weil ich mir Zugang zum Schacht verschafft habe.

Die Miete ohne Strom ist um fast 100€ p.m. gestiegen, von vorher 268,30€.

@tommy40629

aber Hallo, mit sagen das ein Monat pauschal abgerechnet wird -funktioniert keinesfalls. Auch das geht nur über deine Leiche, also mit deinem Einverständnis.

Mit dem setzen des 3. Zählers. bzw. 2. für Kaltwasser läßt auf schlechte Kenntnis seitens Vermieters bzw. Installateurs der wasseführenden Leitungen schliessen.

Sind alle Wohnungen der Mietparteien mit Verbrauchserfassungsgeräten ausgestattet, ist auch nach Verbrauch abzurechen. Das kann auch ab Zeitpunkt der Ausrüstung mitten im Jahr erfolgen. Vorausgesetzt ist, dass der Vermieter allen Mietern das so auch schriftlich mittels einer sog. Erklärung mitteilt. Den Mietvertrag darf er so einseitig ändern (veränderung des Umlageschlüssels). Er darf dann nicht einfach bei 6 Mietern durch 6 teilen. Das dürfte wohl so auch kaum bisher berechtigt gewesen sein. Ohne Angabe eines best. Schlüssels war nach dem BGB die Wohnfläche als Maßstab anzuwenden.

Wie kommst du denn auf die Idee? Wenn Zähler vorhanden sind, werden die für das HAus angefallenen Kosten bei Kalt- und Warmwasser je nach den Zählerständen (besser gesagt, dem Verbrauch der letzten Abrechnungsperiode) auf die Wohnungen verteilt. Bei der Heizung wird auch der Verbrauch abgelesen, aber der wied entweder 30:70 oder 50:50 nach Fläche zu Verbrauch aufgeteilt (hier ist die Heizkostenverordnung die entsprechende Vorschrift).

Hat also der Vermieter nicht wie oben geschrieben abgerechnet, lege Wiederspruch gegen die Abrechnung ein.

PS. Im Übergangsjahr (also wenn innerhalb des Abrechnungszeitraumes eingebaut) sollte halb nach alten halb nach neuem Verfahren gerechnet werden). Fragen also nach, warum er das nicht gemacht hat.

Ok, Danke werde ich machen.

Im Übergangsjahr (also wenn innerhalb des Abrechnungszeitraumes eingebaut) sollte halb nach alten halb nach neuem Verfahren gerechnet werden

angy2001, dass ist aber letzlich deine persönliche Meinung, an der sich kein Vermieter halten muss.

Der Vermieter ist zu Teilabrechnungen nicht verpflichtet § 556 Abs 3 BGB.

Daraus kann geschlossen werden, dass der Vermieter umgekehrt zu Teilabrechnungen berechtigt ist. Zum Beispiel kann er ein "Rumpfjahr" nach Abschluss der Bauarbeiten, hier Einbau von Verbrauchszähler bilden und abrechnen.

@helmutgerke

helmut - du hast recht - das ist nur meine persönliche Meinung.

Aber ich habe inzwischen die Antworten des Fragers hier auf andere Antworten gelesen.

helmut - Du regst dich darüber auf, dass VM womöglich die Abrechnung dieses Jahres noch nach altem Muster (also ohne die Ablesewerte) machen wird. Du weißt es aber letztlich nicht genau - deshalb wäre mein Rat, frag doch einfach mal den VM, wie er denn die Abrechnung für dieses Jahr machen will - auch wenn dafür noch lange hin ist. Deine Aufregung für etwas, was überhaupt noch nicht klar ist, ist doch völlig sinnlos.

Wieso sollte der VM die Verbräuche der Wohnungs-Einzelzähler auf andere oder alle Parteien umlegen?

Er wird diese Werte addieren und die Differenz des ihm berechneten Gesamt-Kaltwasserverbrauchs auf die Mietparteien umlegen, die sie zusätzlich verbraucht haben (Waschmaschinen im Keller, Gartenbewässerung, Heizung auffüllen, Wischwasser Kellerreinigung usw.).

G imager761

Kann jetzt der Vermieter kommen, alles Verbräuche ablesen und den Gesamtwert durch 6 teilen?

Ablesen ja, einfach durch 6 teilen nein.

Kaltwasser muß er zu 100 % nach Verbrauch abrechnen. Heizkosten, wozu auch die Warmwasseraufbereitung zählt, muß er nach der Heizkostenverordnung abrechnen. Und die besagt das 30 oder 50 %, die sog. Grundkosten, nach Wohnfläche und der Rest nach Verbrauch abzurechnen ist.

Ablesen ja, einfach durch 6 teilen nein

Warum bitte nicht, wenn alle Wohnungen gleich groß sind und in den Mietverträgen als Umlageschlüssel - nach Wohneinheiten für Wasser steht, dann kann sehr wohl durch 6 geteilt werden.

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