vorvertragliche Anzeigepflicht bei Lebensversicherungen

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die Versicherung wurde zum 1.7. angenommen. Versicherungsschutz bestand somit ab diesem Zeitpunkt. Im Juni des gleichen Jahres wurde dann bei eiber Gastroskopie Magenkrebs diagnostiziert. Mitte Juni hatte sie erstmals Beschwerden mit dem Magen.Nun ust meine Frau an Magenkrebs verstorben.

Falls die Police im Juni des Jahres noch nicht bei ihr vorgelegen hat, hätte sie bis zu diesem Zeitpunkt jeden Arztbesuch oder andere Behandler (wie z.B. Heilpraktiker, Psychotherapeuten usw.) nachmelden müssen, auch wenn nur untersucht, beraten oder eben behandelt wurde!

Eine Leistungspflicht des Versicherers bleibt bei der schuldlosen oder einfach fahrlässigen Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht bestehen.

Bei Streitigkeiten, was ich dir nicht wünsche, gibt es kostenlose Schlichtung durch den Versich.ombudsmann. Hier schon mal der Link hierzu: http://www.versicherungsombudsmann.de/home.html

Gruß siola

Habe die Police am 18.6. erhalten. Diagnose nicht im Juni sondern am 18.7. Arztbesuch wegen Druckschmerzen im Brustbereich und Schluckbeschwerden am 8.6., Arzt hatte Verdacht auf Entzündung in der Speiseröhre. Zum Abklären zur Gastroskopie überwiesen. Erfolgte dann wie gesagt, am 18.7.

Du hast vollkommen recht. Die Versicherung versucht nur (mal wieder) für sich das Beste heraus zu holen. Du kannst dich vielleicht erst nochmal mit dem Sachbearbeiter kurz schließen und ihm deinen Unmut klar machen. Sag ihm, dass du dich über diese Fragerei ärgerst, weil sie nichts mit dem eigentlichen zu tun haben. Sprich auch mit der Krankenkasse, ob es üblich ist, dass die Lebensversicherung sich Zugang zu den Krankenakten verschaffen will. Du musst ja auch nicht gleich zustimmen. Wenn du gar nicht alleine klar kommst, dann nimm dir einen Rechtsanwalt. Ich denke in diesem Fall lohnt sich das. Das mit deiner Frau tut mir sehr leid und ich wünsche dir alles Gute.

Du hast vollkommen recht. Die Versicherung versucht nur (mal wieder) für sich das Beste heraus zu holen.

Sorry aber dein Aussage ist Blödsinn. Eine Versicherung lebt von dem Solidarprinzip. Viele sichern mit ihren Beiträgen die Schäden einzelner ab. Eine Versicherung muss zum Schutze dieser Versichertengemeinde selbstverständlich prüfen, ob ein Zahlung gerechtfertigt ist. Wenn sie das nicht machen würde, würde sie bei ungerechtfertigter Zahlung alle anderen Versicherungsteilnehmer schädigen.

@Niklaus

Du hast vollkommen Recht. Aber - ich verstehe die Meinung der Menschen über Versicherungen mittlerweile. Denn da gibt es mehr Schmu als man vermuten würde. Wir haben auch gegen eine private Krankenversicherung geklagt, weil sie über ein Jahr hohe Beiträge kassierte, dann aber keine Leistung erbrachte und sogar den Vertrag rückwirkend kündigte, weil eben diese Versicherungsfragen angeblich nicht korrekt beantwortet wurden. Nun - wenn man von einer Krankheit nichts weiß, aber der Verdacht darauf in der Arztakte steht, auch wenn er nie bestätigt wird, sondern versuchsweise dagegen behandelt wird, reicht das schon aus. Auch wenn es sich um Krankheiten handelt, deren Behandlung von den Versicherung gar nciht übernommen wird wie "erektile Dysfunktion", muss man sie angeben, weil sonst der Vertrag als nichtig erklärt werden kann. Wir haben das erste Verfahren gewonnen, das zweite verloren, ein weiteres konnten wir uns nicht leisten. Und -wir haben erfahren, dass es ein "Gespräch" zwischen Versicherung und Richter gab, bei dem es um "Leistungen" ging. Wie ich hörte, ist das sogar legal, wir als Kläger hätten das auch führen können. Aber wer weiß schon, dass solcher Schmu in Deutschland erlaubt ist. Versicherungen gewinnen fast immer, die haben einfach die besseren finanziellen Möglichkeiten, das hält ein Privatmann kaum durch, trotz Rechtschutzversicherung. Versicherungen zahlen wirklich nur, wenn gar nix anderes mehr geht, egal, welches Leid damit angerichtet wird und wieviel sie im Vorfeld kassiert haben.

