Vorladung wegen Verstoß gegen das BtmG

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn Sie eine Vorladung der Polizei erhalten haben: Seien Sie Vorsichtig! Der Vorladung können Sie entnehmen, ob Sie als “Beschuldigter” oder “Zeuge” vorgeladen wurden. Die Konsequenz ist in beiden Fällen die Gleiche: Auch wenn es “Vorladung” heisst, ist es dennoch nur eine “Einladung”! Sie müssen dem nicht Folge leisten. Anders als bei einer Ladung durch Gericht oder Staatsanwaltschaft gibt es keinen Zwang, dass Sie zur Polizei gehen, geschweige denn dort etwas aussagen.

Gleichwohl sollten Sie sich von naiven Gedanken lösen, dass Sie nichts gemacht haben und Ihnen somit nichts droht: Das böse Erwachen kommt regelmäßig mitten in der Vernehmung, wenn plötzlich nach eigenen Tatbeiträgen gefragt wird, während man nur berichten wollte, was andere getan hatten. Nach meiner Erfahrung als Strafverteidiger kann es gerade für Unschuldige, die in Ermittlungsverfahren beschuldigt werden, nur zwei Regeln geben:

    Halten Sie den Mund!

    Nehmen Sie sich einen Anwalt.

http://www.ferner-alsdorf.de/rechtsanwalt/strafrecht/vorladung-zur-polizei-was-tun/11956/

Der Herr Rechtsanwalt hat leider vergessen zu erwähnen das die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist das der Fragesteller seinen Rechtsanwalt selbst bezahlen muss, wenn der Staatsanwalt das Verfahren eingestellt.

@Artus01

Ja, Anwälte gewinnen immer!

Danke für den Stern und viel Erfolg. :)

Grundlegend hast Du als Beschuldigter das Recht, zur Sache zu schweigen. Nur Angaben zu Deiner Person musst Du machen. Daher solltest Du Dich auch nicht zum Vorwurf äussern, sondern lediglich in Erfahrung bringen, was Dir konkret vorgeworfen wird. Im Zweifelsfall solltest Du einen Anwalt kontaktieren, wenn im Zusammenhang mit diesem Vorwurf für Dich weitere / tiefgreifendere Konsequenzen drohen könnten. ( z.B. einschlägig vorbelastet, auf Bewährung, Job, Fahrerlaubnis etc. )

Auf keinen Fall einfach hingehen. Am besten als allererstes einen Anwalt nehmen und davor gar nichts tun. Wenn Du kein Einkommen hast bekommst du auf dem Landratsamt einen Schein mit dem Du kostenlos einen Anwalt nehmen kannst. Ansonsten könntest Du versuchen anzurufen und fragen ob du als Beschuldigter/Zeuge vorgeladen bist und welches Delikt konkret vorliegt. Aber auch dabei musst Du sehr vorsichtig sein: Nur Fragen stellen, keine Antworten geben, keine Kommentare. Auch nicht "dass stimmt nicht", "das ist gelogen" und keinesfalls ich konsumiere "nur". Nur Allgemeine Fragen wie "bin ich Beschuldigter oder Zeuge?", "um was für ein angebliches Vergehen geht es?" "Wann soll dieses vorgefallen sein?".

Wie gesagt am sichersten ist es einen Anwalt zu nehmen. Alternativ abwarten ob eine Vorladung vor ein Gericht erfolgt. Der Vorladung der Polizei musst Du nicht Folge leisten.

Wenn du es unbedingt wissen möchtest, dann geh einfach hin.

Ansonsten ist man nicht dazu verpflichtet, einer Vorladung der Polizei nachzukommen.

Erst einer Ladung zu Gericht muß man folgeleisten.

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