Wäre ein Belohnungssystem für Autofahrer sinnvoll?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Na, da bin ich skeptisch. Einen gewissen Bonus bekommen Leute ohne selbstverschuldete Unfälle ja schon über die Versicherungsprozente - so was ist ok und könnte eventuell auch noch ein bisschen verfeinert werden. Aber sonst noch zusätzliche Regelungen mit finanziellem Vorteil? - was passiert, wenn ein langjährig unfallfreier dann blöderweise doch mal Mist baut oder Pech hat... - der mögliche Prämienverlust einerseits, oder eine kleine Unfallflucht andrerseits ist da eng beieinander. Und ein "zuviel" an Bonus "für unfallfreies Verhalten" begünstig die Neigung eben zur "Unfallflucht". Ich bezweifle sehr, ob das der gewünschte Effekt ist. Einem umgenieteten Gartenzaun mag das als Sachschaden ja noch halbwegs verschmerzbar sein, aber spätestens bei verletzten Unbeteiligten wird Unfallflucht eine ganz bittere Pille.

Und ein "zuviel" an Bonus "für unfallfreies Verhalten" begünstig die Neigung eben zur "Unfallflucht"

Sinnlose, durch keine Zahlen belegbare Behauptung. Richtig ist, dass mir z.B. gar nichts passiert, wenn ich einen Unfall hätte. Meine Prämie steigt nicht. Also warum sollte ich deshalb eine Fahrerflucht riskieren? Fahrerflucht geschieht regelmäßig aus anderen Gründen. Statistisch ist der Grund "Erhalt der Schadenfreiheitsklasse" quasi nicht vorhanden.

@wiki01

Warum steigt deine Prämie nicht?

Wenn ich einen Unfall verursache, steigte ich in den Haftpflicht- und Vollkaskoprozenten.

Von daher wäre der Grund "Erhalt der Schadenfreiheitsklasse" für mich der einzige Grund zur Unfallflucht.

Naja, Drogen oder Alkohol fallen mir vielleicht noch ein.

@ToxicWaste

Warum steigt deine Prämie nicht?

Weil meine Schadensfreiheitsklasse so niedrig ist, dass ich bei einem Unfall zwar in der Klasse steige, die neue Klasse aber die gleiche Prämie bedeutet.

Beispiel: Bei einem Unfall in der SFK 30 werde ich in die SFK 28 zurückgestuft, die Versicherungsprämie ändert sich dadurch nicht, sie bleibt bei 23%.

Hallo noblehostel,

abgesehen von den Rabatten der Autoversicherungen gibt es auch noch Auszeichnungen durch die deutsche Verkehrswacht, siehe auch

http://www.deutsche-verkehrswacht.de/home/dvw-projekte/erwachsene/auszeichnung-bewaehrter-kraftfahrer.html

Die Auszeichnung „Bewährter Kraftfahrer“ gibt es in den folgenden Stufen:

  • Bronze für 10 Jahre Fahrzeit
  • Silber für 20 Jahre Fahrzeit
  • Silber mit Eichenkranz für 25 Jahre Fahrzeit
  • Gold für 30 Jahre Fahrzeit
  • Gold mit Eichenkranz für 40 Jahre Fahrzeit
  • Goldenes Lorbeerblatt für 50 Jahre Fahrzeit

Den Antrag für eine Auszeichnung kann man bei der örtlichen Verkehrswacht (Kreisverkehrswacht xxx e.V.) einreichen. Zitat Landesverkehrswacht Baden-Württemberg e.V.:
"Vorgenommen werden die Auszeichnungen grundsätzlich von den örtlichen Verkehrswachten. Dort erhalten interessierte Kraftfahrer weitere Informationen und die erforderlichen Unterlagen."

Seltsam. Von der Auszeichnung "Bewährter Kraftfahrer" habe ich noch nie gehört.

Hallo, diese Auszeichnung kenne ich schon lange. Früher gab es auch eine Art Auszeichnung bei Volkswagen bzw. dem zuständigen VW-Händler, wenn man mit seinem Wagen eine bestimmte Strcke zurückgelegt hat. Mein Vater hat fürs Käfer-Fahren einmal eine vergoldete Uhr vom örtlichen VW-Händler bekommen.

@Eidolon150

Mein Opa hat von Opel mal einen eingravierten Silberbecher für 250000 Kilometer mit dem Senator bekommen & ein Schreibset "125 Jahre Opel", das muss demnach 1987 gewesen sein.

Eine Plakette für 40 Jahre bewährtes Fahren hat er dann am Grill unseres W124 230E gehabt, die habe ich damals abmontiert & den Opelbecher sowie das Schreibset habe ich auch noch.

Ganz witzig - den Leiter der hiesigen Verkehrswacht kenne ich persönlich. Er ist nach dem Abitur zur Polizei gegangen und hat dort eine entsprechende Laufbahn eingeschlagen. Sein(e) Vorgänger waren ebenfalls soweit ich weiß Polizeibeamte mit Bezug zum Verkehr.

@Eidolon150

Ich kenne den Hiesigen auch^^ ein ehemaliger Beamter, der einen Audi 80 (B3) fährt & immer sehr nett ist. Er hat früher die Verkehrserziehung an Grundschulen gemacht, bei mir auch noch. Ein wirklich lieber Mensch.

Hallo.

So was gibt es.

Mein früherer Chef, bei dem Ich TAXI gefahren habe, hat nur Fahrer genommen die Bereit waren jedes Jahr einen KBA Auszug an ihm zu geben.

Je weniger Einträge um so mehr Sondernachlass gab es. 1/2 für den Chef die andere Hälfte für die Fahrer. Auch gibt es Flottenversicherung.

Mit Gruß

Bley 1914

Das kann funktionieren, immerhin ist der Anteil der Organspender in Ländern wo jeder automatisch Organspender ist höher, da man sich darüber Gedanken machen muss warum man keiner sein will, anstatt darum warum man einer sein will. Und wenn es sich lohnt ein Guter Fahrer zu sein, dann motiviert das mehr zum guten Fahren als die Strafen die man erhält wenn man erwischt wird. Die Menschen wollen halt lieber für gutes belohnt als für schlechtes bestraft werden.

Gibt es doch schon. So werde ich mit 30% der normalen Versicherungsprämie belohnt, weil ich noch keinen selbstverschuldeten Unfall hatte.

Begrüßenswert halte ich die Überlegung, die Versicherung an das Fahrverhalten zu koppeln, wobei das Fahrzeug Daten online an die Versicherung meldet.

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