Wann spart man wirklich durch Runterdrehen der Heizung?

11 Antworten

Die Variante, bei der die Differenz zwischen innen und aussen Temperatur niedriger ist, spart mehr Energie. Jedoch wenn Wände auskühlen, dann wirken diese kalt - eine höhere Raumtemperatur ist notwendig und Behaglichkeit zu erreichen. Ich persönlich habe keine Absenkung und heize die Räume 24h auf gleicher (niedrigerer) Temperatur. Nicht primär wegen den Kosten eher wegen der Behaglichkeit.

Ich habe mir schon vor Jahren elektronische Heizkörperrregler an allen Heizkörpern montiert und fahre die Temperatur über ein Zeitprogramm nachts auf 16 °C runter. Ich habe aber die Luxusvariante mit Funksteuerung. Wenn ich außer Haus gehe drücke ich an der Zentrale aufs Knöpfchen und kann einstellen wann ich wieder da bin. In dieser Zeit werden alle Heizkörper ebenfalls gedrosselt und automatisch wieder hochgefahren. Mein Gasverbrauch ist seitdem um ca. 40% gesunken.

Ich denke auch, dass 4 Grad wohl zu viel sind.

Sofern du elektronische Heizwärmemessgeräte am Heizkörper hast, dann kannst Du ja genau ablesen, wieviele Einheiten im Zeitraum 22:00 - 8:00 Uhr verbraucht wurden, je nachdem um wieviel Grad zu abgesenkt hast. Ich gehe dabei davon aus, dass um 8:00 Uhr, die Soll-Temperatur wieder erreicht wurde.

Hierbei sollten natürlich die Außentemperaturen während der Nacht gleich sein.

Und die Windgeschwindigkeit, Luftfeuchte, Bedeckunsgrad (Wolken) und regnen sollte es auch nicht.

Die Ergebnisse werden nicht (serioes) vergleichbar sein.

Mit praktischen Messungen wird es kaum was werden.

Ist schon eher eine Denksportaufhabe.

@DietmarBakel

Denksportaufgabe? - Nicht wirklich. Da das ganze ja von vielen Faktoren abhängt, wie Du auch schreibst. Aber wichtigere Faktoren, sind halt auch die gut gedämmt, ob im EG oder Dachgeschosswohnung, oder ob das Zimmer zwei Außenmauern hat und ggf. ...

Ich wohne in einem schlecht gedämmten Altbau, EG mit Außenmauer mit einer Gasetagenheizung. Da der Gaszähler in der Wohnung ist, kann ich genau ablesen, wie hoch der Verbrauch, bei unterschiedlichem Heizverhalten ist. Ich kann immer nur bestätigen, bei mir nutzt eine Absenkung um mehr als 2 Grad gar nichts. Eine Absenkung von 4 Grad und mehr kostet mich sogar mehr Gas, als wenn ich gar nicht absenke. Bei mir kommt noch die Besonderheit hinzu, das ich eine dedizierte Gastherme habe. Bei einer Zentralheizung mag das auch anders sein. Das ist keine Geistesarbeit, sondern Fakt durch Ablesen des Gaszählers.

Hoffentlich hast Du Dich nicht irritieren lassen von dieser neumodischen esoterischen Sekte, die unter Leugnung des Energieerhaltungssatzes seit Jahren predigt, 

spart Heizkosten durch Heizkostenverschwendung!

Absolut jede Senkung der Raumtemperatur führt immer zur Heizkostensenkung!

Die Wärmemenge, die zum Wiederaufheizen zugeführt wird, wurde vorher bei der Temperaturabsenkung von den Wänden und sonstigen Körpern an die Raumluft abgegeben. Aus dem Energieerhaltungssatz folgt, dass kein Körper mehr Energie zur Aufwärmung aufnehmen kann, als er bei entsprechender Abkühlung abgibt.

Sie läuft dann also vermutlich eine Weile auf Hochtouren.

Wenn Du eine einigermaßen neue Brennwertheizung mit entsprechender Regelung hast, sollte die Anlage für  + 4° Raumtemp. NICHT auf Hochtouren laufen, sonden diese (geringe) Differenz im Brennwertbereich / Teillastbetrieb mit möglichst "kleiner Flamme" aufholen. Ältere Heizwertgeräte würden an dieser Stelle Vollgas geben, was ökonomisch wenig sinnvoll ist.

Die Nachtabsenkung wird auf jeden Fall Deinen Geldbeutel schonen.

Grüße, ------>

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