Vorzulegende Unterlagen bei Erbscheinbeantragung in der gesetzlichen Erbfolge?

4 Antworten

Das Nachlassgericht darf keine Rechtsberatung machen. Als erstes solltest du dir Überblick über das Vermögen des Cousins verschaffen, ob sich die Gebühren und der Aufwand tatsächlich rechnen und gegenüber wem du dich mit Erbschein legitimieren musst ( Bankkonto , Immobilien?)

Wie du schon festgestellt hast, du benötigst das Familienbuch deiner Großeltern!

deine Großeltern, verheiratet, Kinder?

Onkel war verheiratet mit Frau x, gab nur 1 Kind

oder war 2x verheiratet? (Stiefcousin?)

Deine Mutter war verheiratet mit, Kinder?

Der Weg, wie man zum Stiefcousin kommt.

Dann musst du auch noch Nachweis über die Familie der Mutter des Cousins führen. Den Nachweis bringen, dass es tatsächlich keine Geschwister gibt.

alles jeweils mit Geburts- und Sterbedatum.

Inwieweit du hier von den Standesämtern Auskunft erhältst unter Vorlage des Schreibens vom Gericht weiß ich nicht. Ausprobieren. Eventuell bei einem Notar erkundigen.

und denk daran, dass du nach 6 Wochen das Erbe angetreten hast, ob du bis dorthin einen Erbschein hast oder nicht, spielt hier keine Rolle.

Herzlichen Dank, das hilft mir schon sehr weiter. Der Nachlass ist positiv, so dass sich der Aufwand auch lohnen würde.

Ja, mein verstorbener Cousin war das einzige Kind seiner Eltern (seine Mutter hatte auch keine Geschwister). Der Stiefcousin resultiert daraus, dass mein Großvater vor der Ehe mit meiner Großmutter eine außereheliche Tochter (bereits verstorben) hatte und deren Sohn ist nun besagter Stiefcousin, der ja auf seinen Erbteil verzichtet hat. Muss ich dennoch den Weg zu ihm belegen, auch wenn er verzichtet hat? Meine Mutter war mit meinen ebenfalls bereits verstorbenen Vater verheiratet und es gibt hier keine weiteren Kinder.

@Teamchef

http://justiz.hamburg.de/amtsgericht/1287500/nachlassgericht/

Wenn Sie noch nicht alle Urkunden haben, können Sie den Erbscheinsantrag meist dennoch schon stellen. Die Notare oder das Nachlassgericht stehen beratend bei der Beschaffung der fehlenden Urkunden zur Seite. Vorhandene Familienbücher sollten Sie vorsorglich mitbringen.

Alle Urkunden müssen in öffentlicher Form vorgelegt werden, also entweder die von den Standesämtern oder Gerichten ausgestellten Originale oder von einem Notar beglaubigte Urkunden.

Da sind einige Hürden zu nehmen: Also zu deinem Nachlaßgericht mit den Unterlagen, die dir im Orginal vorliegen, allen Informationen die du besitzt, Erbschein beantragen, abwarten. Dann sagt dir der Rechtspfleger auch, was er noch benötigt.

Vielleicht gibt es nach den Großeltern ja bereits einen Erbschein an den man anknüpfen kann.

Viel Erfolg.

Vielen Dank! Dann versuche ich mal mein Glück. Herzlichen Dank nochmal für die helfenden Auskünfte!

Da sie gemeinsame Großeltern haben, und eine Erbschaft der 2. Ordnung vorliegt, brauchten sie alles aus den Stammbaum von den 4 Großeltern des Erblassers aus abwärz. Relevant sind hierbei nur Eltern-Kind Beziehungen. Jeweils Geburtsnachweis und Sterbenachweis. Außerdem den Nachweis, das der Erblasser zum Todeszeitpunkt nicht verheiratet war.

Das kannst du hier nachlesen, schon komisch, dass das Nachlassgericht dazu nix genaues sagen kann.

http://www.erbrecht-mangold.de/rechtsanwalt-erbrecht-koeln/erbschein/

http://www.mv-justiz.de/dokumente/Service/Merkblatt_Nachlass.pdf

https://www.anwalt.org/erbschein-beantragen/

und auf etlichen weiteren Seiten.

Vielen Dank! Ich entnehme diesen Links, dass ich auch die Sterbeurkunden der Eltern des Erblassers vorlegen muss. Allerdings habe ich gelesen, dass ich lediglich einen Anspruch auf Herausgabe von Personenstandsurkunden meiner geraden Linie beim Standesamt habe. Somit könnte ich ja nur die Urkunden meiner verstorbenen Mutter und meiner verstorbenen Großeltern vorlegen!? Auf die Herausgabe der Sterbeurkunden der Eltern des Erblassers hätte ich somit ja keinen Rechtsanspruch. Was kann ich da jetzt tun?

@Teamchef

Das weiß ich nicht, wende dich an den Rechtspfleger des Gerichts.

Am besten wäre ein Familienbuch. Falls Du keines hast, besorg dir im Rathaus eine Geburtsurkunde.

Mein Familienstammbuch habe ich ja, aber da sind ja nur meine Urkunden drin. Ich gehe mal davon aus, dass ich die Sterbeurkunde meiner Mutter und wahrscheinlich auch die meiner Großeltern vorlegen muss. Es stellt sich aber die Frage, ob ich auch die Sterbeurkunden der Eltern des Erblassers vorlegen muss? Die zu beschaffen dürfte schwieriger werden, da diese weiter entfernt (aber schon in Deutschland) gewohnt haben.

@Teamchef

Ja, im Grunde brauchst du alle möglichen Sterbeurkunden.

Hat du denn eine Idee, ob sich der Aufwand lohnt? Red doch mal mit dem Cousin, vielleicht weiß der mehr oder hat Urkunden.

Die Sterbeurkunden von Leuten,die nicht mehr leben können, weil sie dann 150 Jahre alt sein müßten etc. wirst du nicht brauchen.

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