Wald kaufen und Aussichtsturm bauen

5 Antworten

Wenn du einen Jäger findest, der deine Kanzel als Jagdstand benutzt hast du eine Chance. Der Grat zur Illegalität gem §35 Bau GB ist aber verdammt schmal. Ein böser Nachbar und ihr müsst Rückbauen.

Wald kaufen ist kein Problem, aber Wald ist in der Regel sog. Außenbereich. Im Außenbereich jedoch darf grundsätzlich kein Bauwerk errichtet werden, es sei denn Du bist privilegiert im Sinne des BauGB und das Bauwerk ist notwendig. Das bedeutet, Ihr könnt Euer Vorhaben mit dem Aussichtsturm gleich wieder vergessen!

Es gibt in Wäldern und auch so auf dem Land recht viele Wochenendhäuschen. Was wäre denn dann die notwendigkeit dieser Gebäude die ja auch nicht im "innenbereich" gebaut sind? Oder sind die womöglich auch alle gesetzeswidrig gebaut worden?

@sunny34961

Viele dieser "Wochenendhäuschen" sind von Land- und Forstwirten offiziell als Geräteschuppen gebaut, denn Land- und Forstwirte gelten als provilegiert im Sinne des BauGB. Viele dieser Häuschen sind auch einfach Schwarzbauten, weil das Bauordnungsamt nicht alle Fälle von Schwarzbauten mitbekommt. Wenn allerdings die Behörde davon Wind bekommt, dann muss das Bauwerk abgerissen werden, weil es einfach nicht genehmigungsfähig ist.

@sunny34961

Diese "Wochendhäuschen" sind alle illegal, wenn nicht ein Bebauungsplan besteht, der "Wochenendhausgebiet" ausweist. Und solche BPl sacheitern schon an der Frage der Erschließung und des Naturschutzrechts.

@Seehausen

Erschlossen werden mit Strom und Wasser muss da nichts. Wenn man irgendwann mal Strom für ein paar Stunden benötigt baut man sich einfach eine kleine Photovoltaikanlage aufs Dach, wie ich es oft schon gesehen habe. Und in der Nähe hat (mir schwebt nun eher ein Grundstück an einem Ackerland vor) sogar ein Bauer eine riesige Gerätehalle stehen, der wird die wohl kaum illegal dorthin gebaut haben. Dagegen ist der Turm ja schon fast ein mickriges Bauwerk, was somit eine einfachere Genehmigung bekommen müsste

@sunny34961

EWs nützt nichts, sich selber irgendetwas auszudenken. Die Vorschriften zum Bauen im Außenbereich sind eindeutig (§ 35 BauGB)

@sunny34961

Ja der Landwirt darf das, denn er ist privilegiert im Sinne des BauGB, Ihr aber nicht. Ich würde solch einen Schwarzbau nicht riskieren, denn neben den Kosten für den Bau kommen dann die Kosten für die Beseitigung und ein Bußgeld. Das wäre mir der Spass nicht wert.

ja.. dir werden sicher keine 10 qm verkauft.... und das mit dem turm bekommst du sicher genehmigt wenn du eine firma beauftragst

Nach den Wald- und Baugesetzen ist sowas in Deutschland nicht möglich, es sei denn, die Gemeinde macht einen entsprechenden Flächennutzungs- und dann einen Bebauungsplan..

Was kostet mich diese Erstellung ungefähr?

@sunny34961

Die Aufstellung einer Bauleitplanung ist Sache der Gemeinde. Die Gemeinde kann diese Planung nur aufstellen, wenn alle Behörden, Betroffenen und Träger öffentlicher Belange zugestimmt haben. Und das wird der Gemeinde, auch wenn sie es will, nicht gelingen, da solche Vorhaben gegen Waldgesetz, Naturschutzgesetz, Wassergesetz und Erschließungsrecht verstoßen.

@Seehausen

Welche Behörden müssten da bitte noch zugezogen werden? Und wenn dass ganze nicht im Wald sondern auf einem Stück am Ackerrand wäre? Was auch kein Naturschutzgebiet ist? Dann dürften da Hochsitze ja auch nicht gebaut werden, die haben schließlich die Hauptpfosten auch im Betonsockel. Erschlossen (Verstehe ich mit Wasser, Abwasser und Stromversorgung) muss da garnichts werden.

