Wann und wie kann ich jemandem Hausverbot erteilen?

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Du kannst ein Hausverbot für Deinen auschließlich von Dir genutzten Bereich jderzeit und ohne Begründung aussprechen.

Du kannst aber KEIN Hausverbot für einen Bereich aussprechen, den Du vermietet hast; auch nicht für den Bereich, an dem der Mieter ein Mitbenutzungsrecht hat.

Entscheidend für ein Hausverbot ist nicht das Eigentum, sondern das Hausrecht. Das Hausrecht ist indessen an den berechtigten Besitz gebunden. Der Mieter ist berechtigter Besitzer.

Oh ok. Danke.

Für ein Hausverbot brauchst du keinen Grund. Wenn dir irgendjemandes Nase nicht gefällt, kannst du als Eigentümer ein Hausverbot aussprechen. Findet man in verschiedenen Rechtsforen im Net. Hier mal ein Beispiel: http://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20080226122219AAmY5gH

DH vielen Dank!

Ohne erkennbaren echten Grund einfach ein Hausverbot zu erteilen, ist bei manchen Leuten richtig in ! So seins holt moal.

Der Vermieter (Eigentümer) hat das Recht, jedem, der nicht im Hause wohnt, das Betreten seines Hauses und des Grundstücks ohne Angabe von Gründen zu verbieten und ihn zum sofortigen Verlassen aufzufordern (§ 903 BGB).
Allerdings steht dem Vermieter gegenüber dem Mieter das Hausrecht nicht zu und gegenüber Besuchern des Mieters nur in Ausnahmefällen (LG Hagen WM 92, 430).

So wie ich das sehe, kann zumindest der Hauseigentümer diesem Menschen Hausverbot erteilen. Ich würde ihm den Fall vortragen und ihn bitten, das Hausverbot auszusprechen.

Dir rate ich auf jeden Fall zum Kauf eines Aktenvernichters. Wir leben zwar im eigenen EFH mit eigebnem Grundstück und eigener Mülltonne, aber trotzdem schreddere ich alles durch, was nicht für die Augen anderer bestimmt ist. Bei mir könnten die Leute wühlen so lange sie wollen - da wäre nichts Interessantes mehr zu lesen!

Ach so, Du bist der Hauseigentümer? Na dann sprich selbst das Hausverbot aus!

Der Mieter darf selbstverständlich auch seinen Freund als Besucher empfangen. Ein "Hausverbot" - selbst wenn man es erteilen könnte - würde also nicht die Wohnung des Hausbewohners betreffen. Auch kann man nicht einfach die Zugangswege zu der Wohnung des Mieters sperren.

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