Ist das Vortäuschen eines schweren Autounfalls strafbar?

5 Antworten

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"§ 145
Mißbrauch von Notrufen und Beeinträchtigung von Unfallverhütungs- und Nothilfemitteln

(1) Wer absichtlich oder wissentlich

1. Notrufe oder Notzeichen mißbraucht oder

2. vortäuscht, daß wegen eines Unglücksfalles oder wegen gemeiner Gefahr oder Not die Hilfe anderer erforderlich sei,

wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft."

Quelle: http://dejure.org/gesetze/StGB/145.html

Das könnte unter Umständen zutreffen.

Ja super passt perfekt :)

Vermutlich über Umweg: denn der Anrufer handelte ja wirklich im besten Wissen und Gewissen, aber der tolle Kumpel hat den Unfall vorgespielt und somit im Endeffekt den Fehlalarm verursacht.

Hoffentlich trifft das zu!

Ja das hoffe ich auch mal :)

Das geht mit Sicherheit zum Staatsanwalt - und dieser wird prüfen, ob hier möglicherweise ein Straftatbestand (Vortäuschung einer Straftat) vorliegt.

Sollte dieser Straftatbestand gerechtfertigt sein, kann eine Verurteilung mit Geldstrafe oder bis zu 3 Jahren Haft erfolgen. Im Zusammenhang mit Auto / Verkehr kann zusätzlich die Fahrerlaubnis entzogen werden. Zusätzlich sind einige Punkte in Flensburg sicher (5 Punkte, wenn ich richtig informiert bin).

Mit Sicherheit wird er auch die Kosten für diesen Einsatz übernehmen müssen.

Dir selbst wird nichts passieren.

Welche Straftat hat er hier den vorgetäuscht?

@TheGrow
    vort äuscht, daß wegen eines Unglücksfalles oder wegen gemeiner Gefahr oder Not die Hilfe anderer erforderlich sei, 
@X13lackhawkdown

§ 145 STGB
Mißbrauch von Notrufen und Beeinträchtigung von Unfallverhütungs- und Nothilfemitteln

Hallo X13lackhawkdown,

wenn der Typ seiner Ex geschrieben hat:

 hat seiner Ex-Freundin geschrieben er hätte einen schweren Autounfall gehabt und liegt blutend im Graben und sein auto ist komplett schrott.

hat er damit den Straftatbestand des folgenden Gesetzes erfüllt:

********************************************************************

§ 145 StGB - Mißbrauch von Notrufen und Beeinträchtigung von Unfallverhütungs‐ und Nothilfemitteln 

(1) Wer absichtlich oder wissentlich 

  1. Notrufe oder Notzeichen mißbraucht oder
  2. vortäuscht, daß wegen eines Unglücksfalles oder wegen gemeiner Gefahr oder Not die Hilfe anderer erforderlich sei, 

wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

2) Wer absichtlich oder wissentlich 

  1. die zur Verhütung von Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr dienenden Warn‐ oder Verbotszeichen beseitigt, unkenntlich macht oder in ihrem Sinn entstellt oder 
  2. die zur Verhütung von Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr dienenden Schutzvorrichtungen oder die zur Hilfeleistung bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr bestimmten Rettungsgeräte oder anderen Sachen beseitigt, verändert oder unbrauchbar macht, 

wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in § 303 oder § 304 mit Strafe bedroht ist.

********************************************************************

Diesbezüglich wird die Polizei gegen ihn ein Strafverfahren nach der oben genannten Rechtsgrundlage einleiten.

Hatte die Meldung an die Polizei noch zur Folge, dass Rettungsmaßnahmen / Suchmaßnahmen eingeleitet worden sind, wird er dessen Kosten auch noch zusätzlich zum Strafverfahren tragen müssen.

Schöne Grüße
TheGrow

Super vielen Dank :)

Wegen vortäuschen eines Verkehrsunfalles mit Personenschaden, beim Personenschaden handelt sich es immer um eine Körperverletzung was ein Straftat bestand ist. Dies vorzutäuschen ist auch eine Straftat.

Kann gut sein das er sich dafür auch vor einen Richter rechtfertigen muss, die Kosten für das ganze Drumherum muss er auch tragen und zahlen. Bearbeitungsgebühren, Polizeigebühren etc. Was nicht ganz billig wird.

Ich finde das auch keine gute Sache die er da gemacht hat, ist genau wie die Anrufe bei der Feuerwehr das es brennen würde... Geht gar nicht.

Würde mich auch mal interessieren. Ich denke er wird für den Einsatz aufkommen müssen, der dadurch entstand.

Könnte sein. Aber das war ja nicht seine Absicht - vielleicht kommt er da noch heraus.

Die eigentliche Lügerei gegenüber seiner Freundin ist bestenfalls kindisch, aber nicht strafbar.

@Allyluna

Das ist der Polizei aber egal! Er hats ja vorgetäuscht und das dann jemand Polizei usw ruft ist ja automatisch das Ereignis was daraus folgt.

@Allyluna

Aber das war ja nicht seine Absicht

Das ist doch egal. Wer falsche Tatsachen vortäuscht muss auch für die Konsequenzen und Folgen aufkommen und damit rechnen.

@Allyluna

Vorsätzlich ausgelöste Ermittlungen durch Vortäuschung falscher Tatsachen kann und wird nicht der Steuerzahler bezahlen und das ist auch richtig.

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