Vorkkaufsrecht bei immobilien

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Er hat es Dir überlassen lt. Testament. Es geht im Vorkaufsrecht um den VERKAUF. Heißt, wenn Du das Haus ohnehin veräußerst, mußt Du erst die Exfrau fragen, ob sie es kaufen möchte. Falls nicht, muß sie den Eintrag des Vorkaufsrechtes im Grundbuch löschen lassen. Erst dann kannst Du das Haus über Bank/Makler/privat verkaufen an wen Du willst.

Aufgrund der Verfügung im Testament kann der Grundbesitz auf Sie alleine umgeschrieben werden. Bei der Gelegenheit prüft das Amtsgericht oder ein Notar ob und welche Rechte im Grundbuch eingetragen sind, die für Sie beachtlich sein könnten. Ist dort kein Vorkaufsrecht eingetragen, dann brauchen Sie bei einem Verkauf die Exfrau des verstorbenen auch nicht zu fragen, ob diese von einem Vorkaufrecht Gebrauch machen möchte. Selbst wenn dies der Fall sein sollte, so können Sie dennoch das Haus auf dem freien Markt zum Verkauf anbieten. Ein vorkaufberechtigter hätte dann die Möglichkeit in den Kaufvertrag anstelle des Käufers einzutreten. Das ist ähnlich wie beim gesetzlichen Vorkaufsrecht der Stadt bzw. Gemeinde. Dabei ändert sich aber für Sie garnichts. Auch ein solcher Vorkaufsberechtigter muß den im Kaufvertag vereinbarten Preis an Sie zahlen oder auf die Ausübung des Rechtes verzichten.

Dabei ist zu prüfen, ob das Vorkaufsrecht wirklich grundbuchlich abgesichert ist. Andernfalls sollte das Vorkaufsrechts von der Berechtigten in ihrem Interesse für die Zukunft belegt werden. Im Verkaufsfall stört ein Vorkaufsrecht nur beschränkt. Der Kaufvertrag muss der Berechtigten nachträglich vorgelegt werden, damit sie die Gelegenheit zur Ausübung oder zum Verzicht hat.

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