Wann verlangen Arbeitgeber Führungszeugnis?

5 Antworten

Ein Polizeiliches Führungszeugnis, wie auch andere Zeugnisse werden in der Regel schon gleich am Anfang verlangt, aber es kann auch sein das sie erst später mal damit kommen.. bei mir war es auch mal so, dass ein Arbeitgeber nach einigen Wochen zu mir meinte.. ach ja, ich brauche von ihnen noch ein Führungszeugnis.

Die Vorlage eines Führungszeugnisses darf der Arbeitgeber normalerweise bei der Bewerbung nicht verlangen. Denn dort sind schließlich alle Vorstrafen aufgeführt, also auch diejenigen, die für die Tätigkeit keine Bedeutung haben. Der Arbeitgeber würde also, wenn er von dem Bewerber auf eine Tätigkeit als Kassierer ein Führungszeugnis verlangen dürfte, auch von der für die Tätigkeit irrelevanten Vorstrafe wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt erfahren.

Diese Einschränkung soll verhindern, dass jede Verurteilung zu erheblichen Schwierigkeiten bei der Arbeitssuche führt.

Ein Führungszeugnis dürfen Arbeitgeber deswegen nur bei „sicherheitsrelevanten“ Tätigkeiten verlangen, etwa bei Tätigkeiten im Sicherheitsbereich von Flughäfen oder bei der Bewachung von gefährdeten Einrichtungen oder Geldtransporten, aber auch bei Tätigkeiten in "sensiblen Bereichen", etwa bei Tätigkeiten im Kindergarten. Behörden dürfen bei der Einstellung von Beamten in der Regel ebenfalls ein Führungszeugnis verlangen.

Quelle: www.hensche.de

zumeist in öffentlichen Anstellungen, z.b. Bundesbahn, ansonsten eher weniger, denn wenn ich mich so in manchen betrieben umsehe, da laufen mit Sicherheit 100 Jahre Knast umher!

LG

Obwohl ein astreine Führungzeugnis nicht bedeutet dass man danach nicht Straffällig wird, würde ich bei JEDEM Beruf einen Verlangen und bei Gelegenheitsjob auf jeden Fall...

Es klingt vielleicht hart, beruh taber auf Erfehrung und auch besonders tragische Fälle der letzten 20 Jahre (Nachrichten).

Die kann Nachgerreicht werden. Also muss nicht unbedingt bei der Bewerbung vorliegen. Es sei denn, es steht schon im Angebot.

Neuer Mitarbeiter werden immer mit Argusaugen betrachtet und man informiert sich diskret, wenn die sich irgendwie seltsam benehmen.

Dies hat mit dein Privatleben nichts zu tun. Sondern mit dein Berufliche und offentliche Leben.

Genau.

Mein Führungszeugnis ist "sauber". Beim Bewerbungsgespräch wurde mir außerdem ziemlich direkt zu verstehen gegeben, dass man mir als Quereinsteiger auch deswegen eine Chance gibt, weil ich nicht im Internet präsent sei....sprich, kein Fratzenbuch, kein Blog, kein Twitter, keine privaten Angelegenheiten/Fotos für das WWW einsehbar.

Das unterschätzen sehr viele Stellensuchende...wie leicht man im Web zu finden ist! Und dass die Personaler durchaus Bewerber auch mal googeln...

In einigen Berufen ist das zwingend vorgeschrieben.

Andere Firmen wollen das haben aus schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit heraus.

Wenn es gefordert wird und du es NICHT vorlegst, wirst du nicht eingestellt. So einfach ist das.

Crazy Horse liegt falsch, dass es nur "bestimmte Firmen" fordern DÜRFEN. Diese MÜSSEN es fordern, alle anderen KÖNNEN es fordern.

Da greift die grundgesetzlich garantierte Vertragsfreiheit. Also das Argument: "Das dürfen die doch gar nicht...." zieht hier eben nicht. Sie dürfen eben doch.

Ich arbeite seit kurzem in einer telefonischen Kundenberatung und musste auch eines vorlegen. Nun, ich habe eine weiße Weste und kein Problem damit, das auf Verlangen auch nach zu weisen.

In meiner ersten Antwort habe ich das anhand eines Beispiels auch so dargestellt.

Crazy Horse liegt falsch, dass es nur "bestimmte Firmen" fordern DÜRFEN. Diese MÜSSEN es fordern, alle anderen KÖNNEN es fordern.

CrazyHorse liegt alles andere als falsch!

Eine Vorschrift für bestimmte ArbG, nach der ein Führungszeugnis vorgelegt werden muss, gibt es nicht. Auch können nicht alle anderen pauschal eines verlangen.

Zwischen der auszuübenden Tätigkeit und der Frage nach einer Straftat muss zwingend ein Zusammenhang bestehen. Und nichts anderes ist die Anforderung eines Führungszeugnisses, als die Frage nach einer Straftat.

Selbst wenn der Supermarktbetreiber für die Einstellung eines Kassierers rechtmäßig die Vorlage verlangen könnte, dürfte ein rotes Zeugnis wegen eines nicht mit der Tätigkeit in Zusammenhang stehenden Deliktes (z. B. Nötigung im Straßenverkehr) keinerlei Arbeitsrechtliche Konsequenzen haben.

@ralosaviv

keinerlei Arbeitsrechtliche Konsequenzen

Was für arbeitsrechtliche Konsequenzen denn?

Bei einer Bewerbung besteht nämlich noch gar kein Arbeitsverhältnis!

Und in D herrscht Vertragsfreiheit. Wenn eine Firma sagt: "Dich lass ich hier nicht rein", weil es denen nicht schmeckt, dass "Erschleichung der Beförderung" (Schwarzfahren) 1x im Zeugnis erscheint und die dir dann absagen... kannst du NICHTS dagegen tun.

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