Wann muss die Krankmeldung abgegeben werden?

15 Antworten

§ 5 EntgFG Anzeige- und Nachweispflichten

(1) Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, dem Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich mitzuteilen. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage, hat der Arbeitnehmer eine ärztliche Bescheinigung über das Bestehen der Arbeitsunfähigkeit sowie deren voraussichtliche Dauer spätestens an dem darauffolgenden Arbeitstag vorzulegen. Der Arbeitgeber ist berechtigt, die Vorlage der ärztlichen Bescheinigung früher zu verlangen. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als in der Bescheinigung angegeben, ist der Arbeitnehmer verpflichtet, eine neue ärztliche Bescheinigung vorzulegen. Ist der Arbeitnehmer Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse, muß die ärztliche Bescheinigung einen Vermerk des behandelnden Arztes darüber enthalten, daß der Krankenkasse unverzüglich eine Bescheinigung über die Arbeitsunfähigkeit mit Angaben über den Befund und die voraussichtliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit übersandt wird.

(2) Hält sich der Arbeitnehmer bei Beginn der Arbeitsunfähigkeit im Ausland auf, so ist er verpflichtet, dem Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit, deren voraussichtliche Dauer und die Adresse am Aufenthaltsort in der schnellstmöglichen Art der Übermittlung mitzuteilen. Die durch die Mitteilung entstehenden Kosten hat der Arbeitgeber zu tragen. Darüber hinaus ist der Arbeitnehmer, wenn er Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse ist, verpflichtet, auch dieser die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich anzuzeigen. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als angezeigt, so ist der Arbeitnehmer verpflichtet, der gesetzlichen Krankenkasse die voraussichtliche Fortdauer der Arbeitsunfähigkeit mitzuteilen. Die gesetzlichen Krankenkassen können festlegen, daß der Arbeitnehmer Anzeige- und Mitteilungspflichten nach den Sätzen 3 und 4 auch gegenüber einem ausländischen Sozialversicherungsträger erfüllen kann. Absatz 1 Satz 5 gilt nicht. Kehrt ein arbeitsunfähig erkrankter Arbeitnehmer in das Inland zurück, so ist er verpflichtet, dem Arbeitgeber und der Krankenkasse seine Rückkehr unverzüglich anzuzeigen.

Wenn du einen Vertrag hast in dem steht, dass deine AUB am 3. Arbeitstag vorliegen muss und heute kein Arbeitstag für dich ist, musst du heute keine Bescheinigung vorlegen. Wenn der ArbG nach den Vorschriften des Entgeltfortzahlungsgesetzes die Vorlage einer Bescheinigung verlangt, dann steht dort zu lesen, dass die Bescheinigung spätestens am auf den 3. Krankheitstag FOLGENDEN Tag vorzulegen ist, also am 4. Krankheitstag = Kalendertag, also morgen!

Auch wenn Du am 3. Tag frei hast zählt dieser Tag als Krankheitstag. Das ist so wie wenn Du im Urlaub krank wirst. Dann wird ab dem 1. Tag der Krankmeldung der Urlaub wieder gutgeschrieben und zählt nicht mehr als Urlaubstag. Am Besten sofort mit dem Arbeitgeber abklären.

Grüß Dich! Am besten einfach anrufen und es abklären, ehrlich sagen, dass es dir nicht gut geht und ob es Ihnen reicht, dass du die Krankmeldung morgen bringst.

nein die muss heute noch dort hin das ist auch unterschiedlich rufe deinen chef doch mal an und frage ihn obs morgen reicht

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