Vorteile beim Bayer-Verfahren

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Bauxit muss zur Aluminiumgewinnung aufbereitet, d.h. von unerwünschten Verunreinigungen befreit werden. Das beste Bauxit stammt aus Frankreich und besitzt etwa 55 - 58% Al2O3 und ist relativ arm an Silikaten. Es gibt grundsätzlich die alkalische Aufarbeitung( Bayer-Verfahren) und die saure Aufarbeitung. Das saure Verfahren ist wegen der Säuren sehr viel teurer und nur bei silikatreichen Bauxit notwendig. Es spielt aber heute technisch keine Rolle mehr.

Der Vorteil des Bayerverfahren liegt bei den Verfahrenskosten. Zur Herstellung von 1 t Al2O3 benötigt man ca, 6 bis 7 t Dampf. Auch die Natronlauge ist sehr viel billiger als jede Säure. Man könnte zusätzlich den Rotschlamm verhütten und Roheisen herstellen. Es besteht aber zur Zeit kein Bedarf.

Der "Vorteil" ist die Abtrennung von unerwünschten Verunreinigungen des Bauxit, z.B. Eisenoxid. Die vom Aluminiumhydroxid getrennten Stoffe fallen als ungeliebter Abfall (Rotschlamm) an. Für die Produktion von Aluminium braucht man reines Aluminiumoxid, was durch das Bayer Verfahren gewonnen wird.

Durch 3 Verfahren wird Aluminium gewonnen:

  1. Elektrolyse = sehr energieaufwendig

  2. trockenesVerfahren mit Kalk und Soda

  3. Naßverfahren (Bayer-Verfahren) mittels Natronlauge. Dieses Verfahrenwendet man vor allem bei SiO2-armen Bauxiten, dem Ausgangsstoff an.

P.S. irgendwann wird man wohl auch aus Ton Aluminium gewinnen. Dann wird ein zusätzliches Verfahren eingesetzt.

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