Voraussichtlich Führerscheinentzug

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hallo chronny

Sofern der Konsum harter Drogen nachgewiesen ist, so steht auch die grundsätzliche Nichteignung zum Führen eines KfZ fest; die Fahrerlaubnis wird entzogen. Der Konsum harter Drogen muß nicht zwingend analytisch nachgewiesen werden; die Aussage des Konsumenten ist ausreichend.

Wiedererteilung möglich nach bestandener MPU, in der der Gutachter davon überzeugt werden muß, daß nie wieder harte Drogen konsumiert werden. Dies ist die schwierigste Hürde, denn es erfordert eine intensive Aufarbeitung des Drogenproblems, und es muß schlüssig dargelegt werden, warum ein Rückfall in alte Verhaltens- und Konsum-Muster unwahrscheinlich ist. Dies erfordert nicht nur ein Lippenbekenntnis des Konsumenten, sondern handfeste Ereignisse, durch die eine stabile Verhaltensänderung eingeleitet und unterstützt wird.

Dabei wird der Gutachter den konkreten Fall vergleichen mit den allgemeinen Erfahrungen bei anderen Konsumenten: Aus wissenschaftlichen Studien über viele Einzelfälle kann abgeleitet werden, welche Handlungen der konkrete Konsument ergriffen haben und zu welchen Einsichten er gekommen sein sollte, damit er sein Drogenproblem dauerhaft unter Kontrolle hat.

Eingangsvoraussetzung zur MPU ist ein Abstinenznachweis über mindestens 12 Monate.

Fragen zur MPU: http://www.avus-mpu.de/mpufaq.htm

du brauchst dich gar nicht äußern, deine Fahrerlaubnis wird leider entzogen.

Ich weiß aus sicherer Quelle, dass man das amtliche Einziehen des Führerscheins wegen Drogenkonsum und die nachfolgende Zeit ohne KFZ definitiv überleben kann. Allerdings berichten andere Quelle auch davon, dass ab Beginn der führerscheinlosen Monate/Jahre mancher in punkto Drogenkonsum erst so richtig loslegt.

Harte Drogen und Führerschein passen nicht zusammen!

Der bei Dir gemessene Wert von 6ng/ml liegt unter der Grenze von 25 ng/ml, ab der Dir ein Verstoß gg. StVG 24a vorgeworfen werden kann.

Die gute Nachricht lautet also, daß Dich wahrscheinlich kein Bußgeld oder gar ein Verfahren wegen Trunkenheit im Verkehr erwartet (es sei denn, Du bist durch deine Fahrweise aufgefallen).

Die schlechte Nachricht: Die Polizei leitet diese Information an die FsSt weiter - und bei harten Drogen wird immer eine MPU angeordnet, idR verbunden mit einem sofortigen Entzug der FE.

Bei der MPU werden übrigens Anstinenznachweise für mindestens 12 Monate gefordert.

Etwas Entlastendes kannst Du in dem Anhörungsbogen nicht schreiben - im Gegensatz zu THC wird bei harten Drogen kein "einmaliger Probekonsum" als Ausrede akzepztiert (wobei eh fraglich ist, ob die Werte der Abbauprodukte dazu passen).

Stell Dich also schon mal auf ein Jahr als Fußgänger ein!

wenn die was festgestellt haben dann wirds schwer sich da noch drum rum zu reden du kannst einfach nur wiedersprechen,aber ich sage dir das du da nur sinnlose gerichtsverhandlungen haben wirst.grüße

Hallo,

ich habe keinen Plan, was hinsichtlich Drogen da an Grenzwerten gelten. Ohne Rechtsberatung aber besser die Aussage verweigern. Höchstens geforderte Angaben zur Person. ( Name, Adresse und so im Anhörungsbogen )

mfg

Parhalia

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