Wann Vertrag bei neuen AG unterschreiben

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Grundsätzlich sollte man erst kündigen, wenn der neue Arbeitsvertrag unterschrieben ist;

rechtlich bindend wäre auch eine möglichst schriftliche (es geht auch eine mündliche - jedoch Probleme des Beweises) Einstellungszusage des neuen Arbeitgebers (das ist auch oft der übliche Weg, wenn Kündigungsfristen eingehalten werden müssen und die Zeit knapp ist), obwohl im Grunde auch nichts gegen einen sofortigen Arbeitsvertrag spricht.

Diese Einstellungszusage ist verbindlich, jedoch treten nicht automatisch alle Rechte ein, die bei einem unterschriebenen Arbeitsvertrag zwangsläufig sind.

Auch die Einstellungszusage kann nur durch einen Aufhebungsvertrag oder durch Kündigung rückgängig gemacht werden.

Dennoch sollte man das nur machen, wenn auch wirklich 100%-ige Sicherheit besteht, daß auch der Arbeitsvertrag folgt (aber wo gibt es das schon); daher ist hier Vorsicht geboten.

Deshalb solltest Du mit Deinem neuen AG sprechen, daß er Dir schnellstmöglich den Arbeitsvertrag gibt; Du kannst ihn natürlich auch auf die Kündigungsfrist hinweisen, die Du ja einhalten mußt; das hat auch nichts mit Mißtrauen zu tun.

Was die Krankenversicherung betrifft:

Du bist bis zum letzten Tag der Kündigungsfrist angestellt in Deiner jetzigen Firma, (auch wenn Du bereits gekündigt hast); da gibt es kein Problem.

Du bist in jedem Fall, bei Beendigung eines Arbeitsverhältnisses, 4 Wochen nachversichert (da braucht kein zusätzlicher Beitrag bezahlt zu werden).

Super wunderbar, vielen Dank !

Unbedingt erst den neuen Vertrag unterschreiben, dann kündigen. Sonst hast Du das risiko, ohne Arbeitsvertrag dazustehen, wenn irgendwas dazwischenkommt mit der neuen Stelle.

Na sicher macht man das so...alles andere wäre blöd. und wenn du kündist und aus dem anderen job nichts wird bekommst du nicht mal arbeitslosengeld für die ersten 3 monate. und wenn du während der kündigungsfrist krank wirst, dann gibst du dem arbeitgeber ne krankmeldung und fertig.

Das mit den drei Monaten Sperre weiß ich auch. Gibt es für das " na sicher macht man das so...alles andere wäre blöd " etwas mehr Fundament ? Sprechen Sie aus Erfahrung oder ist es gesetzlich geregelt ? Wie gesagt, ich wäre für jede Hilfe dankbar.

@hanna1980

nein da gibt es keine gesetzl. grundlage für. jeder kann natürlich nach belieben seinen job kündigen...natürlich form und fristgemäß...was du danach machst liet ja dann an dir...nur wenn du keinen vertrag unterschrieben hast, hast du auch keinen anspruch. es sei denn du hast eine schriftl bestätigung für die 100% ige zusage

Selbstverständlich sollte man erst den neuen (unterschriebenen) Arbeitsvertrag in der Tasche haben, bevor man kündigt. Alles andere wäre grob fahrlässig.

Du musst doch nicht einmal krank sein, es passiert immer wieder, dass AG sich nicht an ihre mündlichen Zusagen halten. Dann stehst Du ohne Arbeit da und bekommst noch eine Sperre des ALG. Es ist ja schön, wenn man etwas versprochen bekommt aber sicher ist es erst, wenn vertraglich geregelt.

Die Versicherungsfrage kann ich weniger beantworten. Aber mir sind schon mehrere Fragen untergekommen, wo nach erfolgter Kündigung und voller Erwartung auf einmal der neue AG andere Pläne hatte.

Die Folge war eine dreimonatige Sperre beim Arbeitslosengeld, nachdem der bisherige Job aufgegeben wurde.

Befristetervertrag soll nach mündlicher Zusage in ein unbefrister übergehen?

Hallo,

kurze Frage zu einem "zunächst befristeten Arbeitsvertrag"

Juni 2017 einen Arbeitsvertrag bekommen.

Folgendes steht im Vertrag:

... die ersten 6 Monate gelten als Probezeit. Während dieser Zeit kann das Arbeitsverhältnis beiderseits unter Einhaltung einer Frist von 4 Wochen gekündigt werden.

ZUSATZ!

Sofern vor Ablauf der Probezeit keine weitere Vereinbarung getroffen wird, wandelt sich das Arbeitsverhältnis in ein solches von unbestimmter Dauer um.

Vor Ablauf der Probezeit nachgefragt ob das Arbeitsverhältnis über die Probezeit hinaus weiter besteht! ANTWORT AG Ja!

Da der Vertrag auf 1Jahr befristet war, bin ich davon ausgegangen das der Vertrag zum Ablauf der Frist endet.

AG hatte sie diesbezüglich nicht weiter geäußert. Da man aber verpflichtet ist wenn man weiß das man verrausichtlich arbeitslos wird, muss man sich ja 3 Monate vor Ablauf der Frist bei der Agentur für Arbeit melden.

Den Arbeitgeber darauf angesprochen, bezog er sich auf den weiteren Satz, sofern vor Ablauf der Probezeit..... wandelt sich das Arbeitsverhältnis in ein Arbeitsverhältnis auf unbestimmte Zeit um. Soll mir keine Sorgen machen, der Vertrag geht nach der Vereinbarung in ein unbefristeten über.

Heute kommt der AG (Samstag) 02.06.18 und legt einen neuen Vertrag vor den ich unterschreiben soll. Darin steht dann aufeinmal das ich doch wieder nur einen befristeten Vertrag unterschreiben soll. Zu den gleichen Voraussetzungen wie zu dem Vertrag zuvor.

Kann der Arbeitgeber nach mündlicher Zusage das der befristete Vertrag unbefristet wird, plötzlich daher kommen und einen neuen befristeten vorlegen den ich unterschreiben soll?

Und wenn ich den in meiner überrumpelten Situation dummer Weise unterschreiben habe, kann ich meine Unterschrift widerrufen?

Würde mich über sachdienliche Antworten freuen🙂

Bin irgendwie völlig überrumpelt und fühle mich getäuscht.

Vielen Dank für eure Hilfe

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