Vorladung: Warenbetrug am 11.05.2014 - Sonntag!? Falsches Datum?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Warenbetrug hat meist mit Online-Geschäften zu tun. Daher kann das auch Sonntags sein. Denk erstmal nach, ob du in diesem Zeitraum Käufe oder Verkäufe getätigt hast und es irgendwelche Beanstandungen gab.

Wenn du sicher bist, dass da nichts sein kann, dann bleibt noch die Möglichkeit einer Verwechslung - das jemand deine Identität genutzt hat.

Ja, gute Idee. Aber da gab es soweit ich mich erinnere nie irgendwelche Probleme.

@TheLightning91

Gehe jeden einzelnen Fall nochmal durch - wenns um Ebay geht check alle Nachrichten, ob sich da ein Anhaltspunkt zeigt. Ansonsten geh zur der Vorladung und lass dir erstmal erklären, worum es geht. Wenn sich der Fall nicht sofort klar als Irrtum erweist, sondern tatsächlich eine Anzeige gegen dich vorliegt, die vielleicht auf falschen Behauptungen beruht, solltest du wirklich nicht allzuviel dazu erklären, sondern dir erstmal den Fall genau schildern lassen. Dann gehst du und überlegst dir, ob du einen Anwalt konsultieren solltest.

@Georg63

Eine Sache fällt mir tatsächlich ein! Ich hatte vor längerer Zeit - und ich bin mir eigentlich sicher, dass es länger als 6 Monate her ist, kann es aber nicht genau sagen - einen Artikel bei eBay verkauft. Kurz darauf wurde mein Account, sowie der dazugehörige E-Mail-Account gehackt. Letzterer wurde nur für das eBay-Konto erstellt und hatte daher das gleiche Passwort.

Ich konnte mich nicht mehr bei eBay einloggen und auch der Kundenservice half mir nicht weiter. Ich habe auch erklärt, dass ich noch einen Verkauf zu Regeln habe, aber das war dem Kundenservice relativ egal.

Ich habe ungefähr 100,00 € erhalten. Per Überweisung. Die Kontonummer und BLZ wurde mir nicht angezeigt. Und ich habe den Käufer bis heute nicht mehr erreichen können.

Angenommen, es handelt sich um exakt diesen Fall. Ich würde mich gar nicht drum herum reden wollen, weil ich seitdem darauf aus bin, dass der Käufer sein Geld wieder bekommt. Was würde mich erwarten? Eine endlose verfielfachung des Betrags, weil die Polizei dazu geschaltet wurde oder wäre mit einer Zahlung von 100 ~ 150 € alles wieder gut?

LG

@TheLightning91

Die polizeiliche Ermittlung kostet nichts. Wenn du die Sache zügig regelst, wird das Verfahren eingestellt.

Sofern Dich die Polizei vorgeladen hat, musst Du nicht hingehen, und ich rate Dir auch dringend dazu, das nicht zu tun und nichts zu sagen, bevor Du keine Akteneinsicht genommen hast und den Tatvorwurf nicht kennst. Bei der Staatsanwaltschaft musst Du erscheinen, brauchst außer den Personalien aber nichts weiter anzugeben. Auch dort solltest Du auf keinen Fall Angaben zur Sache machen.

eine recht pauschale antwort die nicht immer gut ist

@BestOfTheWorld

Ich habe noch nie erlebt, dass ein Schweigen auf den Tatvorwurf hin sich später als negativ herausgestellt hat. Allerdings habe ich schon oft die Erfahrung gemacht, dass unbedachte Einlassungen gegenüber den Ermittlungsbehörden sich im späteren Strafverfahren nur mit sehr viel Zeit- und Kostenaufwand korrigieren ließen. Manchmal hat das auch nicht mehr funktioniert, "weil es ja schon in der Akte steht."

@LeonardNeun

Nach umfassender Recherche würde ich dazu neigen, hin zu gehen; zumindest zu versuchen, aus eigener Kraft Akteneinsicht zu erhalten. Zumindest was den groben Tatverdacht anbelangt. "Hiermit beantrage ich in dem gegen mich laufenden Ermittlungsverfahren, Aktenzeichen:…, gemäß § 147 Abs.7 StPO Akteneinsicht. Bitte teilen Sie mir mit, in welcher Form die Akteneinsicht gewährt werden kann." Und falls dann erstmal nichts kommt oder falls mich das Thema überraschenderweise ausm Konzept bringt, mache ich vom Recht des Schweigens gebrauch, bevor ich mich in irgendeiner Form falsch ausdrücke. Ist das soweit in Ordnung?

LG

@TheLightning91

Akteneinsicht kann nur die Staatsanwaltschaft gewähren, nicht die Polizei. Versuche es, Du wirst mit Gegenwehr rechnen müssen.

Es gibtAwälte, die Die die Akte relativünstig kopieren, einfach mal Google bemühen.

Vor deiner Anhörung wirst du ausdrücklich über deine Rechte belehrt und mit dem konkreten Tatvorwurf konfrontiert. Danach kannst du immer noch die Aussage verweigern, oder vielleicht das Missverständnis aufklären, dass zu deiner Verdächtigung geführt hat. Vielleicht hat ja ein böser Mensch mit deiner Identität im Internet eingekauft? Da Akteneinsicht nur über einen Anwalt möglich ist, würde ich mir diese Zeit (und Geldaufwand!) zunächst sparen.

du oder jemand anderes der ein autoschlüssel hat wart tanken und hat vergessen zu bezahlen oder vergessen an der kasse bescheid zu sagen das man getankt hat..... oder portomonai vergessen und vergessen die offene rechnung zu begleichen

ich bin mir so sicher das es einer der beiden fälle sind... so sicher das ich darauf wetten würde

Rechnungen werden bei mir sofort online beglichen. Und einen Autoschlüssel habe ich noch nicht, aber danke für die Antwort.

Akteneinsicht bekommt der Rechtsanwalt, Du kannst ja zum Termin hingehen und erfragen, was Dir konkret vorgeworfen wird, aber antworten brauchst Du nicht.

Super, danke! Das war auch mein letzter Gedanke zu der Sache :)

@TheLightning91

Wenn Du der Angeklagte sein sollst, brauchst Du keine Aussage machen, Du kannst sogar das Gegenteil behaupten und lügen, was das Zeug hält, die Schuld muss Dir nachgewiesen werden. Zeugen allerdings müssen, wenn sie aussagen, auch die Wahrheit sagen.

@Szintilator

Im derzeitigen Verfahrensstadium kann man nicht "der Angeklagte" sein.

Was möchtest Du wissen?