@sunny34961

Bei der Aufstellung der Bauleitplanung müssen die Behörden je nach Region zwischen 100 und 300 "Träger öffentlicher Belange" beteiligen, die alle ein "Vetorecht" haben.

Das gilt auch für "nicht privilegierte Vorhaben" auf Ackerland.

Hochsitze sind im Außenbereich "privilegiert", weil sie nur im Wald und am Waldrand errichtet werden können und der Jagd dienen.

Wo wohnstn? Wenn du aufn Land wohnst ists kein Problem.. in den Ferien geh ich immer in den Wald wo wir unser Baumhaus+ Feuerstelle haben, nie was passiert

Ach, soll das bedeuten, dass das BauGB auf dem Land keine Geltung hat?

Paymaru erzählt Unsinn und handelt kriminell.

@Seehausen

Aber es gibt wirklich viele Wochenendhütten aus Holz im Wald und auf dem Land. Was soll dann da der Sinn der Gebäude sein? Den Sinn könnten wir auch für den Turm angeben. Oder sind alle dieser Hütten kriminell und verbotenerweise gebaut worden?

@sunny34961

Diese "Wochendhäuschen" sind alle illegal, wenn nicht ein Bebauungsplan besteht, der "Wochenendhausgebiet" ausweist. Und solche BPl sacheitern schon an der Frage der Erschließung und des Naturschutzrechts.

Dacheindeckung - mit welchen Kosten muss ich rechnen - großes Projekt?

Hallo zusammen,

ich habe ein Dach mit 310 qm Dachfläche mit 2 Gauben und 5 Dachfenstern. Die Dachfläche soll komplett mit Biberschwanz in anthrazit (schieferfarben bzw engobiert) eingedeckt werden - die Lattung soll komplett erneuert werden und eine Aufdachdämmung von 10 cm angebracht werden. Dazu kommt ein kleines Vordach mit 1,35 qm das neu gelattet und mit gleichen Ziegeln belegt werden soll. Zuzüglich soll ein Vordach an der Fassade mit 15er Leimholzbindern als Stützen (4 Stück) auf eine Länge von 9 Metern mit 4 m Breite angebaut werden das auch mit Biberschwanz geziegelt und gelattet werden soll (ohne Dämmung) und ins Hauptdach eingelassen werden soll. Die Gaubenfenster sollen Anthrazit verblecht werden (kein Kupfer) und es sind 3 Kamine vorhanden die auch unten herum mit dem Blech gesockelt werden sollen. Ums Haus herum sollen Ortgangbretter aus Holz gesetzt werden (grob ca. 67 Meter insgesamt). Regenrinnen sollen wieder angeschlagen werden aber insgesamt ca 5 Meter in Kupfer erneuert werden. Schneefang soll auf eine Länge von 12 Metern montiert werden und das Gerüst soll vom Dachdecker mit gestellt werden. Habe mir sagen lassen hier wäre ein Kran am besten und ist von der Stellfläche auch möglich. Die Dachplatten sollen aus Sperrholz sein und das Dach soll im Spitzboden mit einer Fläche von ca. 40 qm gedämmt werden (Sparren - Steinwolle) da in diesem Bereich noch GARkeine Dämmung vorhanden ist. Das Abdecken und die Entsorgung der alten Ziegel und Materialien soll auch von der Dachdeckerfirma übernommen werden. Insgesamt wären wir mit NEU zu verziegelnder Fläche mit genannten Biberschwanzziegeln (engobiert) bei ca. 345 qm. Seitlich sollen Ziegel am Dach angebracht werden die "nach unten gekantet?!" sind? Weiß leider nicht wie diese heissen. Der Optik wegen. Wären ca. 60 Meter gesamt.

Kurz: Dach komplett neu Latten, Dämmen, Ziegeln, Aufdachdämmung

Könnte man grob abschätzen mit welchen Kosten ich hier zu rechnen habe?

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