wann muss ich dem arbeitsgeber sagen das ich schwanger bin?

5 Antworten

Ich würde es ihm sagen, wenn Ihr das nächste Mal über den Vertrag redet - spätestens jedoch um den 20. April herum! Wenn Du ihm das nicht sagst, dürfte die Zeit bis zum Mutterschutz äußerst unangenehm werden. Und vergiß nicht, dass Du auch auf sein Wohlwollen angewiesen bist, wenn Du nach der Elternzeit dann wieder dort arbeiten willst. Was machst Du, wenn der Kindergarten anruft, weil das Kind sich übergeben hat und Dein Chef läßt Dich nicht gehen? Was machst Du, wenn die Erzieher streiken und der Kindergarten fällt aus? Was machst Du, wenn eine Schulaufführung ansteht und Du hast keinen Urlaub mehr?

wenn ich es ihm sage bin ich ab 1.5.13 arbeitslos...

@tschaggi

Lieber arbeitslos als der A.sch auf der Arbeit... Wenn Du Dich darauf berufst, dass Du gesetzlich nicht verpflichtet bist, ihm das mitzuteilen, kann er sich auch auf diverse Sachen berufen, zu denen er gesetzlich nicht verpflichtet ist. Und das wird dann echt nicht schön für Dich!

@ErsterSchnee

Bist Du eine Frau, die schwanger ist/war und einen Beruf ausübt?

Soll sie auf das Einkommen bis zum Mutterschutz verzichten und auch dann kein Geld bekommen? Nur, um ein edler Mensch zu sein?

Das Gesetz schützt Schwangere, weil unsere Gesellschaft nur so funktioniert.

@Landlilie

Sie bekommt dann doch Arbeitslosengeld, wo ist denn das Problem? Und so eine Einstellung führt dazu, dass junge Frauen es noch schwerer haben, einen vernünftigen Job zu finden!

da hast du wahrscheinlich recht :/

ganz ehrlich: die welt ist total ungerecht, kein A* schreit nach dir, wenn man immer fair ist. nichts sagen, erst vertrag unterschreiben. man sollte im ersten drittel der ss eh noch nix sagen, weil das die kritische phase ist.

nichtsdestotrotz solltest du dir gedanken machen über den mutterschutz: ist der job sehr stressig? heben, tragen, ganzen tag stehen? lange arbeitszeiten etc? dann soltest du iw versuchen dir entlastung zu schaffen, ohne dass es groß auffällt. und rede NICHT mit kollegen über die schwangerschaft, das getratsche ist sicher!!!!

Ist die Frage nach einer Schwangerschaft im Vorstellungsgespräch zulässig? Die Frage nach einer Schwangerschaft ist generell unzulässig. Wenn Sie vom Arbeitgeber danach gefragt werden, dürften Sie die Unwahrheit sagen, d.h. Sie dürfen eine in Wahrheit gegebene Schwangerschaft verheimlichen. Dies ergibt sich aus § 7 Abs.1 Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG), wonach Beschäftigte nicht wegen eines in § 1 AGG genannten Grundes benachteiligt werden dürfen. § 1 AGG verbietet unter anderem die Benachteiligung wegen des Geschlechts. Ergänzend dazu ist in § 2 Abs.1 Nr.1 AGG klargestellt, dass eine Benachteiligung unter anderem dann verboten ist, wenn sie sich auf die Bedingungen, einschließlich Auswahlkriterien und Einstellungsbedingungen, für den Zugang zu unselbstständiger und selbstständiger Erwerbstätigkeit bezieht, d.h. es wäre verboten, bei der Einstellung von Arbeitnehmern Männer und Frauen ungleich zu behandeln.

Eine "mittelbare" und als solche gemäß § 3 Abs.2 AGG untersagte Benachteiligung bei der Einstellung würden Frauen aber gegenüber Männern erfahren, wenn das Bestehen einer Schwangerschaft ein für die Einstellung bedeutsamer Umstand wäre und daher vom Arbeitgeber abgefragt werden dürfte. Zwar würden unmittelbar nur schwangere Frauen gegenüber nicht schwangeren benachteiligt, doch würde dies im Ergebnis bzw. mittelbar, da Männer nicht schwanger werden können, die gesamte Gruppe der Frauen betreffen.

Nach der früheren Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts (BAG) war die Frage des Arbeitnehmers nach einer Schwangerschaft der Bewerberin ausnahmsweise dann zulässig, wenn die Beschäftigung einer schwangeren Frau auf dem vorgesehenen Arbeitsplatz von vornherein wegen eines Beschäftigungsverbots zum Schutz der Schwangeren oder zum Schutz des ungeborenen Kindes unzulässig wäre. Eine solche Ausnahme macht das BAG aber bereits seit 2003 nicht mehr. Dies folgt aus dem Urteil des BAG vom 06.02.2003 (2 AZR 621/01).

Daher kann eine schwangere Bewerberin, die sich auf eine unbefristete Stelle bewirbt, die Frage nach dem Vorliegen einer Schwangerschaft auch dann falsch beantworten, wenn sie die vereinbarte Tätigkeit während der Schwangerschaft wegen eines mutterschutzrechtlichen Beschäftigungsverbotes nicht ausüben kann. Dieses Hindernis ist nämlich nach Auffassung des BAG nur vorübergehender Natur, d.h. es ist dem Arbeitgeber zuzumuten, auf den Arbeitseinsatz der neu eingestellten Schwangeren zunächst zu verzichten. Ob dies auch dann gilt, wenn ein befristeter Arbeitsvertrag vereinbart wurde und wenn die Schwangere aufgrund ihrer Schwangerschaft die vereinbarte (befristete) Tätigkeit niemals ausüben könnte, ist allerdings noch offen.

Man sollte es dem Arbeitsgeber sofort sagen,denn ja, selber weiß ich das nicht aber ich kann dir sagen sag es ihm ruhig sofort.

In Österreich unmittelbar nach Bekanntwerden der Schwangerschaft, ich nehme an, das ist in D genauso.

Das stimmt nicht. In Österreich muß man genauso wenig angeben dass man schwanger ist. Mich persönlich betrifft es zBsp. gerade. Und auch der Arzt muss es der Krankenkasse nicht melden (und wird es auch nicht tun, wenn man das wünscht). Sollte man aus welchem Grund auch immer in der Zeit die Kündigung erhalten, reicht es, wenn man spätestens 5 Tage nachher das Attest einreicht. Somit wäre eine Kündigung rechtsunwirksam.

Du musst ihm eigentlich überhaupt nie sagen, dass du schwanger bist, aber irgendwann merkt man es ja eh :). Solange er nichts weiss, kriegst du natürlich auch nicht die speziellen Rechte, die eine Schwangere hat.Und je nach Job ist das schon recht wichtig. Es stellt sich halt die Frage, wie er dann reagiert, wenn er merkt, dass du ihm das bewusst verheimlich hast, damit du den Vertrag bekommst. Könnte sein, dass er dann ziemlich sauer wird.

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