Wann wurde Cannabis in Deutschland verboten und warum genau?

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Warum Hanf verboten wurde

Die Geschichte des Hanfverbotes beginnt mit der "Ersten Internationalen Opiumkonferenz" in Den Haag 1911/12. Ein hier eingebrachter Vorschlag der italienischen Regierung "Cannabis zusammen mit Opium, Morphin und Kokain den gleichen strengen Regelungen und Strafen zu unterwerfen" wurde von den Teilnehmern der Konferenz abgelehnt. Dennoch stellt dies den ersten Versuch dar Hanf international zu verbieten. Die deutsche Regierung sah damals jedoch keinen Handlungsbedarf und so blieb Cannabis bis 1924 frei in Apotheken erhältlich. Nur diese hatten seit 25. März 1872 das Recht "Indischen Hanf" zu verkaufen.

Am 17.Dezember 1924 beschlossen die Teilnehmer der "Genfer Opiumkonferenz" auf Antrag des Ägyptischen Delegationsleiters "Indischen Hanf" unter gleich strenge Kontrolle wie Opium, Morphin, Heroin und Kokain zu stellen. Dies geschah, obwohl u. a. der amerikanische und der chinesische Delegierte zugaben "beinahe nichts über die Sache" zu wissen. Dennoch wurden keine Experten angehört. Wieder erklärte das Auswärtige Amt: "Dieser Vorschlag ist für Deutschland ohne technisches und kommerzielles Interesse."

Die Beschlüsse der Genfer Opiumkonferenz brauchten dann noch vier Jahre um in Deutschland als Gesetz Wirkung zu entfalten. Dies lag insbesondere an starkem Druck durch die pharmazeutische Industrie. Am 10. Dezember 1929 schließlich beschloss der deutsche Reichstag ein neues Opiumgesetz, das erstmals auch Cannabisbesitz unter Strafe stellte. Seit diesem Tag ist berauschender Hanf in Deutschland verboten. Die Abgabe in Apotheken war jedoch, bei Vorlage eines ärztlichen Rezeptes, weiterhin möglich. Diese Verwendung von Hanf als Medizin verschwand aber in den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg.

Erst die Studentenrevolte der Zeit um 1968 brachte Hanf wieder auf die deutsche Tagesordnung. Als Reaktion auf den Cannabiskonsum der meist jungen Revoluzzer überarbeitete der deutsche Bundestag das bestehende Opiumgesetz und verabschiedete im Dezember 1971 eine geänderte Fassung, die Cannabis und einige andere Drogen vollständig verbot. Gleich mit verboten wurde dabei die Verwendung der ältesten Kulturpflanze des Menschen - Hanf. Zum 1. Januar 1982 schließlich trat eine Änderung des BtMG in Kraft, die auch den Anbau von Hanf unter Strafe stellte.

Erst in den 90ern kam durch die Zulassung von Faserhanfpflanzen mit einem Wirkstoffgehalt von unter 0,3% wieder Bewegung in die gesetzliche Lage. Seit 1996 wird auch in Deutschland wieder legal Hanf angebaut. Die Anbauflächen wachsen kontinuierlich. Im Jahre 2005 wurde Hanf von europäischen Unternehmen schon auf mehr als 16.000 ha angebaut (Deutschland ca. 2000 ha). Hanffasern werden heute hauptsächlich für Spezialzellstoffe, Verbundwerkstoffe und Dämmstoffe genutzt.

Quelle: DHV (Deuscher Hanfverband)

Lesenswert als weitere Hintergrund-Info: http://de.wikipedia.org/wiki/HarryJ.Anslinger

Es gibt zwei Studien aus Holland und USA, die besagen, daß ein bekiffter Autofahrer mindestens so gut fährt wie ein nüchterner. Das klingt erstmal paradox. Aber der bekiffte Autofahrer fährt defensiver, langsamer. Allein deswegen sinkt die Unfallgefahr. Alkohol macht aggressiv und dementsprechend ist der Fahrstil gefährlich. Auch sind nüchterne Menschen eher geneigt, mal kurz aggressiv zu werden oder gestresst zu sein. Und das macht sich im Fahrverhalten bemerkbar und die Unfallgefahr steigt. Für das Cannabis Verbot gibt es nur politische Gründe, keine logischen oder medizinischen Gründe. Übrigens: Heroin ist ein eingetragenes Warenzeichen der Chemie Firma Bayer. Das haben die auf den Markt gebracht um die Opiumsucht zu bekämpfen. Inzwischen gibt es Methadon um die Heroinsucht zu bekämpfen. Rate mal, welche Firma das herstellt. Und inzwischen gibts auch ein Mittel um die Methadonsucht zu bekämpfen. Und wieder ist Bayer vorne mit dabei. Zufall? Nein, das hat Methode. Mit dem künstlichen Cannabis-Medikament ist es das selbe. Mit einem Landwirtschaftlichen Produkt lässt es sich nicht so gut Geld verdienen. Auch ist das mit den Patenten nicht so einfach. Aber da arbeiten sie gerade daran, daß jedes Lebewesen patentiert werden kann. Deshalb ist der Wiederstand gegen Gen-Food so wichtig!!!!

leider wurden schon einige lebewesen patentiert....halte ich für absolut krank....

Ja wegen des Nylons, der Hanf verdrängen sollte. Darauf gin wurde eine Hetzkampagne gegen Hanf gemacht. Auf Youtube findest du ne Doku!

diese doku heißt : "hanf-das milliarden dollar kraut" jeder mensch der meint er könne sich eine meinung bilden...sollte diese doku gesehen haben.....mal bei wikipedia "droge" einzugeben und sich die rangfolge nach schädlichkeit anzugucken ist auch nicht verkehrt....oder mal bei cannabislegal.de oder hanfhaus.de oder hanfverband.de vorbeischaun...achja und studien über cannabis findet man im inet und auch seiten von unis zu hauf....man muss sich nur informieren wollen....;)

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