Ich halte das für einen völlig normalen Vorgang, da der zeitliche Zusammenhang zwischen Vertragsbeginn und Versicherungsfall den Verdacht entstehen lässt, dass etwas nicht in Ordnung war. Das lässt sich mit den Krankenkassenunterlagen ausräumen.

Ob wegen einer für den Todesfall nicht maßgebenden Krankheit der Vertrag insgesamt infrage gestellt werden kann, hängt von den vereinbarten Klauseln und ihre Rechtmäßigkeit ab.

Letztendlich musst du entscheiden, ob Du gegebenenfalls vor Offenlegung ein Anwalt zwecks rechtlicher Beratung einschalten willst. Bei dem wahrscheinlich im Raum stehenden Betrag ein Verlassen auf diese Seite nicht zu empfehlen, weil Du keine rechtssicheren Auskünfte hier erhalten kannst.

Wenn Gesundheitsfragen bei Antragsstellung nicht wahrheitsgemäß beantwortet wurden, ist das ein vorvertragliche Anzeigepflichtsverletzung. Das kann sogar mit Betrugsanzeige geahndet werden. Die Versicherung muss selbstverständlich prüfen, ob die Zahlung zu erbringen ist. Dazu gehört natürlich auch Einsicht in die Krankenakte. Das ist ein ganz normaler Vorgang und wird von jeder Versicherung gemacht. Wenn deine Frau alles korrekt angegeben hat, wird es auch kein Probleme mit der Auszahlung der Todesfallsumme geben.

Wenn eine Versicherung ohne Prüfung auszahlen würde, könnte sie doch auch Betrügern auf den Leime gehen. Daraus könnte gegen die Versicherung eine Schadensersatzpflicht den anderen Teilnehmern der Versichertengemeinde entstehen.

Herzliches Beileid. :-0

Wann wurde es denn nun diagnostiziert? Im Juni oder erst im Juli? Manche Versicherer gewähren während der Bearbeitungszeit einen provisorischen vorläufigen Versicherungsschutz. Schau mal nach . Sonst kanns schwierig werden. Sie suchen offenbar nun in den Krankenkassenlisten auf Anzeichen für vorhergehende Magenprobleme um dann mit der Begründung die Anlage oder Krankheit hätte schon vor Versicherungsbeginn vorgelegen auszuschliessen dass sie zahlen müssen.  Man sollte sich immer selber mal von der KK so eine Liste schicken lassen und der Versicherung überlassen . Können dann nicht behaupten man hätte etwas nicht mitgeteilt lach.. ( Schon weil man sich ja nicht an alles immer erinnert über die Jahre ist das sinnvoll  und das ist auch kostenlos natürlich. Manche staunen nicht schlecht was Ärzte so abrechnen udn welche Krankheiten gelistet sind, die sie nie hatten . .....)

Wenn das eine der ach so günstigen Onlineversicherungen ist der Billigheimer - leider kannst du dich dann drauf einstellen einen Rechtsstreit mit denen auszufechten, denn die zahlen relativ oft nicht. Google mal nach Prozessquoten der Risikolebensversicherungen. Die die bei Check24 und so oft prämiert werden und von Warentest sind Schrott und landen nur weil sie günstig sind auf dem ersten Platz. Was nützt aber eine , die dann nicht zahlt im Schadensfall? 

Was möchtest Du wissen?